Beim Pokémon-TCG bekommt längst nicht jeder Fan genau die Edition, die er auch haben möchte. Scalper kaufen die Boxen direkt vor der Nase weg. Ein 72-jähriger Mann aus Ohio hat sich deshalb etwas einfallen lassen, doch es kostet ihn die Freiheit.
Was hat der Mann gemacht? Der 72-jährige Kent Kubasta platzierte heimlich einen GPS-Tracker am Fahrzeug einer Walmart-Zulieferin. Sie war nämlich für das Auffüllen der Sammelkartenbestände in den Geschäften zuständig.
Der Mann wollte somit die Lieferrouten und Zeiten ausspionieren, um bei der Warenlieferung als Erster vor Ort zu sein. Solche Knappheiten von Sets gibt es immer wieder, wie jüngst beim „Pokémon TCG 30th Celebration“-Set, da es überall ausverkauft und schwer zu regulären Preisen zu bekommen ist.
Seine Tat galt aber einer anderen Box, denn sein Verbrechen flog im Juni 2026 auf.
Mann kommt wohl für GPS-Tracker ins Gefängnis
Was für eine Strafe bekommt er jetzt? Kubasta bekennt sich zu seinen Taten schuldig. Für das illegale Stalking und den Einsatz des Trackers bekommt er eine Geldstrafe von 500 US-Dollar (etwa 438 Euro) sowie die Übernahme der Gerichtskosten.
Was ist die Ironie an der Sache? Randy Kendall verkauft die Pokémon-Karten in seinem eigenen Laden. Er findet die Aktion gegenüber fox8.com nicht nur illegal, sondern auch noch unnötig. Denn der Mann hätte ganz leicht über Social Media herausfinden können, wie man an die Karten kommt:
Facebook, Instagram – aber vor allem TikTok und ähnliche Plattformen. Wenn man bestimmten Leuten folgt, lassen sie einen wissen, wann es auf den Markt kommt. Sie haben Links, auf die man klicken kann, um zu sehen, dass es dieses Produkt angeblich in diesem Laden geben wird. Sie haben ihre Kontakte. Sie folgen verschiedenen Gruppen, sie sprechen mit verschiedenen Leuten, mit Leuten, die in den Läden arbeiten. Sogar sie versuchen, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, damit sie eine Chance haben, es zu ergattern.
Hätte der 72-jährige Mann sich also einfach mehr im Internet vernetzt, hätte er durch Influencer und andere Personen erfahren, sobald ein neues TCG-Set im Laden erhältlich ist.
Was haltet ihr von der Geschichte? Könnt ihr die Tat des Mannes nachvollziehen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Heutzutage werden Pokémon-Karten als Geldanlage gesehen. Wieso das so ist und was für ein Vermögen sich tatsächlich aus den Papierkarten schlagen lässt, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen: Was früher mit Freunden auf dem Schulhof getauscht wurde, ist für die Gen Z heute eine echte Geldanlage
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