Forsen gewinnt Promi-Turnier bei PUBG, langweilt die Zuschauer

Wenn die Turnier-Regeln passives Spiel begünstigen, dann geht der Unterhaltungsfaktor eines PUBG (PlayerUnknown’s Battlegrounds)-Matches in den Keller. Bei einem Promi-Turnier setzt sich ein Team um Streamer Forsen gegen starke Konkurrenz durch. Allerdings mit einer eher lahmen Spielweise.

Zuschauern fällt schnell auf, wenn Teams in Turnieren nicht spielen, um zu gewinnen, sondern spielen, um nicht zu verlieren. Das macht sich an der Taktik bemerkbar. Teams, die nicht verlieren wollen, meiden Kämpfe und gehen keine Risiken ein.

  • Bei PUBG bedeutet das: Campen und möglichst passiv spielen.
  • Für den Zuschauer heißt das: Langeweile.

Promis im Turnier lenken nicht von den Regeln ab

Die Regeln für die Turniere von PUBG sind so aufgebaut, dass passive Spieler gute Chancen auf den Turnier-Sieg haben. Wie sich beim vergangenen PUBG-Turnier zeigte, ist das ein Nachteil für die Zuschauer, die Action sehen wollen.

Für die Gesamtpunktzahl in vergangenen Tournaments zählte, wie ein Team in verschiedenen Matches abschnitt. Das bedeutet, dass ein Team nicht zwingend ein Chicken Dinner (also den ersten Platz bei einem Match) erreichen muss, um Punkte zu sammeln.

Ein paar Teams überlegten sich, besonders vorsichtig und passiv zu spielen, sich lange zu verstecken und nicht aufzufallen. Wenn die Chance besteht, dadurch in die Punkte zu kommen, spielte man eben ruhig und machte keine Kills. So passierte es jetzt beim Twitch Rivals PUBG Invitational.

Dort spielten „Promis“ der Twitch-Szene wie Dr DisRespect, Shroud, Annemunition und Forsen mit ihren Teams um ein Preisgeld von $100.000. Wasser-Taktiken, wie die im folgenden Video, gehörten dazu.

Gewinner, aber kaum Kills

Team Speshimen, das vom bekannten Streamer Forsen angeführt wurde, sicherte sich den ersten Platz und spielte verhältnismäßig passiv. In drei der fünf Matches machten sie nur zwei bis drei Kills. Sie versuchten einfach zu überleben, bis sich die meisten der anderen Teams über den Haufen geschossen und gegenseitig eliminiert hatten.

Mit dieser Taktik setzten sie sich gegen Teams wie Lejund Skwad durch, das von Shroud angeführt wurde. Shroud ist für seinen herausragenden Skill in der Community bekannt. Er zeigte einen aggressiven Playstyle und schaltete Dr Disrespect aus, der nach seiner Pause zurück im Spiel ist.

Am Ende half es nichts, dass Shrouds Team drei Matches gewann und deutlich in Kills führte. Forsens Team machte gerade genug Aktionen im Spiel, um am Ende (technisch) zu gewinnen. Forsens Team Speshimen erreichte 68 Punkte und gewann damit durch zwei Punkte Vorsprung auf Team Lejund Skwad von Shroud. Das Team von Annemunition landete mit 64 Punkten auf Platz 3.

PUBG Punkte Turnier

Mehr Geld gab es allerdings für die Teams von Shroud und Annemunition, die durch Performance-Boni punkteten. So gab es beispielsweise mehr Geld, wenn ein Team die meisten Kills in einem Match machte.

PUBG Kill Bounty Turnier

Zuschauer sind genervt vom langweiligen Playstyle

Mit den Ergebnissen sind einige Zuschauer unzufrieden. Viele machten das Team von Forsen runter und bezeichneten sie sogar als Cheater, weil sie die Regeln so ausnutzten. Doch darüber kann Forsen nur lachen:

„Niemand hat sich vor dem finalen Ergebnis über die Regeln beschwert“, sagt er in einem seiner Streams nach dem Turnier. „Weil ihre Favoriten nicht gewonnen haben, spammten sie im Chat, dass das Turnier manipuliert war. Aber wieso sollte ein Unternehmen, das mich hasst, ein Turnier zu meinen Vorteilen anstatt für Shroud manipulieren? Das ergibt doch keinen Sinn.“

Mit solchen Regeln wird der eSports-Bereich auch in Zukunft bei einigen Fans sauer aufstoßen. Und das, obwohl PUBG mit diesem neuen Mitarbeiter gute Chancen im eSports-Bereich haben könnte.

Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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