Neues MMORPG auf Steam bekommt Raids nicht voll, Entwickler klagen über Review-Bombing

Neues MMORPG auf Steam bekommt Raids nicht voll, Entwickler klagen über Review-Bombing

Mit Ship of Heroes ist am 22. September 2025 ein neues Superhelden-MMORPG auf Steam an den Start gegangen. Die Bewertungen vieler Spieler fallen bislang negativ aus. Die Entwickler vermuten eine gezielte Kampagne gegen das Projekt.

Wie ist der aktuelle Stand bei Ship of Heroes? Am 22. September 2025 hat das neue Superhelden-MMORPG von Heroic Games seinen finalen Release gefeiert. Wobei es kaum Grund für eine Party gab. Die User-Rezensionen fielen von Anfang an negativ aus und auch bei den Spielerzahlen kam das neue Online-Rollenspiel nicht in die Gänge. Aktuell sehen die Zahlen wie folgt aus:

  • Der Peak für gleichzeitig aktive Steam-Nutzer lag vor 13 Tagen bei 100. Am Wochenende waren nur selten mehr als 10 Leute zeitgleich auf den Servern – Quelle: steamdb.info. So ist es natürlich schwer, genug Mitspieler für Dungeons und 60-Spieler-Raids zu finden.
  • Von den gerade einmal 100 User-Rezensionen auf Steam sind nur 20 Prozent positiv. Das sorgt im Durchschnitt für ein „Größtenteils negativ“.

Viel Kritik steckt vor allem das Bezahlmodell ein. Fast 60 Euro soll Ship of Heroes kosten. Dazu kommt ein verpflichtendes Abo, das ab dem zweiten Monat greift. Dafür versprechen die Entwickler: keine Mikrotransaktionen, kein Ingame-Shop, keine teuren Deluxe-Pakete und keine kostenpflichtigen DLCs. 

Das Problem: Ship of Heroes ist für viele Spieler einfach nicht gut und ausgereift genug, um Vollpreis plus Abo zu rechtfertigen. Es gibt Klagen über das technische Fundament, die hakelige Steuerung, die KI-Synchronisation und vieles mehr. Der Tenor vieler Kritiken: Andere deutlich ältere Superhelden-MMORPGs bieten sehr viel mehr Qualität und Content, und das mit Free2Play-Zugang.

„Review-Bombing-Trolle überschwemmen Steam-Foren“

Wie reagieren die Entwickler darauf? Die hatten einige Verfasser der Steam-Rezensionen bereits rund um den Launch mehrfach als Trolle bezeichnet. In einem angepinnten Post im Community-Bereich von Steam erklären sie jetzt zudem, dass sie ihrer Ansicht nach das Opfer einer „Review Bombing“-Kampagne sind.

In der ersten Woche wurde Ship of Heroes mit negativen Bewertungen bombardiert. […] Aus diesem Grund haben wir einige einfache Änderungen vorgenommen. Wir gehen auf die am häufigsten genannten Bedenken ein, da gute, ehrliche Menschen manchmal erhebliche Zweifel an einem Spiel haben und wir diese ausräumen möchten. Wir haben auch unsere Steam-Foren zurückgesetzt, um Diskussionen zwischen unseren Kunden und Spielern zu priorisieren. Da die Review-Bombing-Trolle die Steam-Foren mit Negativität überschwemmen, empfehlen wir allen, die das Spiel noch nicht gekauft haben und sich über das Spiel, seine Funktionen, Kultur und Zukunft informieren möchten, die SoH-Foren unter Shipofheroes.com zu besuchen.

Was ist dran an dem Vorwurf? Halten wir zuerst einmal fest, dass Ship of Heroes seit dem Release nicht wirklich von einer großen Flut an negativen Troll-Rezensionen überschwemmt worden ist. Dafür fällt die Zahl an Reviews bislang viel zu klein aus und dafür nehmen sich viele enttäuschte Spieler zu viel Zeit, um konstruktiv zu erklären, warum sie den Daumen runter zücken.

Dass die Kritik der Spieler ganz grundsätzlich berechtigt ist, spiegeln zudem die geringen Spielerzahlen wider. Warum sollten 2 Wochen nach Release kaum mehr als 10 Spieler zeitgleich online sein, wenn das Spiel sein Geld wert wäre? Viele der von den Käufern genannten Kritikpunkte lassen sich zudem leicht nachvollziehen, wenn man sich Gameplay in Videoform anschaut – etwa den Trailer hier im Artikel.

Dass sich zwischen der konstruktiven Kritik immer mal wieder auch Troll-Kommentare einfinden, liegt leider in der Natur des Internets, und wurde von den Entwicklern sogar befeuert. Als sie Kritiker als Trolle bezeichnet, kritische Posts gelöscht und ihre eigenwillige Definition von konstruktivem Feedback auf Steam veröffentlicht haben, kam das bei Teilen der Community gar nicht gut an.

Darüber hinaus ging das Team sehr leicht über die oft ausformulierte Kritik am Bezahlsystem hinweg: Man respektiere die finanziellen Bedenken, wolle aber am eigenen Plan festhalten. Mehr darüber erfahrt ihr hier: Neues MMORPG startet heute mit Vollpreis und Abo auf Steam, fängt sich dafür Kritik ein, reagiert angesäuert: „Trolle bleiben Trolle“

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Majora

Die Entwickler scheinen sich auf ihr Spiel zu viel einzubilden. Kritik und negative Bewertungen sind absolut legitim, darum gibt es sie ja.

Alle als trolle zu bezeichnen ohne auf die Inhalte der Kommentare/Bewertung einzugehen ist schon ziemlich grenzwertig.

Sie wollen an ihrer Finanzierung festhalten, schön nur sollte man sich so ein arrogantes Vorhaben auch leisten können, was sie sich bei 10 Spielern halt absolut nicht können.

Das Problem sind nicht die Spieler, sondern die völlig abgehoben publisher bzw Entwickler. Also je nach dem wer das entscheidet.

Fazit: Man muss kein Hellseher sein um zu wissen, das dass Spiel mit offenen Armen gegen die Wand fährt. Jeder Mensch mit restverstand, lässt logischerweise die Finger von so einer red flag. Zumal aktuell Titel erschienen sind und erscheinen, die für etwa selben Geld bessere Inhalte bieten. (Silksong, Digimon, Pokemon und so weiter)

Deadlyjoker

Scam of Heroes

Yoma

Zu dem Spiel kan ich nichts sagen, aber eine Anmerkung zu „Review-Bombing-Trolle“. Das wird ja immer wieder mal kritisiert, und nein ich mach sowas (idR) nicht, nur Reviews sind halt das einzige was Spieler beeinflußen können. Manchmal sind Sachen auch so schlecht da fällt mir dann selbst auch nur ein Trollkomentar dazu ein. Insofern sehe ich auch für Trollkomentare eine Berechtigung. Wenn Sachen gut sind interessieren auch keinen irgendwelche Trollkomentare. Das bereinigt sich zu 99% von selbst.

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