Ein Spieler will seine kaputte Grafikkarte reparieren lassen und schickt sie ein. Der Verkäufer löst das Problem, indem er dem Nutzer den Kaufpreis erstattet und die Grafikkarte verschrotten lässt.
Ein Nutzer berichtet, dass er seine RTX 4090 für eine Reparatur oder einen Austausch eingeschickt hatte. Er erklärte, dass er wiederholt schwarze Bildschirme und Systemneustarts beobachtet haben will und meinte, dass die Grafikkarte unter Last sehr heiß geworden sei.
Da die Garantie des Verkäufers kurz vor dem Ende gewesen sei, entschied er sich dazu, die Garantie zu nutzen und seine Grafikkarte einzuschicken und wählte explizit Reparatur oder Ersatz. Das schreibt er in seinem Post auf Reddit.
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Spieler bekommt Geld erstattet, Verkäufer vernichtet Grafikkarte als Elektroschrott
Anstatt Ersatz oder einer Reparatur erhielt der Nutzer laut eigenen Angaben nur eine Gutschrift und den Hinweis, die Grafikkarte sei nicht reparierbar und man habe die Grafikkarte bereits als Elektroschrott entsorgt. Und das ohne vorherige Absprache und ohne Möglichkeit, die defekte Hardware zurückzuerhalten. Das musste der Nutzer feststellen als er den Verkäufer kontaktierte. So erklärte dieser in einer Mitteilung an den Käufer:
Der Defekt war so schwerwiegend, dass das Produkt nicht mehr repariert werden konnte. In solchen Fällen schreibt unsere Richtlinie vor, dass das Gerät ordnungsgemäß als Elektronikschrott entsorgt werden muss – was in diesem Fall leider bereits geschehen ist.
Für den Spieler ist diese Aktion völlig unverständlich. So erklärte er: „Ich hatte ausdrücklich ‚Reparatur oder Ersatz‘ ausgewählt, doch am Ende erhielt ich eine Rückerstattung, die ich nicht gewählt hatte, und mir wurde mitgeteilt, dass es nicht mehr möglich sei, meine eigene Karte zurückzubekommen.“
Besonders ärgerlich sei außerdem, dass er mit dem Verkäufer jahrelang sehr zufrieden gewesen sei und deswegen gerade nur so enttäuschter von der Aktion sei.
Hat der Hersteller auf die Vorwürfe reagiert? Bisher noch nicht. Zumindest schreibt der Nutzer nichts davon. Spannend ist jedoch, dass Verkäufer in seinen eigenen Nutzungsbedingungen ausdrücklich vorsieht, dass ein Produkt nur auf Wunsch des Käufers recycelt wird und nicht automatisch. Hier steht nämlich:
Sollte dein Produkt durch unsachgemäßen Gebrauch oder eine physische Einwirkung beschädigt worden sein (z. B. Wasser- oder Sturzschaden), steht dir bei uns auch eine kostenpflichtige Reparatur offen. Wenn du darauf verzichtest, bekommst du dein Produkt unrepariert zurück oder wir recyceln es auf Wunsch kostenlos für dich.
Wichtig ist auch, dass der zwar Verkäufer grundsätzlich vier verschiedene Optionen für beschädigte Produkte anbietet (kostenlose Reparatur, Teil- oder Vollersatz durch ein gleichwertiges Produkt, Rückerstattung des Kaufpreises oder eine Preisreduktion), aber laut eigenen AGBs nach eigenem Ermessen zwischen diesen Optionen wählen könne, sofern keine ausdrückliche Vereinbarung mit dem Kunden bestehe.
Die Entsorgung der Hardware ohne Absprache mit dem Käufer wirkt für viele aus der Community unverständlich. Insbesondere, weil einige Nutzer erklären, dass es sich vermutlich um einen Fehler gehandelt haben soll, „der in weniger als einer Stunde behoben werden kann“.
Das ist übrigens nicht der erste Fall, in dem Verkäufer oder Hersteller seltsame Sachen bei der Garantie oder Reparatur veranstalten. So schickte ein Nutzer seine kaputte RTX 5090 zurück, das Unternehmen antwortete ihm mit einer Rechnung über 2.900 Euro. Denn die Firma hatte einen Bruch an der Grafikkarte entdeckt, den man nur unter dem Mikroskop sehen kann: Spieler sendet kaputte RTX 5090 zur Reparatur, der Hersteller schickt ihm eine Rechnung über 2.900 Euro zurück
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