Shooter Escape from Tarkov ist zu realistisch – Ingame-Markt stark von Ukraine-Krieg betroffen

Shooter Escape from Tarkov ist zu realistisch – Ingame-Markt stark von Ukraine-Krieg betroffen

Der knallharte Survival-Shooter Escape from Tarkov ist für seinen Realismus bekannt. Der russische Shooter hat ein komplexes Wirtschafts-System mit mehreren Währungen, deren Wert an die Währungen der echten Welt gebunden sind. Weil der russische Rubel durch die Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs im Wert abstürzt, hat das direkte Auswirkungen auf Item-Preise im Spiel. Von den Entwicklern kommt aber kein Wort zum Krieg.

Warum betrifft der Ukraine-Krieg die Preise in Escape from Tarkov? Wie die Seite „The Loadout“ berichtet, geht es bei den Preisen in Escape from Tarkov gerade drunter und drüber. Denn viele Items auf dem „Flea Market“ von Tarkov werden in der Ingame-Währung Rubel gehandelt, die sich am echten russischen Rubel orientiert.

Weil aber der russische Rubel in der letzten Woche gegenüber dem US-Dollar 36 % an Wert eingebüßt hat, verändert sich auch das Verhalten in Escape from Tarkov.

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Preise für russische Waffen fallen – US-Dollar wird wertvoller

Wie wirkt sich das aus? Es hat verschiedene Auswirkungen, weil man in Escape from Tarkov auch mit US-Dollar und Euro handeln kann.

Der Preis von osteuropäischen Waffen in Tarkov, die normalerweise in Rubel gehandelt werden, ist in den letzten Tagen stark gesunken. Die typischen Varianten der AK-74, der Kalaschnikow, kosten jetzt zwischen 37 % und 21 % weniger, berichtet The Loadout.

Zudem steigt die Zahl der Items, die an den Händler Peacekeeper verkauft werden, denn der zahlt in harten US-Dollars aus. Wer an den Peacekeeper verkauft, erhält in Relation mehr Gewinn aus seinem Loot als vorher.

Zudem werden auf dem Flohmarkt jetzt verstärkt die Items in den „harten Devisen“ Euro und US-Dollar gehandelt und nicht mehr so viel in der instabilen Währung Rubel.

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Das ist die Diskussion: Auf reddit sagt ein Spieler: Der Preis des Rubels im Spiel falle, es wird immer teurer, sich US-Dollar von Peacekepper zu holen. Er fragt, gibt es denn einen Weg, um daraus Profit zu erschlagen. Ergänzt aber: Im Spiel sei er kein Monster.

Auf reddit gibt’s aber keine wertvollen Wirtschafts-Tipps. Man diskutiert vor allem, warum es in Escape from Tarkov überhaupt so ist, dass die Währungen im Spiel an Echtgeld gekoppelt sind. Ein Nutzer erklärt, das sei ein spannendes Gameplay-Element. Denn es würde ein Teil des Spiels der direkten Kontrolle der Entwickler entziehen. Das trage zu einem spannenden Gameplay bei.

2021 nerfte Escape from Tarkov den Bitcoin

Gab es in Tarkov schon mal Ärger mit der Währung? In Escape from Tarkov gibt es auch einen Bitcoin, der an die Kryptowährung in der echten Welt gebunden ist. Diese Bitcoins in Tarkov kann man „farmen“.

Mitte 2021 wurde es den Entwicklern da aber offenbar zu bunt, als der Preis des Bitcoins massiv stieg. Über Twitter kündigte man an, der Wert des Bitcoins sei um 10 bis 15 % gefallen und man gehe davon, dass er in „absehbarer Zeit“ weiter fällt.

Das war bisher offenbar der einzige Eingriff von Battlestate Game in ihr Wirtschafts-Modell.

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Russische Entwickler sagen nichts zum Ukraine-Krieg – Fans haben Verständnis

Wie reagiert Tarkov auf den Ukraine-Krieg? Als russische Firma schweigt man über den Krieg.

Auf reddit gibt’s eine große Diskussion über dieses Schweigen. Ein Nutzer sagt: Leute, die sich ein Statement der Firma wünschen und wütend sind, weil keins kommt, hätten sie nicht mehr alle.

Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine: Weißrussische Truppen offenbar in Ukraine einmarschiert (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)

Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.

Man müsse begreifen, dass es völlig normal sei, zu dem Thema in Russland zu schweigen. Sonst werde man verhaftet. Man könne ja überall sehen, wie Leute verhaftet werden, die öffentlich gegen den Krieg in Russland protestieren.

Offenbar wird diese Haltung von vielen Spielern von Escape from Tarkov geteilt. Man hat viel Verständnis dafür, dass sich die Entwickler nicht persönlich in Gefahr begeben wollen. Man diskutiert vor allem, wie es mit Tarkov wirtschaftlich weitergehen soll.

Die weißrussische Firma Wargaming bezieht im Ukraine-Krieg deutlich Stellung:

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