Spellbreak hatte in der Beta noch Probleme – So spielt es sich jetzt nach dem Launch

Das ungewöhnliche Battle-Royale-Game Spellbreak lässt euch als Zauberer wilde Gefechte mit magischen Handschuhen und Runen ausfechten. Das Spiel startete weit erfolgreicher, als es die Entwickler vorhergesehen hatten. Auch MeinMMO-Autor Jürgen Horn findet das Spiel jetzt viel besser als in der Beta. Außerdem haben die Entwickler in einem Interview erklärt, wie der Launch lief und was sie noch bringen wollen.

Was ist Spellbreak? Spellbreak ist ein ungewöhnliches Battle-Royale-Game. Ihr spielt einen Zauberer, der sich unversehens in den „Hollow Lands“, einer verwüsteten Fantasy-Welt, wiederfindet. Dort gilt es, die Magie zu meistern und andere Zauberer umzunieten. Nur so kann man der „Ultimative-Kampfmagier“ werden.

Die besonderen Features von Spellbreak sind:

  • Jeder eurer Helden kann fliegen und schweben
  • Ihr wählt vor Spielbeginn eine Klasse, darunter Eismagier, Feuermagier oder Blitzzauberer
  • Abhängig von der Klasse startet ihr mit einem Handschuh, der euch Zugang zu besonderen Attacken und Skills gibt. Ihr seid also niemals wehrlos.
  • Im Spiel könnt ihr noch einen zweiten Magiehandschuh finden und die Effekte kombinieren.
  • Zusätzlich gibt’s noch Runen, die als Utility-Skills fungieren und euch unsichtbar machen oder Teleports ermöglichen.

Ansonsten gilt das übliche Battle-Royale-Konzept. Loot sammeln, stärker werden, Gegner killen und als letzter am Ende übrig bleiben. Die Spielwelt wird dabei beständig durch einen magischen Sturm kleiner und sorgt dafür, dass man sich nicht ewig verstecken kann. Hier seht ihr den Launch-Trailer:

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Spellbreak – Von „geht so“ bis „Wow, das macht richtig Bock!“

So war meine erste Erfahrung mit Spellbreak: Kurz vor dem Ende der Beta von Spellbreak haben MeinMMO-Kollege Noah Struthoff und ich Spellbreak angespielt. Am Ende waren wir etwas ratlos. Denn das Spiel hatte gute Ideen. Die Idee der Magie und der Kombos gefiel uns. Auch das Setting war originell und das Fliegen war auch cool.

Aber auf der anderen Seite war das Spiel nicht sonderlich einsteigerfreundlich. Wir wussten oft nicht, was wir mit den Magiehandschuhen machen sollten und dann waren entweder ewig keine Gegner da oder wir wurden sofort von irgendwelchen uns völlig überlegenen Profis weggeknallt. Unser Fazit war daher auch „Ja, das könnte was werden, aber da muss sich noch etwas tun und man muss mehr Erfolgserlebnisse haben.“

spellbreak beta brutzel
In der Beta waren Noah und ich noch völlig überfordert.

Gemischte Gefühle zum Launch: Da meine ersten Sessions in Spellbreak so frustrierend waren, war ich anfangs nicht sonderlich begeistert, das Spiel zum Release nochmal zu spielen. „Jo mei, was wird sich da schon groß geändert haben?“ seufzte ich fatalistisch und installierte das Ding pflichtbewusst. Einer muss es ja machen. Und wer weiß, vielleicht haben die Devs ja echt was verbessert. Die Idee von Spellbreak und der an die Anime-Serie Avatar erinnernde Grafikstil haben mir eigentlich gut gefallen.

So geil lief es gleich beim ersten Game nach Release: Und was soll ich sagen? Das Spielgefühl war nach dem Release ein komplett anderes. Kaum war ich gelandet, ging die Action schon fett los und ich kam sofort ins Spiel rein. Ich hatte eine Blitzmagierin gewählt. Die ballert die Blitzte im Schnellfeuer raus und erinnert ein bisschen an eine magische Maschinenpistole.

Da viele der Noobs, die neu angefangen hatten, aber wohl den cool aussehenden Feuermagier spielten, ballerte ich schon kurz nach der Landung mehrere Gegner weg. Denn die Feuerbälle richten zwar viel mehr Schaden pro Treffer an als meine kleinen Kitzelblitze. Aber sie sind gut sichtbar, langsam und können nur mit spürbarer Verzögerung geworfen werden.

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Der Gegner ist tot, jetzt wird gelootet!

Ich hingegen rannte und schwebte um die Gegner herum und britzelte sie immer wieder, bis alle im Staub lagen. Ich schnappte mit ihren Loot und es folgte ein wilder Raubzug durch die restliche Map.

Gegner ballerte ich mit Blitzschlägen weg oder zersetzte sie im Nahkampf mit meinem neu gefundenen Säure-Handschuh. Der funktioniert wie eine Shotgun und ist im Nahkampf super gefährlich. Kombiniert mit einer Unsichtbarkeitsrune konnte ich so einige Gegner aus dem Hinterhalt wegätzen.

Am Ende fiel auch der letzte Gegner unter meiner magischen Macht und ich hatte gewonnen! Ein kompletter Sieg gleich beim ersten Spiel. Yeah, so sieht motivierendes Gameplay aus!

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Gleich die erste Runde gewonnen, das passiert in Battle-royale-Games nicht oft.

Anstatt also das Spiel nach drei frustrierenden Runden wütend zu deinstallieren, zockte ich den ganzen restlichen Abend nix anderes und war total begeistert.

Darum macht Spellbreak so viel Spaß: Was auch immer die Entwickler gemacht haben, der Release-Build von Spellbreak macht irre viel Spaß und die Magiehandschuhe (die Waffen im Spiel) spielen sich nun gefühlt viel intuitiver als noch in der Beta.

Spellbreak ist erfolgreich gestartet, macht sogar Battle Royale-Muffeln Spaß

Wenn man mal raus hat, wie ein bestimmter Zauber funktioniert und man ihn mit einer typischen Shooter-Waffe in Verbindung bringt, geht der Rest ganz von alleine. So sind die Blitze Schnellfeuerwaffen, der Eishandschuh ist eine Art Sniper-Rifle und die Gifthandschuhe sind mit ihrer Streuung sowas wie eine giftige Shotgun.

Da man sich mit der Flugfähigkeit und einigen Runen sehr schnell bewegen kann, geht das Spiel sehr flott von der Hand und die Kämpfe sind dank der vielen Effekte und des coolen Cel-Shading-Grafikstils ein großer Spaß. Eine Runde geht schnell und wenn man mal verliert, ist man gleich wieder im Getümmel und kann in einer neuen Runde weitermachen.

Entwickler verraten Details zur Zukunft:

Mit wem haben wir gesprochen? Nach der coolen ersten Runde in Spellbreak ergab sich ebenfalls eine Gelegenheit, mit den Entwicklern nochmals ein Interview zu führen. Hier stand mir erneut Executive Producer Cardell Kerr vom Studio Proletariat zur Verfügung.

Wie lief der Launch? Auf meine Frage zum Launch des Spiels und wie der denn gelaufen sei, war Cardell sehr zufrieden und gab mir die folgende Antwort:

Der Launch hat all unsere Erwartungen übertroffen! Es ist sehr schwer, auf so vielen Plattformen und in so vielen Regionen zu releasen und wir haben alle möglichen Probleme vorhergesehen. Wir dachten, dass wir die erste Woche nur damit beschäftigt sein werden, das Spiel überhaupt am Laufen zu halten. Doch es lief fast alles glatt. Wir waren auch wirklich überrascht von der anfänglichen und hohen Nachfrage.

Lediglich ein paar Bugs bei der Auswahl der Region und diverse Cheater machten zum Start Probleme. Ansonsten sei wohl alles erfreulich gut gegangen.

gamescom spellbreak fliegen
Auch der Cel-Shading-Stil, der an die Serie Avatar erinnert, kommt gut bei den Fans an.

Influencer als Erfolgsfaktor: Der starke Start und das rege Interesse an Spellbreak liegt wohl laut Cardell auch daran, dass schon früh einige Streamer und Influencer das Spiel aus Neugierde in der Alpha damals gespielt hätten. Davon seien einige aus eigenem Antrieb zum Release zurückgekommen und dank ihrer Vorerfahrung hätten sie gleich starkes Gameplay gezeigt. Das habe noch mehr Spieler angelockt und beim Spiel gehalten.

Wie wollen die Entwickler weitermachen? Nach dem starken Start des Spiels wollen die Entwickler hier anknüpfen. Jede Woche soll nun ein neuer Inhalt kommen. Darunter Änderungen an der Map, Events, neue Runen oder sogar neue Handschuhe, also Waffen. Nach dem Launch kamen so beispielsweise die Runen für Schattenschritte und Zeitmeisterschaft wieder ins Spiel. Die wurden erstmal entfernt, weil sie recht komplex sind und das Spiel ohnehin schon nicht so einfach zu kapieren sei.

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Was sind eigentlich die Hollow-Lands? Das wird in späteren Chapters noch enthüllt.

Im Oktober soll außerdem der aus der Beta bekannte und dort beliebte Modus „Clash“ wiederkommen. Das ist kein Battle-Royale, sondern ein 9vs9-Deathmatch. In der Beta war das noch im Format 3vs3, aber laut Cardell würde Clash mit 9vs9-Spielern noch mehr Spaß machen.

Außerdem soll es im Oktober noch ein Halloween-Event geben, das mit besonderen Kostümen und Events aufwartet.

Später im Jahr soll dann noch das sogenannte Chapter System starten. Das wird Quests enthalten,  die ihr in der Spielwelt absolviert. Außerdem wird die komplexe Story um Spellbreak hier eine Rolle spielen. „Was sind die Hollow Lands und was macht ihr da überhaupt?“ Das soll nach und nach in diesen Chapters erklärt werden.

Was ist mit PVE? In unserem Interview fragte ich Cardell noch, ob er mal PvE-Elemente im Spiel plane. Das sei weiterhin ein Thema, aber nicht für die nahe Zukunft:

Das ist nichts, womit wir in der nahen Zukunft rechnen. Das Spiel ist schon recht komplex und wir wollen die Spieler nicht mit noch mehr Spiel-Elementen überfordern. Wir wollen erstmal den PvP-Modus vertiefen, bevor wir ganz neue Elemente wie PvE einführen.

Doch auch ohne PvE-Modus macht Spellbreak einen Heidenspaß und ich kann jedem Fan von Battle-Royale das Spiel nur ans Herz legen. Ihr bekommt es kostenlos über den Epic-Store. Wenn ihr noch mehr interessante Battle-Royale-Games sucht, dann findet ihr sie hier in unserer großen MeinMMO-Liste zu den besten Battle-Royale-Spielen 2020.

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