RIFT will mehr Geld einnehmen, zieht die Zügel im Cash-Shop an

Rift steckt aktuell in einer kleinen Krise – die Spieler gehen auf die Barrikaden, denn bestimmte Rüstungen können nur noch mit Echtgeld freigeschaltet werden.

Das Geschäft am Leben erhalten

RIFT hat in der vergangenen Woche den Zorn der Spieler auf sich gezogen und einen mittelschweren Shitstorm provoziert. Seit dem 27. Januar befindet sich bestimmte Ausrüstung faktisch gesehen hinter einer Paywall. Vor über einem Jahr hatte man mit „Nightmare Tide“ neue Ohrringe und Rüstungen eingeführt, für die „Plainswalker: Water“-Abzeichen benötigt wurden, damit man sie tragen konnte. Diese gab es entweder, wenn man sich eine bestimmte Version des Spiels gekauft hat, sie direkt im Ingame-Shop erstand oder sie über langes Farmen mit Spielwährung ergatterte. Und genau diese letzte Variante fiel nun weg.

Rift-3.1.-TitelAb jetzt ist es nur noch möglich, die entsprechenden Gegenstände aus dem Ingame-Shop direkt zu kaufen. Die Pay2Win-Vorwürfe – die nicht ganz aus der Luft gegriffen sind – folgten stehenden Fußes. Andere Spieler prophezeiten, dass man an dieser Änderung deutlich sehen könne, dass „Rift im Sterben liege“ und man nur noch die Spieler melken wolle, bis man das MMO beerdige.

Linda Carlson, die den Posten Director of Community Relations innehält und im Forum besser als „Brasse“ bekannt ist, reagierte auf Vorwürfe an einer anderen Front desselben Kampfes (Refer-Coins lassen sich nicht mehr gegen REX tauschen) und erklärte in einem umfangreichen Forenpost:

„Rift stirbt nicht, nicht im geringsten. Wir ändern, wie wir unsere Spieler um Unterstützung bitten, damit das Spiel auch zukünftig gesund bleibt und wir uns in die richtige Richtung bewegen.“

Spannend ist auch eine Zahl, die sie nennt, denn so würden selbst bei guten Free2Play-Spielen nur 7-15% der Spieler jemals reales Geld ausgeben. „Die Wahrheit ist, je mehr man umsonst gibt, desto schwieriger ist es, die Spieleentwicklung am Laufen zu halten.“ Patron-Spieler, Leute mit monatlichem Abo, könnten das Spiel nicht alleine finanzieren, sollten das auch nicht. Und eine Firma könne nicht davon leben, nur kosmetische Items im Shop zu verkaufen – diese seien nur etwas für 5-10% der Spieler.

Zur fetten Schrift greift sie sogar, als sie herausstellt: „Diese Entscheidung wurde nicht durch Gier gefällt. Es war eine Entscheidung, basierend auf der Realität ein Geschäft zu leiten – wie es bei jeder Art von Geschäft der Fall ist.“

Rift 3_1Die Glücksspielsucht anheizen

Auch für die kaufbaren Schließkasseten rechtfertigte man sich. Zahlreiche Spieler beschwerten sich über das System, denn die in den Kisten enthaltenen Gegenstände sind stark vom Zufall abhängig – und genau das wurmt einige Zocker sehr. Carlson schreibt dazu:

„Schließkassetten funktionieren [als Verkaufsobjekt], weil sie ein Element der Überraschung und Vorfreude beinhalten, das Menschen (und Zwerge) lieben. Unzählige Daten unterstützen den Fakt, dass die Leute es mögen, wenn sie überrascht werden und daher Schließkasseten eher annehmen, als den Kauf individueller Gegenstände im Shop.“

RiftSchlussendlich vergleicht sie das System sogar mit Kartenpaketen aus anderen Spielen: „Als Vergleich, bedenkt das andere Spiele wie Magic: The Gathering und Hearthstone auch ‚Schließkassetten‘ in Form von Kartenpacks verkaufen – das würde niemals funktionieren, wenn sie die Karten einzeln und direkt verkaufen würden. Fragt mich nicht, wie viel Geld ich in diesen Spielen gelassen habe. Eine Menge.“


Mehr zum Spiel findet Ihr auf unserer RIFT-Themenseite.

Autor(in)
Quelle(n): forums.riftgame.commassivelyop.com
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