Erste Tests zeigen: Neue Grafikkarte RX 6600 XT ist unschlagbar in Full-HD – Mit einem Haken

Bereits vor Release gibt es erste Testberichte zur neuen AMD Grafikkarte RX 6600 XT. Das Versprechen, dass die neue Grafikkarte im Bereich 1080p zum Full-HD-Flaggschiff wird, kann der Hersteller aber nur bedingt einhalten.

Seit dem 11. August 2021 ist die RX 6600 XT Karte von AMD für einen UVP von 379,99 € erhältlich. Für den Preis wird man die Grafikkarte aber nicht kaufen können, denn die Realität der Hardware-Welt sieht aktuell düster aus.

In unserem Artikel zeigen wir, was unterschiedliche Tester von der neuen Karte halten und warum AMD den 1080p-Thron nur mit 2 Fingern berühren, aber nicht erobern kann.

Was ist die Radeon RX 6600 XT?

Die RX 6600 XT ist die neueste Grafikkarte von Team Rot aka AMD. Sie reiht sich am unteren Leistungsende der 6000er Reihe ein, deren ersten Modelle bereits 2020 erschienen sind. Die Karte ist heute, am 11. August 2021, erschienen und soll sich vor allen anderen an die Full-HD-Spieler richten. Doch Spieler, die nach einer Budget-Lösung für ihr Gaming-Setup suchen, könnten durch überteuerte Straßenpreise vom Kauf abgehalten werden.

Das bietet die RX 6600 XT: Mit PCI-Express 4.0 sowie HDMI 2.1 und Displayport-Anschlüssen könnte man die RX 6600 XT auch in höheren Auflösungen und Herzraten verwenden. Der Test der GameStar zeigt dabei, dass die Karte aber schon in WQHD (2560x1440p) ins Wanken gerät. Die knappen 8 Gigabyte GDDR6 Video-Ram versetzen 4K-Enthusiasten einen starken Dämpfer.

Radeon RX 6600 XT im Überblick

Radeon RX 6600xt
InterfacePCIe 4.0
Basistakt1.968 MHz
Boost-Takt2.589 MHz
Speichergröße8 GB GDDR6
Speichergeschwindigkeit16 GB/s
Bandbreite256 GB/s
TDP (Leistungsaufnahme)160 Watt
Die technischen Daten der Radeon RX 6600 XT im Überblick

Das sagen die Tester über die Radeon RX 6600 XT

In diesem Abschnitt präsentieren wir die wichtigsten Tests zur RX 6600 XT.

GameStar: ,,Mit Raytracing quasi unspielbar.”

Die GameStar schreibt (via GameStar):

Mit der Radeon RX 6600 XT platziert sich AMD genau zwischen der RTX 3060 und der RTX 3060 Ti. Letztere erweist sich in unserem Test als klar schneller, die RTX 3060 wird gleichzeitig deutlich abgehängt. Allerdings nur, was die Rasterisierungs-Leistung anbelangt, also die normale Bildberechnung (kein Raytracing).

Hardwareluxx: ,,Am Ende kommt es auf den Preis an.”

Hardwareluxx schreibt (via Hardwareluxx)

In den Benchmarks liegt sie in den meisten Spielen zwischen einer GeForce RTX 3060 und GeForce RTX 3060 Ti. Im Hinblick auf die vorherige Radeon-Generation liegt sie auf Augenhöhe mit der Radeon RX 5700 XT. (…) Keine Option ist die Radeon RX 6600 XT in der Darstellung der Raytracing-Effekte in diversen Spielen, welche diese inzwischen unterstützen. Die Rohleistung der Karte reicht einfach nicht aus – meist auch nicht in 1080p.

PC Games Hardware: ,,Die Energie-Effizienz ist erfreulich hoch”

PC Games Hardware schreibt (via pcgameshardware)

Der von AMD beworbene Einsatzzweck in Kombination mit einem Full-HD-Bildschirm funktioniert zweifellos, die Leistung genügt in jedem Fall für gute bis sehr flüssige Bildraten. Die Speicherkapazität von 8 GiByte leistet dabei ordentliche Dienste, nur selten wird es eng. Die Energie-Effizienz ist bei alldem erfreulich hoch, im absoluten Leerlauf sogar hervorragend.

ComputerBase: ,,Der UVP ist zu hoch angesetzt”

ComputerBase schreibt (via ComputerBase)

Die neue kleinste RDNA-2-Grafikkarte ist in Full HD schneller als Radeon RX 5700 XT und GeForce RTX 3060, der Vorsprung liegt in reinen Rasterizer-Titeln bei 7 respektive 13 Prozent. AMDs offizielle Preisempfehlung von 380 Euro ist mit Blick auf das Marktumfeld zu hoch. Die GeForce RTX 3060 kostet mit 329 Euro ein gutes Stück weniger, die GeForce RTX 3060 Ti dagegen mit 419 Euro nicht allzu viel mehr.

Golem: ,,To 1080p and (not) beyond”

Golem schreibt (via Golem)

Die Radeon RX 6600 XT ist die bisher günstigste Grafikkarte mit AMDs aktueller RDNA2-Technik. Der Hersteller bewirbt den Pixelbeschleuniger explizit für 1080p-Gaming, was wir basierend auf unseren Testresultaten nachvollziehen können. Ungeachtet dessen eignet sich die Karte noch für 1440p und mit reduzierten Details auch für 4K. In diesen Auflösungen verliert die Radeon RX 6600 XT gegen die Geforce RTX 3060 Ti deutlich an Boden.

Das fällt allen Testern auf: Eine Kaufempfehlung auszusprechen, ist für viele Tester schwierig. Grund dafür ist vor allem die mangelnde Verfügbarkeit und der damit einhergehende teure Wiederverkauf. Die RX 6600 XT wird vermutlich schon kurz nach Release überall vergriffen sein – es wäre ein Wunder, wenn nicht. Dann verlangen Reseller auf Ebay erneut Unsummen für die Karte. Geschätzter Straßenwert der Karte liegt laut Testern bei 500 – 700 €.

Warum Hardware im Moment so teuer ist und man so selten Grafikkarte zum Listenpreis findet, erklären die Experten der GameStar im Talk:

Anzeige von GameStar Inhalten widerrufen. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mit 379,99 € ist aber auch der UVP bereits zu hoch. Da lohnt sich der Griff zur — theoretisch — nur minimal teureren RTX 3060 ti (UVP: 419 €); DLSS und besserer Raytracing-Performance sei Dank. Echte Glanzmomente kann man mit der Karte nur in puristischem 1080p feiern. Dann aber bitte ohne Raytracing, denn damit stürzen die Frameraten selbst in ,,nur” Full-HD in den Keller.

Immerhin punktet die RX 6600 XT in Sachen Energieeffizienz. Hier schneidet sie deutlich besser ab als die Konkurrenz RTX 3060 und 3060 ti von Nvidia. Gerade einmal 160 Watt soll die Karte im Betrieb verschlingen.

Pro
  • ohne Raytracing sehr gute Karte für den 1080p-Bereich
  • geringer Stromverbrauch
  • HDMI-2.1- und PCIe-4.0-Unterstützung
Contra
  • mit aktivem Raytracing keine flüssigen Bildraten
  • selbst im UVP zu teuer – und den wird man im Moment nirgendswo finden

Benchmarks: So gut performt die RX 6600 XT in Spielen

Durchschnitts-Performance. Quelle: GameStar.de

Wer sollte eine RX 6600 XT kaufen? Das ist die Zielgruppe

Eine RX 6600 XT sollten vor allem die Spieler kaufen, die

  • auf einem Single-Monitor-Setup mit 1080p (Full-HD) spielen.
  • sehr auf Energieverbrauch bedacht sind.

Eine RX 6600 XT sollten Spieler nicht kaufen, die

  • sich eine Auflösung von WQHD in hohen FPS wünschen.
  • in 4K spielen möchten.
  • mit Raytracing-Effekten liebäugeln.

Wer sich beim Kauf einer Grafikkarte keine Gedanken um den eigenen Geldbeutel machen muss:

Eine RTX 3090-Grafikkarte kostet 4.220 Euro – Wie gut ist eine so teure Grafikkarte?

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