Es gibt Neues von Star Citizen. In einem Brief an die treuen Fans schreibt Visionär Chris Roberts, dass man ein Studio in Los Angeles schließt. Das sei aber fein, man müsse auf der Zielgeraden einige Dinge bewegen. Er schenkt den Spielern aber was, zumindest denen, die viel Geld ausgegeben haben: Sie bekommen ein Bild, also eine Grafikdatei. Das amüsiert die Kritiker dann doch.
Das ist die Nachricht von Chris Roberts: Der Videospiel-Entwickler beginnt die Nachricht fröhlich (via reddit): Während man mit Volldampf auf den Release von Star Citizen und Squadron 42 zuarbeitet, bringe man einiges in Bewegung. Wie schon angekündigt, werde man „Schlüssel-Mitarbeiter“ verschieben und das Studio in Los Angeles schließen. Die Mitarbeiter müssten näher bei ihren Teams und an der Action sein.
Zur Feier, was das Studio alles Feines zum Projekt beigetragen habe, wird man allen Mitglied des „Chairman’s Club“ ein Stück Geschichte schenken: Ein Bild des Artworks, das über dem Schreibtisch von Chris Roberts hing: Ein Bild, welches das Schiff „Constellation“ zeigt.
Das Bild soll das Büro ehren, aber auch den „unerschütterlichen Support der Community.“
Chris Roberts schenkt Großspendern ein Bild
Wie wird die Schließung des Studios kommentiert? Die Schließung des Studios scheint tatsächlich nicht viele zu kümmern. Die Musik spielt schon lange in Manchester. Wie man aus Fankreisen hört, war das Studio in Los Angeles ohnehin seit einiger Zeit verlassen.
Man weiß schon lange, dass sich in LA nur noch Marketing, Finanzen und ähnliches zu CIG abspielen sollte, aber nichts fürs Spiel Relevante mehr.
Zwar gibt es erneut Leute, die über Star Citizen und die langsame Entwicklung lästern. Das Schließen des Studios in LA spielt in der Diskussion aber kaum eine Rolle.

Squdron 42 war mal für 2015 angekündigt – Hat heute noch kein Release-Datum
Das ist der Punkt: Was man allerdings verspottet, ist die „Geste“, die es hier gibt: Das digitale Bild eines Schiffs zu verschenken und dann auch nur an Mitglieder des Chairman Club’s, das sind Leute, die mindestens mal 1.000 $ in Star Citizen investiert haben, um das Level des Concierges zu erreichen.
Dieses Bild könnten sich die Spieler, die genug Geld für Schiffe ausgegeben haben, dann im Spiel mit der Alpha 4.1 in ihren Hangar hängen.
Hier sieht man schon einen Teil des Problems: Während Chris Roberts in der Fiktion vom Release 1.0 spricht, ist davon in der Praxis nichts zu spüren. Hier steht man vor der Alpha 4.1.0. Selbst die Singleplayer-Auskopplung Squadron42, mal für 2015 angekündigt, hat noch kein Release-Datum (via golem).
Kritiker lästern über die Geste
Das ist die Reaktion auf die Geste: Da gibt es einige spöttische Kommentare auf reddit, zumindest im bösen Forum zu Star Citizen, bei dem Spieler ihr Geld zurückwollen.
- „Wie großzügig: Ein kostenloses JPG von einem JPG“
- „OH MEIN GOTT – Ein Bild, das über dem Schreibtisch von DEM Chris Roberts hing. Ich fall gleich in Ohnmacht.“
- „Mein Gott, die Pracht des Gebäudes und des Büros von Chris Roberts. Er hat seit 13 Jahren nichts mehr herausgebracht und bekommt eine Milliarde US-Dollar in einem Investment. Dem Typ fehlt jede Scham. Es ist unglaublich – und die Wale glauben weiter an den „bevorstehenden 1.0 Release“.
Das steckt dahinter: Von außen betrachtet, ist es schon eine seltsame Geste: Die Schließung eines Studios damit zu verbinden, dass man sagt: „Lass uns feiern, was die da tolles gemacht haben, indem wir euch ein Gratis-Bild schenken, aber auch nicht allen, sondern nur unseren Walen“ ist schon eine seltsame Geste.
Die Begründung „Mitarbeiter müssten näher bei ihren Teams“ sein, klingt fadenscheinig. Offenbar hat man den Schwerpunkt der Produktion nach England verschoben und merkt, dass man sich mit den vielen Standorten und unterschiedlichen Zeitzonen verzettelt.
Aber der „unerschütterlichen Hingabe der Fans“ tut auch diese News offenbar keinen Abbruch: Der Mann, der maßgeblich dabei geholfen hat, mehr als 1 Milliarde Dollar für Star Citizen zu beschaffen, ist weg
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Mwahahahahaa
Das mit der Constellation stimmt. Das ändere ich.
Squadron 42 hat noch kein Release-Datum. Das ist so. Es gibt eine ungefähre Absichtserklärung, es 2025 vielleicht zu bringen. Ein Relesae-Datum ist das nicht – das ist ein “Release-Jahr.”
Wie viel die wert ist, ist eine andere Frage. Ursprünglich war es für 2015 angekündigt. Das ist auch so.
ok, noch kurz: Es war eine Absichtserklärung für 2026, nicht 2025.
Ob man das nun als “Datum“, “Jahr“, “Zielmarke“ oder “Absichtserklärung“ bezeichnet, ist eine Frage der Interpretation. Mir geht es vor allem darum: Wenn man nicht alle aktuell bekannten Informationen einordnet, sondern sich vorwiegend auf ältere Aussagen stützt, entsteht leicht ein einseitiges Bild. Das wirkt für mich wie ein narratives Framing, ob beabsichtigt oder nicht, es werden relevante, aktuelle Entwicklungen ausgeklammert werden, die doch zum Thema gehören.
Wäre es nicht sinnvoll, die Information über das angepeilte „Release-Jahr“ zumindest zu ergänzen? Natürlich darf und sollte man das kritisch begleiten, etwa mit:
“…,ob dieses aber eingehalten wird, ist angesichts der bisherigen langen Entwicklungszeit und zahlreicher Verschiebungen fraglich.“
Aber dann wäre das Bild zumindest vollständig und differenzierter.
Das Ursprüngliche Release Jahr hab ich doch auch nicht in Zweifel gezogen. Mir ist die Ankündigung aus 2014 für das erste Release Jahr 2015 und die sukzessiven Verschiebungen auf 2016 und 2017 bekannt.
Beste Grüße
Allerdings sollte man auch einfach endlich mal der Realität ins Auge blicken und nicht ständig mit vollkommener Absicht ignorieren.
Hier kann man wieder nur Starfield nehmen, 8 Jahre “Entwicklung”, bestehendes Studio, nichts neues, alles von alten Titeln kopiert und neu angestrichen.
Und dann liest man immer gejammer von wegen länger Zeit, dabei fing CIG von 0 an. Ja es wurden früher schon damals unglaubwürdige Release Daten angegeben (war von vornherein klar dass es nicht so kommt), aber 2026 Oktober/November sehe ich realistisch.
Wie ich auf Oktober/November komme? CitizenCon sag ich nur.
Entwicklungszeit und Produktionsaufwand stehen nicht linear in Verbindung mit der Qualität eines Spiels. Throne and Liberty war 12 Jahre in Entwicklung, irrsinnig aufwändig und teuer und es hat zu Release wenig gerissen.
Balatro hat ein einzelner Entwickler zusammen geklöppelt und sich nicht viel bei gedacht und es ist ein fantastisches Spiel und wird überall gefeiert.
Man kann doch nüchtern festhalten, dass bei Star Citizen im Produktionsprozess vieles im Argen liegt und dass sich das mit der Historie von Chris Roberts deckt.
Wenn man sich jemanden aussuchen könnte, der ein “Nach oben offen”-Crowdfunding-Projekt betreut, ist wahrscheinlich Chris Roberts ganz unten auf der Liste der Personen, die sowas machen sollten, zusammen mit Peter Molyneux. Ja, es kann was Tolles bei rauskommen. Aber wenn man Release-Daten um 11 Jahre verpasst, ist jede Form von Kritik berechtigt. Und dann “Ja, aber Starfield” entkräftet die Kritik einfach überhaupt nicht.
Man muss doch sagen: Unter jedem anderen Modell als “Crowdfunding” wäre das Projekt schon vor Jahren gescheitert und die Firma bankrott. Weil kein Investor und keine Firma da so irre viel Geld nachschießt. Und das Modell “Wir verkaufen Schiffe, um unser Projekt zu finanzieren” ist halt echt auf einer Ebene mit asiatischen Mobile-Spielen.
Das ist ja eine nicht auflösbarer Konflikt. Star Citizen richtet sich an Hardcore Oldschool-PC-Spieler, für die Mikrotransaktionen normalerweise das absolut Böse sind und die einen riesigen Bogen um diese Art von Spielen machen, aber genau dieses Projekt wird härter monetarisiert als jedes Handyspiel aus China. 🙂
Und ja “man muss nicht zahlen” – das musst du bei Handypsilen aus China auch nicht. Das Konzept solcher Spiele ist, dass ein Bruchteil der Spieler einen Großteil der Kosten übernehmen. Das kann dir jeder sagen, der wich 2 Minuten damit beschäftigt.
Natürlich sind einige oder viele berechtigte Kritikpunkte vorhanden (je nachdem ob man im Projekt ist, oder von außen drauf schaut), gerade was die überlange Entwicklungszeit, das Projektmanagement und die fragwürdige Kommunikation betrifft.
Allerdings finde ich den Vergleich mit asiatischen Mobile-Spielen nicht haltbar. Die Monetarisierung bei SC ist zwar ohne Frage aggressiv und teilweise auch schwer vermittelbar, aber sie basiert auf einer freiwilligen Unterstützerbasis, die sich, so paradox das klingen mag, bewusst für dieses Finanzierungsmodell entschieden hat.
Kleines Beispiel: Candy Cush Saga gibt es auch seit 2012. Bis 2023 hat das Mobile Game über 20 MRD USD Umsatz generiert (laut einem Artikel von Heise Online – nicht verlinkt, weil ich gerade nicht sicher bin, ob ich das darf). 😉 Auch hier sei nochmal gesagt: die Merheit der Spieler von Candy Crush Saga, haben vermutlich keinen Cent in das Spiel gesteckt.
In SC hat die Community in vielen Punkten Einfluss (oder es wird zumindest so vermittelt), der Entwicklungsprozess ist offener einsehbar (als bei anderen Projekten bisher und damit auch schwer überschaubar für Neueinsteiger), und viele Unterstützer sehen sich als Teil eines Experiments. Nicht als klassische Kunden, die abgezockt werden sollen. Das ist ein grundlegend anderer Ansatz als bei Spielen, die auf Darkpattern Mechaniken setzen, um Whales abzukassieren. Wobei CIG tatsächlich in den letzten 12 bis 24 Jahren das Marketing auch mit FOMO Elementen und Dark Patteransätzen versehen hat hier und da. Das sollte man mal kritisch betrachten und berichten.
Auch der Vergleich mit einem Spiel wie Balatro ist schwierig. Natürlich können kleine Indie Projekte großartig werden, das eine schließt das andere nicht aus.Wie viele Indie Early Access Titel sind im Limbo versunken?
SC verfolgt ein Ziel, das weit darüber hinausgeht, was Indie Spiele schaffen könnten, oder worauf Indie Titel technisch Zugriff haben um ein Spiel zu erstellen (Meshing in der Form ist ja nun mal ein in Eigenentwicklung neuer industrieller Meilenstein an dem Blizzard und Co. gescheitert sind). Man mit weniger auch Erfolg haben, aber darum geht es ja nicht.
Der Anspruch, ein riesiges, komplexes, simulationsähnliches Universum zu schaffen, bringt nun mal eine ganz andere Entwicklungsrealität mit sich.
Selbst mit einem besseren Projektmanagement, als Chris Roberts wäre das Projekt vermutlich jetzt noch nicht released.
Trotz aller berechtigten Kritik finde ich es wichtig, das Projekt differenziert zu betrachten. Es läuft nicht alles rund, und vieles hätte besser kommuniziert oder umgesetzt werden können. Gleichzeitig gibt es aber messbare Fortschritte und das zeigt, dass intensiv entwickelt wird, also Bewegung im Projekt ist. Das dürfte mit ein Grund sein warum überhaupt noch Geld ins Projekt geht. Der starke Start dieses Jahr beweist zudem, das der selbst gegebene Fokus von CIG für 2025, auf Bugfixes und Spielbarkeit, bei der Community gut ankommt und im Gegenzug auch mit weiterer Unterstützung quittiert wird. Was dieses Projekt von allen gescheiterten Crowdfunding Projekten unterscheidet.
Ob das am Ende das große Versprechen einlöst, steht auf einem anderen Blatt. Aber wer nur die negativen Aspekte herausstellt und aktuelle Entwicklungen ausklammert zeichnet nur ein verzerrtes Bild.
Das mit der Constellation ist zwar richtig und hab ich weitergegeben. Aber ein Jahr ist kein Release-Datum und angesichts der bekannten Vergangenheit kannst nicht auf eine Jahresangabe was geben.
Und für den KI-Spruch entfern ich deinen Kommentar, das ist einfach nur dreist und frech.
Ich schätze den Austausch hier. Danke, dass du dir die Zeit nimmst, zu antworten.
Vielleicht hätte die Titanic besser gepasst.
Käpten da ist ein Eisberg. Keine Sorge wir sind mit Volldampf auf der Ziellinie.
Ich frage mich gerade, mit welchem Schiff ich dann immer geflogen bin, das heißt nämlich zufällig Constellation Andromeda….