Star Citizen: Handel mit Raumschiffen beschert einem Spieler ein Auto

Star Citizen ist ein Phänomen. Nicht nur ist es ein sehr ambitioniertes Spiel, das Wetraum-Action mit MMO und Shooter vermischen will, nicht nur wegen der enormen per Crowdfunding eingenommenen Summe, sondern zudem wegen des Handels mit Ingame-Schiffen.

Immer wieder veröffentlicht das Entwicklerstudio Cloud Imperium neue Raumschiffe, die sich Fans von Star Citizen gegen echtes Geld kaufen und dann dem Fuhrpark hinzufügen können – in der Hoffnung, diese irgendwann bei Release des Spiels fliegen zu können. Diese Schiffen kosten mitunter einige hundert Dollar. Doch der Handel mit den Schiffen zwischen den Spielern bringt teilweise noch viel mehr Geld ein.

Star CitizenDer blühende Handel mit Star-Citizen-Raumschiffen

Kyle Brodzky war Backer der ersten Stunde und kaufte sich 2013 ein sehr günstiges Pre-Order-Paket mit einer Raumschiff-Versicherung. Mit einer Geschenkkarte erwarb er ein weiteres Raumschiff, das er allerdings doch nicht haben wollte. Es gab keine Möglichkeit für ihn, das Schiff „umzutauschen“. Da fragte er im Forum mehr als Scherz, ob jemand das Schiff kaufen wollte. Damit trat er eine Lawine los. Ein Spieler kaufte ihm das Schiff für 146 Dollar ab. Viel mehr, als es eigentlich gekostet hatte. Denn zum damaligen Zeitpunkt besaßen die Schiffe noch Versicherungen, die nicht extra gekauft werden mussten.

Da er Backer der ersten Stunde war, war es ihm möglich, immer wieder neue Schiffe mit Versicherungen zu kaufen, die anderen vorenthalten blieben, die später in das Crowdfunding eingestiegen waren. Also kaufte er regelmäßig versicherte Schiffe und verkaufte diese teurer weiter. Dies nahm immer größere Ausmaße an. Sogar Mittelsmänner, die sich für einen sicheren Verkauf zur Verfügung stellten, verdienten an den Transaktionen gutes Geld. Es ging sogar so weit, dass Ingame-Trophäen oder kosmetische Gegenstände für deutlich mehr Geld verkauft wurden, als sie eigentlich wert waren. Nur, weil bestimmte Backer diese günstig erhielten und andere sie haben wollten.

Vom Pixel-Raumschiff zum echten Auto

Hornet Star CitizenKyle Brodzky erklärt, dass der Handel mit den Raumschiffen in Star Citizen blühte. Es wurde nicht nur Geld für die Schiffe geboten, sondern überdies Keys für andere Spiele und sogar tatsächliche Motorräder und Autos. Kyle Brodzky stieg aus diesem Geschäft aus, als sein Auto kaputt ging und er von seiner Bank 5.000 Dollar holte, um sich ein neues Auto kaufen zu können. Diese 5.000 Dollar hatte er rein durch den Handel mit Raumschiffen verdient. Er machte sich Gedanken darüber, dass andere diese 5.000 Dollar im Prinzip für nichts anderes als Pixel ausgegeben hatten, während er sich davon ein Auto kaufen konnte.

Eigentlich war er froh darüber, doch aus dem Schiffshandel in Star Citizen stieg er aus. Ein paar coole Schiffe besitzt er aber noch, in der Hoffnung, diese irgendwann mal im MMO fliegen zu können.

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Quelle(n): Waypoint Vice
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