Respec – Wird 2016 das Jahr der Indie-MMOs?

Was können wir in 2016 von Indie-MMOs erwarten? Retten sie wirklich das Genre?

Das Ende des Jahres steht bevor und rund um die Feiertage haben sich die Indie-Entwickler offenbar auch mal etwas Freizeit gegönnt, weswegen sehr wenig – bis gar nichts – vergangene Woche in diesem Bereich passiert ist. Daher schauen wir in dieser Ausgabe der Respec-Kolumne mal nicht zurück, sondern nach vorn.

Was erwarten wir im Indie-Bereich für das Jahr 2016? Zum einen befinden sich noch jede Menge interessanter Titel in Entwicklung, wie etwa Shroud of the Avatar, Crowfall, Gloria Victis, Chronicles of Elyria oder Revival. Von diesen Spielen erhoffen wir uns einen deutlichen Fortschritt im kommenden Jahr, wenn nicht sogar einen offiziellen Release bei dem einen oder anderen Titel. Man wird immer mehr sehen, wie die Spiele Form und vor allem Rundungen annehmen. Sie werden sich zu vollwertigen MMOs entwickeln, die man gerne spielen möchte, während man von einigen heute noch zu wenig weiß oder sie sich in einem Zustand befinden, in dem das Spielen einfach noch keinen Spaß macht.

Chronicles of Elyria Charakter mit Rucksack
Neuankündingen im Indie-Bereich

Daneben erwarten wir aber auch, dass es zu einigen Neuankündigungen kommen wird. Gerade der Indie-Bereich könnte sich zu einer neuen Spielwiese für MMO-Entwickler mausern. Schaut man auf die vergangenen Jahre zurück, so wurden im Bereich der MMORPGs kaum Neuankündigungen von großen Studios vorgenommen. Mit AAA-MMORPGs ist daher kaum zu rechnen. Doch genau das könnte eine Sternstunde für Indie-MMOs einläuten. Im Indie-Bereich ist es möglich, mehr auf die Spielmechaniken und Inhalte als auf eine Top-Grafik zu achten.

Grafik ist etwas, was bei der Entwicklung eines Spiels mit am meisten Geld verschlingt. Konzentriert man sich aber auf die Inhalte, so ist es möglich, Innovationen im Genre herbeizuführen. Neue Ideen sind möglich, genau wie neue Szenarien. Man kann mehr experimentieren, was dazu führt, dass sich neue Trends etablieren können.

Das Genre wird sich entwickeln

Shroud of the Avatar Kampf und PvP

Und genau dieser frische Wind ist es, den das Genre braucht und der scheint durch die Indie-Entwickler und nicht durch große Studios herbeigeführt zu werden. Große Studios setzen mehr auf Altbewährtes, da man damit weniger Risiken eingeht und nicht so schnell Millionenbeträge in den Sand setzt. Ein Indie-Projekt, das ein deutlich geringeres Budget hat, geht in dieser Hinsicht weniger Risiken ein.

Hinzu kommt, dass Indie-Entwickler noch deutlich mehr mit Herzblut bei der Sache sind, als Entwickler eines großen Studios, die vielleicht zusätzlich der Direktion durch einen großen Publisher unterstellt sind. Dieses Herzblut lässt die Verantwortlichen neue Ideen ausprobieren. Man ist noch Gamer und entwickelt die Spiele, die man auch selbst gerne spielen würde.

Daher braucht man für 2016 nicht zu befürchten, dass es mit dem Genre der MMORPGs abwärts geht. Gerade im Indie-Bereich werden wir wohl sehr interessante Projekte sehen. Welche davon funktionieren und welche davon überhaupt veröffentlicht werden, das steht in den Sternen. 2016 wird aber mit Sicherheit ein sehr interessantes Jahr und wir freuen uns schon darauf, was wir alles spielen dürfen und was neu angekündigt wird.

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Karlchen

Grafik ist bei einem MMORPG doch nebensache. Was nützt mir die tolle Grafik wenn es im Massen PVP dadurch unspielbar wird wenn man nicht die neuste GraKa etc hat.

Viel wichtiger ist mir, dass alles andere passt.

Joss

I’m in love with rock ’n‘ roll, satisfies my soul
If that’s how it has to be, I won’t get mad
I got rock ’n‘ roll to save me from the cold
And if that’s all there is, it ain’t so bad
Rock ’n‘ roll

Florian K.

Kann ja nur besser werden, bin gespannt ob mich ein Blade & Souls und wie sie noch so heißen vllt. doch überzeugen können, da habe ich aber eher wenig Hoffnung. Ausprobieren werde ich die Spiele aber wohl, zumindest wenn sie eh free 2 play sind. Ansonsten bin ich aber auch den Indies sehr offen gegenüber eingestellt. 🙂 Habe mir beim letzten Autumn Sale auch Otherland gekauft, macht bisher einen tollen Eindruck. Kam nur noch nicht zum spielen.. 🙁 😀

Halleluja

Frostwolf? Affenjungs?

Joss

„Hinzu kommt, dass Indie-Entwickler noch deutlich mehr mit Herzblut bei der Sache sind“

Dazu empfehle ich jedem die CU-Website. Und dort besonders z.B. so etwas hier: http://camelotunchained.com… Ohne Liebe zum Detail erblickt so etwas nicht das Tageslicht. Alle Computerspiele haben ihre kommerzielle Seite. Aber das Surplus kann man durchaus in den Details versteckt entdecken. Womit zu verstehen gegeben wird, auch die sind wichtig. Wäre also auch ein Definiens von Indie-Produktionen: Liebe zum Detail.

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