Star Citizen: Spieler klagt Rückerstattung ein

Eigentlich sind Rückerstattungen beim kommenden Weltraum MMO Star Citizen ausgeschlossen. Doch mit Anwalt geht alles.

Allerdings versuchte der enttäuschte Spieler mit dem Nickname “Streetroller” dennoch sein Glück und forderte am 14. Juni eine Rückerstattung ein, da er der Meinung war, Star Citizen sei nicht fertig und das Spiel würde nicht mehr dem entsprechen, was man zu Beginn angekündigt hat und für das er Geld gegeben hatte. Das Unternehmen antwortete und zitierte aus den AGBs, dass man das Geld nicht zurückverlangen könne. Auch dann nicht, wenn das Entwicklerstudio nicht in der Lage ist, das Spiel fertigzustellen.

Star Citizen Gamescom
Rückerstattungen ja oder nein?

Streetroller erklärte, dass er diesen neuen AGBs nicht zugestimmt hätte und zum Zeitpunkt seines Vertragsabschlusses noch die alten AGBs gegolten hätten. Laut diesen hatte man ein Recht auf eine Rückerstattung, wenn das Entwicklerstudio nicht in der Lage ist, das Spiel 18 Monate nach dem ursprünglich angesetzten Erscheinungstermin zu liefern. Dieser Termin war im November 2014. Die 18 Monate sind damit also verstrichen. Außerdem merkte Streetroller an, dass bei einem anderen Kickstarter-Projekt das Urteil gefällt wurde, dass derartige AGBs gegen das Recht der Verbraucher verstoßen würde.

Mit dem Anwalt geht offenbar alles

Als das Unternehmen die Rückerstattung wieder ablehnte, schaltete Streetroller einen Anwalt ein. Zudem kontaktierte er die Federal Trade Commission sowie das Los Angeles Department of Consumer and Business Affairs, wo er Beschwerde gegen Cloud Imperium Games einreichte. Am 23. Juni erhielt Streetroller schließlich einen Teil seines Geldes in Höhe von 900 US-Dollar zurück.

Schließlich kam es zu weiteren Gesprächen, nach denen Streetroller rund 2.500 Dollar erhielt, den genauen Betrag wollte niemand nennen. Es handelte sich dabei wohl um den Großteil des Geldes, das er in Star Citizen investiert hatte. Wie er dem Magazin Polygon mitteilte, musste er auf circa 800 Dollar verzichten, weil die Teil einer Content-Suscription waren.

Das Los Angeles Department of Consumer and Business Affairs forderte daraufhin alle enttäuschten Backer von Star Citizen dazu auf, ebenfalls Rückerstattungen anzufordern.

Spezieller Fall

Allerdings, wie aus dem Gespräch mit Polygon hervorgeht: Es handelt sich in diesem Fall um einen ganz speziellen Fall. Der Backer ist querschnittsgelähmt, kann weder Arme noch Beine bewegen. Er hatte Star Citizen vor allem wegen dem anfänglichen versprochenen VR-Fokus unterstützt und war dann zusehends enttäuscht, als der Aspekt in den Hintergrund geriet. Wichtig war wohl auch, dass er nie die Alpha heruntergeladen und so auch nie die “updated Terms of Service” nie akzeptiert hatte.

Richtig sauer ist er, laut Polygon, nicht auf Star Citzen. Er wünscht dem Projekt nur das allerbeste.

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Quelle(n): PCGamesN, Polygon
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David Naber

Ich wünsche dem gelähmten Mann alles gute. Ihm gönne ich es das ihm sein Geld zurück erstattet wurde.

Frank

Lieber Schreiber dieses Artikels.

Hast du…bevor du diesen Artikel geschrieben hast….vorher die Infos aus Wahrheit überprüft ?

Denn im I-Nett sollen ” Gerüchte ” kursieren…das das ganze Nichts weiter ist als eine weitere Schmutzkampagne von dem Herren Derek Smart seien soll.
https://archive.is/qvWga

Ob das nun alles der Wahrheit entspricht…..ich weiß es nicht…..von daher würde ich zur Vorsicht raten

Gerd Schuhmann

https://imgur.com/IIwd8sZ

Also wenn das einer gefaket hat, dann hat er sich extrem viel Mühe gegeben. Also von unserem Autoren zu erwarten, der müsse jetzt beim Generalstaatsawnalt von New York anrufen und sich das persönlich bestätigen lassen … meh.

Die großen englischsprachigen Seiten, auch die, die sich intensiv mit Star Citizen beschäftigen, berichten alle über dieses Ding. Es gibt da auch wenig Unterschiede in der Berichterstattungen.

Also bei so einer News zu verlangen, der Schreiber müsse sich mit dem “Derek Smart vs. Star Citizen”-Phänomen auseinandersetzen, bevor er auch nur den Stift in die Hand nimmt, das ist Quark.

Die Geschichte stimmt wohl, das Urteil ist da. Ob das “Urteil” selbst dann von Derek Smart manipuliert wurde oder weiß der Geier …. also wenn er den Generalstaatswanlt von LA ausgetrickst hat und das rauskommt, dann werden wir sicher wieder drüber berichten.

Smart ist ein Selbstdarsteller, der alles tut, um in den Medien zu bleiben. Man sollte das jetzt nicht ständig adeln und sich mit ihm auseinandersetzen. Jedesmal 30 Seiten zu lesen, um alle Winkelzüge und Nebenschauplätze abzudecken einer Star Citizen News abzudecken, das können und wollen wir nicht leisten.

Um dem Link da, den du gepostet hast, wer da seine Zeit investieren will und genau durchlesen möchte, was Derek Smart da wieder schreibt – viel Spaß damit. Ich hab das bei der “Escpaist-Story” damals gemacht – es lohnt sich nicht wirklich.

Das fällt bei Star Citizen extrem auf, dass ständig Drama aus der sehr engagierten Community und der Gegner des Sopiels entsteht. Das ist für die allermeisten Leute echt nicht so spannend. Die wollen wissen, wie sich das Spiel entwickelt und wie das Geschäftsmodell funktioniert. Die wollen sich nicht den Verschwörungstheorien von Smart und der Wagenburg-Mentalität der SC-Community auseinandersetzen.

Wie Backer SC jedesmal zur Hilfe eilen, wenn was “Negatives” kommt, und wie diese Mechanismen ablaufen – sehr strange. Die haben schon Recht, durch das Crowdfunding hat sich SC da selbst eine Horde von engagierten PR-Agenten schaffen, die aggressiver vorgehen als bezahlte PR-Agenten. Ganz erstaunliches Phänomen.

Frank

Ah ja….danke für Die Info.

Nun….schauen wir mal was in den nächsten Tagen für weitere Infos kommen wird.

Meiner einer wird jedenfalls RSI die Treue halten.

Zunjin

Hat auch keiner verlangt, das du einen refund einforderst.

Gerd Schuhmann

Also ich hab jetzt auch noch mal bisschen recherchiert. Polygon hat ein Interview mit dem Kläger geführt. Das ist alles ein spezieller Fall – der ist querschnittsgelähmt, hat von einem Spiel geträumt, bei dem er durch Virtual Reality wieder das Gefühl bekommt, selbst zu steuern, dann ging das von dieser Idee mehr und mehr weg – und er war dann von den Änderungen an den TOS enttäuscht. Hat aber den Neuen nie zugestimmt, weil er den Alpha-Client nicht runtergeladen hat. Usw.

Davon unabhängig. Ich denke, man sollte Derek Smart echt so weit ignorieren wie es nur irgendwie geht. Ich würd mit dem umgehen wie mit einem Internet-Troll.

Berni

Sind agb nicht schon die Mehrzahl ????

Ace Ffm

Da fühlt sich halt mal einer auf die Füsse getreten und wehrt sich auch mit Rechtsmitteln. Ich bin zwar kein Freund von sowas weil ich Bürokram im allgemeinen hasse und ihm möglichst aus dem Weg gehe,aber wenn man Bock auf sowas hat und nicht zurückschreckt sollte man es tun.

Alastor Lakiska Lines

Naja…so hat er auch einen Präzedenzfall geschaffen, was es für alle nachfolgenden Kläger deutlich erleichtert.

Zunjin

Zumindest wenn diese in den USA leben und zum Gerichtsbezirk Kalifornien gehören. In Deutschland wäre das sicher anders ausgegangen. Und selbst Freunde aus NY meinten, dass sie nicht glauben, dass dies bei ihnen klappen würde.

Frank

Keine Ahnung ob das so richtig ist.
Laut dem Bericht der Gamestar soll das per Schlichtung gemacht worden seinen.
Zitat aus dem Gamestar Bericht ( http://www.gamestar.de/spie… ):
” Da beide Seiten sich auf eine Rückerstattung einigen konnten, kam es
nicht zu einer Gerichtsverhandlung. Und damit auch nicht zu einem
bindenden Urteil. “

Sollte das so richtig sein….gäbe es kein Präzedenzfall.

Dust61

Naja wer über 3200 für ein Spiel investiert, zeigt denke ich wie sehr er an das Projekt glaubt, wodurch die Enttäuschung umso größer ist wenn die Entwickler was anderes liefern, da kann und sollte man schon dagegen vorgehen, ist ja kein Kleingeld

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