Sony richtet seine Gaming-Strategie neu aus. Statt weiterhin den Fokus auf den Verkauf der PS5 zu legen, soll nun die Rentabilität durch bestehende Spieler und aktive Nutzer in den Mittelpunkt rücken.
Was hat Sony an seiner Strategie geändert? Sony verabschiedet sich jüngst vom Ziel, möglichst viele PS5-Konsolen zu verkaufen. Laut Finanzdirektorin Lin Tao liegt der neue Fokus auf den monatlich aktiven Nutzern (MAU, engl.: Monthly Active Users). Dieser Schritt soll die Rentabilität steigern und das Unternehmen langfristig stabiler aufstellen – Auch in Hinblick auf die Konkurrenz.
Warum verlagert Sony den Fokus von Verkaufszahlen auf aktive Nutzer? In einem Interview mit dem Playstation-Magazin Push Square macht Lin Tao die Motivation hinter dem neuen Ansatz deutlich. „Früher lag der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Einheiten, aber jetzt konzentrieren wir uns auf monatlich aktive Nutzer (MAU)“, sagte sie über die Gaming-Sparte des Unternehmens. „Das Management konzentriert sich auf Engagement und MAU. Das führt zu Profitabilität.“
Dieser Strategiewechsel kommt nicht von ungefähr. Wie 3DJuegos berichtet, verzeichnete Sony im vergangenen Quartal einen leichten Rückgang auf 124 Millionen aktive Nutzer, nachdem zuvor ein Rekordwert von 129 Millionen erreicht wurde. Dennoch bleibt die Nutzerbasis erkennbar stark und stabil. Die hohen Nutzerzahlen bieten für Sony Potenzial für Monetarisierung durch digitale Verkäufe und Abonnements, anders als es beispielsweise Einmalverkäufe von Hardware bieten.
Sprich: Monthly Active Users (MAU) sind für Sony so entscheidend, weil sie direkte Einnahmen durch Käufe im PS Store, Abos wie PS Plus und Ingame-Transaktionen ermöglichen. Je aktiver die Nutzer sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Geld in Sonys Ökosystem ausgeben.
Sonys Ansatz scheint sich zu lohnen
Wie wirkt sich die neue Strategie auf Sonys Finanzen aus? Trotz oder aufgrund des Fokuswechsels konnte Sony sehr gute finanzielle Ergebnisse erzielen. Im letzten Quartal stieg der operative Gewinn um 184 % im Vergleich zum Vorjahr, was jedoch u. a. auch auf eine erhöhte Rentabilität der Hardware (durch jüngste Preisanpassungen bedingt) und verbesserte Verkäufe von Drittanbieter-Spielen zurückzuführen ist (via Push Square).
Allerdings gab es auch Herausforderungen für das Tech-Unternehmen. Die physischen Verkäufe von Spielen sind um 32 % im Vergleich zum Vorjahr gemäß neustem Geschäftsbericht (via Sony) stark zurückgegangen (via 3DJuegos).
Sonys strategische Neuausrichtung von Verkaufszahlen hin zu aktiven Nutzern zeigt den Wandel in der Gaming-Industrie, den andere Unternehmen wie beispielsweise Activision Blizzard schon lange vorantreiben. Während die PS5-Verkäufe weiterhin solide sind, liegt der Fokus nun auf der langfristigen Bindung und Monetarisierung der Nutzerbasis. Kritik an dieser Strategie wurde besonders laut, als Sony versuchte, das Koop-Spiel Helldivers 2 mit einem PSN-Zwang zu verknüpfen
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Ich geh da sogar noch einen Schritt weiter und “prophezeie” etwas:
Die PS6 wird eine generelle “Abo Pflicht” für alles “Sony-bezogene” einführen.
Alles was irgendwie über “Sony” läuft, also System-Updates, der Store und selbst die Spiele-Updates verursachen viel zu viel “Internet-Traffic” der einfach nicht mehr mit bloßen Konsolen/Spiele-Verkäufen auszugleichen ist…