Eigentlich wollte ich nur kurz in SAROS reinschauen, doch das ist ein Ding der Unmöglichkeit

MeinMMO-Autorin Johanna hat SAROS ausprobiert.

SAROS erscheint am 30. April 2026 für die PS5. MeinMMO-Autorin Johanna konnte sich das Spiel vor Release anschauen und war fast zu gefesselt, um diesen Bericht schreiben zu können.

Zugegeben, das Erste, was mich auf SAROS hat freuen lassen, war der Schauspieler Rahul Kohli. Er leiht dem Protagonisten Arjun Devraj seinen Körper und seine Stimme, damit wir mit ihm über den fremden Planeten flitzen können. Ich fand den britischen Schauspieler schon in der Netflix-Serie Midnight Mass fantastisch, weswegen ich mich noch mehr darüber gefreut habe, ihn in dem Sci-Fi-Videospiel sehen und vor allem selbst spielen zu können.

Was ist das für ein Spiel? In SAROS spielen wir den Vollstrecker Arjun Devraj, der mit seinem Team von der Firma Soltari auf den Planeten Carcosa geschickt wurde. Die vorherigen Missionen sind gescheitert, weswegen wir jetzt untersuchen müssen, was mit unseren Vorgängern passiert ist. Arjun hat dabei noch eine ganz eigene Mission: Seine Frau Nitya war Teil der ersten Mission und der Vollstrecker hofft, sie zu finden oder zumindest zu erfahren, was mit ihr passiert ist.

Doch der Planet birgt ein großes Geheimnis, das zweifelsohne mit der Sonne zu tun hat. Die Umgebung scheint dafür gesorgt zu haben, dass andere Teammitglieder ihren Verstand verloren haben, und auch Arjun und sein Vollstrecker-Kollege Jerome scheinen immer seltsamere Dinge zu sehen.

SAROS entführt euch auf einen Planeten, auf dem nichts so bleibt, wie es zunächst war. Kurz: Es handelt sich um ein Roguelike und jeder Tod ist eine neue Chance, mit neuen Möglichkeiten zurückzukehren. Die eigentliche Spielzeit, die ich für diesen Ersteindruck eingeplant hatte – da ich einen kostenlosen Key vorab von SONY bekommen hatte –, wurde prompt von mir selbst umgeschmissen, denn ich konnte mich einfach nicht von dem Spiel lösen.

Video starten
Saros zeigt in seinem Gameplay-Trailer seine Action in Sci-Fi-Optik

Die größte Lüge überhaupt: Nur noch eine Runde

Wer hat es nicht schon mal gehabt: ein Multiplayer-Spiel, das ihr zusammen mit euren Freunden spielt, ihr eigentlich jetzt ins Bett gehen wollt und euer Kumpel sagt: Ach komm, noch eine Runde. Und dann spielt ihr noch eine Runde, weil nur noch eine Runde.

Das hatte ich bei SAROS ebenfalls, nur da es sich um ein Singleplayer-Spiel handelt, war das Spiel selbst mehr oder weniger derjenige, der mir Nur noch eine Runde ins Ohr geflüstert hat. Naja, vielleicht war ich das auch selbst alleine vor meiner PS5, die das geflüstert hat. Wir werden es nie erfahren.

Der größte Faktor für mein ständiges Nochmal-Spielen ist dabei ganz klar die Story, die mithilfe einer packenden Atmosphäre aufgebaut wird. Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht, doch da sterbe ich schon wieder bei einem Mini-Boss. Aber egal, direkt rein in die nächste Runde!

Am Anfang eines jeden Runs – oder Zyklus, wie es im Spiel genannt wird – bekommen wir eine Zusammenfassung, wie wir uns geschlagen haben. Unter anderem Zeit, gesammeltes Lucenite und unsere Steigerungsattribute werden uns aufgezeigt. Unmittelbar gibt mir das den Impuls, es direkt nochmal zu versuchen, denn ich denke mir: Kein Wunder, dass ich gestorben bin, ich hatte ja auch zu wenig XY!

Meist liegt es allerdings an mir selbst, denn SAROS verlangt einiges auf einmal von euch: Ausweichen, Schießen, Schlagen, mit dem Schild schützen und ganz wichtig – niemals stehenbleiben! Das kann beizeiten ganz schön viel auf einmal sein, sorgt aber auch für einen hohen Wiederspielwert, denn mit jedem Zyklus werde ich besser darin.

SAROS PS5 Rennen Umgebung
Ich kann euch leider nur Screenshots während des Rennens liefern, der Kampf ist dafür viel zu hektisch und aufregend.

Ein weiterer Grund, weswegen ich an meine PS5 gefesselt wurde, ist tatsächlich der Controller. Die Vibrationsfunktionen sind so gut für das Spiel angepasst, dass ich ihn gar nicht aus der Hand legen möchte. Für alles bekomme ich haptisches Feedback, sogar wenn ich das Spiel pausiere. Das zieht mich noch mehr in SAROS rein und lässt mich aktiver am Spielgeschehen teilnehmen.

Zudem ist es auch einfach nur toll, über Carcosa zu flitzen, denn der Planet sieht fantastisch aus und ich fühle mich bei den riesigen Bauten winzig.

SAROS PS5 Worldbuilding
Mit einer wunderschönen Landschaft im Hintergrund schafft es SAROS, den Planeten Carcosa so pompös wie möglich darzustellen.

Dicke Empfehlung an der Stelle: Spielt das Spiel mit Kopfhörern, wenn ihr könnt! Ich nutze selten Kopfhörer, doch um die Wucht und die Atmosphäre von SAROS vollkommen aufnehmen zu können, solltet ihr auch akustisch komplett in das Spiel eintauchen.

SAROS macht es mir auf Carcosa nicht leicht

Kommen wir zu Sachen, an die ich mich wirklich gewöhnen musste. Die L2-Taste ist sozusagen doppelt belegt: Einmal können wir, wenn wir sie nur leicht drücken, normal mit unserer Primärwaffe zielen. Drücken wir sie bis zum Anschlag, können wir Energie aus unserem Arm schießen.

Da ich es gewöhnt bin, nur eine Funktion für die L2-Taste zu haben, nämlich das Zielen, hat es wirklich gedauert, bis ich mit dieser Doppelbelegung einigermaßen zurechtgekommen bin. Unzählige Male bin ich gestorben, nur weil ich mich selbst durch das halbe oder ganze Drücken verwirrt habe.

Außerdem ist die Karte ziemlich klein; allgemein ist das HUD klein gehalten. Das hat mich am Anfang massiv gestört – schließlich ist mein Fernseher in einigem Abstand zum Sofa platziert –, doch die Karte dient eher zur groben Orientierung und nicht dazu, ganz genau die Landschaft abzuarbeiten.

SAROS Screenshot
An diesem Ort finde ich mich ziemlich häufig.

SAROS ist ziemlich anspruchsvoll für mich, denn es ist schon in den anfänglichen Gebieten gnadenlos. Beispielsweise ist das zweite Biom direkt eins, bei dem ihr einen nicht wiederherstellbaren Teil eurer gesamten Gesundheit verliert, wenn ihr von gegnerischen Angriffen getroffen werdet.

Nach einiger Zeit kann man beim Terminal aber Modifikationen freischalten, mit denen man sich den fremden Planeten etwas einfacher gestalten kann. Das musste ich dann tatsächlich auch nutzen, sonst hätte ich den ersten Boss wohl auch nicht legen können.

Fazit: Ihr findet mich die nächsten Tage auf Carcosa

SAROS bietet die perfekte Mischung aus Roguelike mit einer interessanten Story und einer atemberaubenden Atmosphäre. Man braucht Zeit, um in das Gameplay reinzukommen beziehungsweise es zu perfektionieren, doch das passt genau zu der restlichen Aufmachung.

Ich würde es auch nicht anders wollen, als dass Carcosa mir den Hintern versohlt, denn das macht das Erfolgserlebnis umso größer. Ein mildes Gameplay würde vor allem auch nicht zu der ernsten Geschichte passen. Schließlich steht hier etwas auf dem Spiel.

Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich muss wirklich los zu meiner PS5. Immerhin habe ich noch nicht herausgefunden, was mit Arjuns Frau passiert ist, und wirklich (!), nur noch eine Runde.

Werdet ihr auch in SAROS reinschauen? Schreibt es uns in die Kommentare!
Über den Release von SAROS freue übrigens nicht nur ich mich, sondern auch der Schauspieler des Hauptcharakters bestimmt mindestens genauso: „Guck, Mama, das bin ich“ – Schauspieler zeigt stolz auf TikTok, dass er jetzt ein Actionheld in einem PS5-Spiel ist

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
0
Sag uns Deine Meinungx