Roccat Syn Pro Air Test: Guter Klang mit schwacher Software

Roccat hat mit dem Syn Pro Air ein kabelloses Gaming-Headset mit RGB-Beleuchtung vorgestellt. MeinMMO hat das Gerät ausführlich getestet und verrät euch, wie gut das Gerät ist.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Roccat Syn Pro Air ist ein kabelloses Gaming-Headset mit abnehmbarem Mikrofon und RGB-Beleuchtung.
  • Das Gaming-Headset kostet 149,99 Euro und befindet sich damit im gehobenen Preisspektrum.
  • Im Test liefert das Gerät einen neutralen Klang und ein gutes Mikrofon. Die Ergonomie ist nicht für jeden Kopf gleichermaßen geeignet.

Um welches Headset geht es? Beim Roccat Syn Pro Air handelt es sich um ein kabelloses Gaming-Headset von Roccat. Der Hersteller Roccat setzt dabei auf eine hauseigene Wireless-Technik in Kombination mit RGB-Beleuchtung.

Wie haben wir getestet? Wir haben das Gaming-Headset 2 Monate ausführlich am Computer und an der PlayStation 4 getestet. Wir haben hauptsächlich gezockt und Musik gehört. 

Zu Beginn hatten wir ein paar technische Probleme in Kombination mit anderen Roccat-Geräten. Nach Hilfe durch den Support tauchten die Probleme nicht mehr auf und das Headset lässt sich problemlos nutzen. Die NEON-Software nutzen wir in der Version 0.9.3-beta.
DesignOver-Ear/Geschlossen
VerbindungsartWireless-Verbinung (Funk) oder USB-Kabel
Frequenzen12 Hz – 20 kHz
KompatibilitätPC, Xbox und PlayStation, Smartphone (mit USB-C-Adapter)
Gewicht286 Gramm (ohne Mikrofon)
LieferumfangHeadset, abnehmbares Mikrofon, Kurzanleitung, USB-C-Adapter, USB-A-Dongle, Aufladekabel (USB-C)
Preis (UVP)149,99 €

Roccat Pro Air im Detail

Im folgenden Abschnitt stellen wir euch das Gaming-Headset im Detail vor. Dabei gehen wir auf folgende Aspekte ein:

  • Lieferumfang
  • Design und Aufbau
  • Verarbeitung
  • Software

Danach erklären wir euch, wie sich das Headset in der Praxis schlägt. Hier gehen wir auf  Audio- und Sprachqualität ein und prüfen außerdem die Verbindungsstärke.

Lieferumfang

Welches Zubehör gibt es? Der Lieferumfang fällt für das Wireless-Headset umfangreich aus. Neben dem Headset bekommt ihr:

  • ein abnehmbares Mikrofon
  • einen USB-C-Adapter
  • den USB-A-Dongle für die Funkverbindung
  • das USB-C-Ladekabel für das Headset.

Die obligatorische Anleitung liegt ebenfalls in der Schachtel.

Roccat Syn Pro Air und Zubehör.

Design und Aufbau

Wie sieht das Headset aus? Das Headset kommt grundsätzlich in einem schlichten Schwarz und setzt im Allgemeinen auf keine Farbakzente. Die Ohrpolster und das Gestell sind vollständig in Schwarz gehalten.

Schließt man das Headset an seinen Computer an, dann aktiviert sich die dezente RGB-Beleuchtung, die sich auf beiden Ohrmuscheln befindet. Die Beleuchtung lässt sich mit anderen Roccat-Geräten synchronisieren.

Einschaltknopf, Lautstärkeregler für Sound und Mikrofon sind alle am Korpus des Headsets verbaut. Hier befindet sich auch der USB-C-Anschluss, mit welchem das Headset aufgeladen wird. Sobald man das Mikrofon hochklappt, wird das Mikrofon stummgeschaltet (gemutet).

Das Headset wird mit einem USB-A-Dongle an den PC angeschlossen. Eine Möglichkeit, das Gerät über Kabel oder über Klinkeanschluss zu betreiben, gibt es nicht.

Das Roccat Syn Pro Air von vorn auf dem Kopf.

Wie liegt das Gerät an? Das Roccat Syn Pro Air ist ein Over-Ear-Headset: Das heißt, das Headset wird komplett über den Ohren getragen und die Ohren liegen im Inneren der Ohrpolster. Das Mikrofon ist abnehmbar. Solltet ihr das Gerät etwa nur für Musik oder fürs Zocken verwenden, dann könnt ihr das Mikrofon entweder hochklappen oder ganz abnehmen.

Wandler des Headsets

Roccat setzt bei seinem Gaming-Headset auf 50 mm Neodym-Treibern mit einem Frequenzbereich von 15 Hz – 20 kHz.

Verarbeitung

Das gefällt uns: Das Headset ist ordentlich verarbeitet und sitzt auf dem Kopf stabil und sicher. Der Kunststoff-Korpus des Headsets macht einen guten Eindruck. Sowohl die Ohrmuscheln als auch die Kopfpolster am Bügel sind sauber und ordentlich vernäht.

Das gefällt uns nicht: Schaut man sich vergleichbare oder auch günstigere Gaming-Headsets wie etwa das AOC GH300, welches MeinMMO getestet hat, dann setzen andere Hersteller auf besseres Material wie mit Metall oder Aluminium verstärkte Kopfbügel.

Roccat setzt beim gesamten Korpus auf Kunststoff und auch die Höhenverstellung der Ohrmuscheln setzt auf Kunststoff-Schienen. Wie lang das bei einer ausdauernden Nutzung hält, können wir euch nicht sagen. In den rund zwei Monaten des Tests traten noch keine Abnutzungserscheinungen auf. 

Es ist dennoch verwunderlich, warum Roccat bei einem Headset für 150 Euro nur auf Kunststoff setzt. Schade ist ebenfalls, dass die Ohrpolster fest vernäht sind. Abnehmbar sind sie nicht.

Software

Das gefällt uns an der Software: Die Einstellungen des Headsets nehmen wir über Roccats neue NEON-Software vor. Roccat hat sich sichtlich Mühe gegeben, im Vergleich zur bisherigen Swarm-Software, das Programm zu entschlacken.

In der Software werden uns alle wichtigen Features und Funktionen angezeigt. Hier können wir den Sound einstellen, bekommen den Akkustand angezeigt und können den Equalizer konfigurieren. Auch die RGB-Beleuchtung können wir hier einstellen.

Das ist weniger gelungen: Insgesamt wirkt die gesamte Software nicht wirklich intuitiv. Man klickt sich durch die bunten Menüs und die Farben sind nicht immer perfekt abgestimmt (etwa beim Lautstärkeregler).

Außerdem fehlen innerhalb des Programms einige Erläuterungen. So müssen wir uns durch die Funktionen durchhören, um herauszufinden, wie sich die Einstellungen auf den Klang auswirken. Ebenfalls fehlt zum aktuellen Zeitpunkt die Möglichkeit, Profile abzuspeichern.

Hinzu kommt, dass man nach der Installation von NEON dann extern noch zusätzlich die “Turtle Beach Audio Driver” herunterladen muss, bevor man das Headset überhaupt verwenden kann.

Die Software steht zum aktuellen Zeitpunkt (29.09.2021) nur auf Englisch zur Verfügung. Die Einstellungen sind aber alle verständlich. Zumindest hat sich Roccat sich so von seinem Deutsch-Englisch-Mischmasch verabschiedet, den man in der Swarm-Software bis heute finden kann. Mit der Swarm-Software ist das Headset übrigens nicht kompatibel.

Auf der nächsten Seite stellen wir euch vor, wie sich das Roccat Syn Pro Air im Praxis-Test schlägt. Dabei gehen wir auf den Komfort, die Klangqualität und auf das Mikrofon ein und erklären euch, wie gut die Akkulaufzeit ist. Abschließend könnt ihr in unserem Fazit nachlesen, wie gut das Gaming-Headset ist.

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Sparplug

Ich hatte damals als es neu raus kam das Roccat Kave, welches ich mittlerweile sehr vermisse. Es war wirklich ein sehr gutes Headset, danach hatte ich immer wieder verschiedene andere Headsets und am Anfang diesen Jahres das Roccat Air 7.1 …. Das hat sich nach einem billigen Plastikbomber angefühlt. Ich war schon erschrocken was man da für 100€ bekam. Auch der Ton war wirklich mies. Und das hier sieht nicht sehr viel besser aus. Ich selber werde mir nächstes Jahr das Virtuoso xt anschauen

BuzzLightYear

Möchte an dieser Stelle einfach mal das Xbox Wireless Headset wärmstens empfehlen. Kostet 100€, hat ein zumindest brauchbares Mikrofon, der Ton allerdings ist für den Preis wirklich phänomenal (Firmware Update muss dafür aber unbedingt installiert werden). Die Verarbeitung und Platzierung der Regler/Buttons imho ebenfalls überzeugend, zumindest für mich 😉

Khalinor

“und ein gutes Mikrofon”
Das möchte ich anzweifeln.
Das einzige gute kabellose (nicht professionelle) Mikrofon das mir bisher untergekommen ist, ist das AntLion ModMic Wireles.
Alle anderen hören sich an als würde eine Ziege in einen Blechnapf pinkeln.
Und genau das ist auch der Grund, warum ich auf kabelgebundene Kopfhörer und Mikro setze und nicht auf so einen völlig überteuerten, RGB-beleuchteten Plastik-Müll mit garantierter Sollbruchstelle.
Ich hatte in meiner bisherigen Online-Gamer-“Karriere” zahllose Headsets, angefangen mit dem Sidewinder GameVoice Pro von Microsoft, Plantronics, Medusa 5.1, Logitech G35 um nur einige aufzuzählen.
Alle waren nach spätestens 2 Jahren nicht mehr zu gebrauchen da entweder das Kunstleder anfing abzublättern, die Kabelfernbedienung einen Wackler hatte (mehrfach) oder Ohrmuscheln über oder unter den Gelenken abgebrochen sind (mehrfach).
Und ich möchte bemerken, dass ich mit meinen Sachen pfleglich umgehe.
Seit mehreren Jahren habe ich einen Beyerdynamic DT 770 Pro 250 Ohm und ein AntLion ModMic V4 die zuerst an einer SoundblasterX G5 und aktuell an einer SoundblasterX G6 hängen.
Klanglich kommt da kaum ein Gamingheadset ran und wenn, dann meist zu einem überhöhten Preis.
Da der DT 770 Pro ein vollwertiger Hi-Fi Kopfhörer ist, macht er sich natürlich auch wunderbar am AV-Verstärker um abends die Nachbarn zu schonen wenn mal wieder ein Action-Kracher über den TV flimmert oder man einfach mal laut Musik genießen möchte.

So ein Gaming-Müll kommt mir jedenfalls nicht mehr ins Haus.

Zuletzt bearbeitet vor 17 Tagen von Khalinor
Efuchs

Na endlich mal einer mit Sinn und Verstand, im Gegensatz zumn Autor der den Roccat Müll auch noch ne 7 gibt. Klangtechnisch können alle Gaming Headsets einpacken, das einfach nur armselig wenn man mal gescheite Kopfhörer hatte. Dann noch komplett aus Plastik und nicht austauschbare Ohrmuscheln, das Ding kannst nach nem heißen Sommer in die Tonne treten, wenn man leicht schwitzt. Generell sollte man von Gaming Audio Hardware die Finger lassen und lieber von Firmen kaufen die wissen was sie mache. Also nen Standalone Mic von Shure/Rhode/Sennheise oder ModMic und gute Kopfhörer ab 200€ von Beyer/Sennheiser/AKG/ etc.

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