Der 36-jährige Streamer „Staiy“ ist auf Twitch hauptsächlich für seine Meinungs- und Reaction-Inhalte bekannt. Auf seinen YouTube-Kanälen werden hauptsächlich Ausschnitte aus seinen Streams hochgeladen. Nun wurde sei Account fälschlicherweise von YouTube gesperrt, doch obwohl die Plattform den Fehler zugibt, bleibt der Kanal offline.
Update 19:15 – Der Kanal ist mittlerweile wieder zu erreichen.
Originalmeldung:
Was hat es mit der Löschung auf sich? Wie Staiy in einem aktuellen Stream berichtet, erhielt er am 25. Mai eine E-Mail von YouTube: Sein Zweit-Kanal „Zweitklassige Reaktionen“ sei wegen „schwerwiegender und wiederholter“ Verstöße gegen die Richtlinien entfernt worden.
Auf dem Kanal landen hauptsächlich Reactions, die der Streamer – oder wohl eher sein Cutter – ungeeignet für den Hauptkanal halten.
Kanal wurde offenbar fälschlicherweise gelöscht
Was ist das Problem? Davon gibt es gleich mehrere. Die Begründung, die YouTube für die Entfernung des Kanals angibt, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien zum Verkauf von illegalen oder gesetzlichen Beschränkungen unterliegenden Waren oder Dienstleistungen.
Diese Richtlinien verbieten unter anderem das Anbieten von Drogen, Glücksspiel, sexuellen Dienstleistungen und Menschenhandel. Das sind Themen, zu denen sich Staiy bereits mehrfach kritisch äußerte. Es erscheint also unwahrscheinlich, dass er solche Waren oder Dienstleistungen angeboten haben soll.
Der Content Creator erklärt ebenfalls, dass er nichts Derartiges angeboten oder Verlinkungen dafür auf seinem Kanal gehabt habe, das sei „totaler Schwachsinn“. Der Account soll also fälschlicherweise gelöscht worden sein – und das ohne jegliche Warnung.
Denn eigentlich entfernt YouTube selbst im Falle eines tatsächlichen Verstoßes erstmal nur die betreffenden Inhalte und spricht eine Verwarnung aus. Erst bei 3 „Strikes“ innerhalb von 90 Tagen wird der Kanal im Normalfall entfernt.
Besonders ärgerlich: YouTube gibt den Fehler sogar zu, doch der Kanal bleibt trotzdem offline.
Twitch-Streamer ist fassungslos: „Wie kann das sein?“
Wie reagiert Staiy? Der Streamer setzte sich umgehend mit YouTube in Verbindung, um die Sache zu klären. Da es sich nur um seinen Zweitkanal handelt, ist der Schaden für ihn zwar zu verschmerzen, doch insbesondere ein Detail in der E-Mail von YouTube ließ ihn hellhörig werden.
So sollte es ihm nach der Löschung seines Kanals auch verboten werden, einen neuen Kanal zu erstellen oder auf einen anderen Kanal zuzugreifen. Somit wäre auch sein Hauptkanal betroffen. Zudem hat Staiy als größerer Streamer auch Angestellte, die sich um seine Inhalte kümmern und deren Job gefährdet ist, wenn ein Kanal einfach so verschwindet.
Wie verlief die Kommunikation mit YouTube? Trotz der angekündigten Bearbeitungszeit von mindestens 2 Tagen habe sich YouTube innerhalb weniger Minuten bei ihm gemeldet, erzählt Staiy. In der Antwort auf seinen Appeal heißt es, man habe den Kanal erneut überprüft und keinerlei Verstöße feststellen können.
Der Kanal werde also innerhalb von 48 Stunden wiederhergestellt, so YouTube. Das war am 25. Mai, doch auch 3 Tage später, als Staiy die Situation im Stream anspricht, ist der Kanal immer noch offline. Auch heute, am 30. Mai, erhält man noch eine Fehlermeldung, wenn man versucht, „Zweitklassige Reaktionen“ aufzurufen (Stand: 12:15 Uhr).
Besonders ärgert den Content Creator, dass sein Kanal offenbar automatisch gelöscht wurde, aber auch menschliche Intervention ihn nicht so einfach zurückholen kann. Daher wolle er auf diesen Fehler im System aufmerksam machen, schließlich könne es ja auch seinen Hauptkanal oder den eines anderen YouTubers jederzeit treffen.
Ich denke, wie kann das sein? Wie kann das sein, dass die Reaktion darauf ist: „Ja, wir haben einen Fehler gemacht, aber er kommt nicht zurück.“ […] Ich bin echt ziemlich froh, dass ich mich nicht auf [die Plattformen] verlassen muss, weil wenn es darum geht, dass die innerhalb von Sekunden einfach deine gesamte Kanal-Existenz löschen können, ist das schon ziemlich besorgniserregend.
Ob der Fehler behoben wird und Staiy seinen Kanal zurückbekommen kann, bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit scherzt er, dass die Inhalte des Zweitkanals auf der Website Clipfish hochgeladen würden. Dabei handelt es sich laut dem Content Creator hauptsächlich um Reactions zur Survival-Show Arctic Warrior.
Eigentlich ist es die Streaming-Plattform Twitch, die sonst des Öfteren für plötzliche Banns und mangelnde Kommunikation kritisiert wird. Gerade für kleinere Content Creator ist das ein großes Problem, denn ihnen gehen für die Dauer der Sperren ihre Einnahmequellen verloren.
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Wäre nur für ihn ein Verlust gewesen, für viele andere ein Segen.
Naja ich hab ehrlichgesagt wenig Mitleid mit Leuten die sich von US-Unternehmen abhängig machen. Das Risiko sollte jedem bewusst sein der seine Existenz auf solch wackeligen Säulen aufbaut.
Es gibt viel wo etwas verbockt werden kann, insbesondere wenn Menschen im spiel sind. Ups, in allen sind wir Menschen verwickelt und Menschen können Fehler machen.
Dann ist es aber auch den Fehler zuzugeben und nicht zu verleugnen.
Schlimmer ist es den Fehler zuzugeben und den Fehler nicht auszubessern oder bei Problemen wenigstens Rückmeldung zu geben das daran gearbeitet wird.
Dann hilft nur Öffentlicher Druck wie z.B. ein Artikel auf Mein-MMO, Zeitung oder einer anderen großen Plattform mit sehr vielen Lesern.
Clipfish? die Seite gibt es zeit 2017 nicht mehr ober ok
Clipfish existiert seit 2017 nicht mehr, das war seitens des Streamer wohl ein Joke! 😂 Good Job!
Jap, ist korrigiert
Ich kann den Kanal wieder aufrufen.
Ja, lautes Beschweren scheint zu wirken 😀
Ist aktualisiert 🙂