Pokémon GO hat lukrative Geschäftsidee – Belohnt Spieler, kostet Unternehmer

Niantic, die Entwickler hinter Pokémon GO, haben eine lukrative Geschäftsidee entwickelt, wie sie sowohl Unternehmer, als auch Spieler glücklich machen: Sie verkaufen PokéStops.

Das kündigte Niantic an: Die Entwickler stellten ein System vor, wo kleine Unternehmen sich einen PokéStop oder eine Arena kaufen können. Diese werden dann mit ihrem Foto und passend Text dazu in die AR-Spiele von Niantic eingefügt.

Für die Spieler bedeutet das also bald mehr gesponsorte PokéStops oder Arenen, wenn Unternehmer in ihrer Stadt zuschlagen.

Ein PokéStop für einen Dollar

So funktioniert das System: Ein Unternehmer fühlt sich vom Angebot angesprochen und kontaktiert Niantic. Man kann dann zwischen zwei Angeboten wählen. Entweder man bekommt einen PokéStop oder eben eine Arena vor das Unternehmen gesetzt.

Ein Bild und den Text dazu kann das Unternehmen selbst beisteuern und so quasi Werbung im Spiel machen.

Stop

Wie war es bisher? Aktuell können nur wirklich große Unternehmen solche PokéStops bekommen. Dazu zählt in Europa unter anderem Unibail Rodamco, die unter anderem das CentrO in Oberhausen zu einem Pokémon-Paradies gemacht hat. Viele dieser Partnerschaften sind nun aber abgelaufen. Das CentrO hat den Großteil seiner Stops verloren.

Wann kommt das Feature? Dieses System soll zunächst in den USA getestet werden. Wenn es dort erfolgreich verläuft, wird es auch weltweit veröffentlicht. Die USA bekommt noch in diesem Winter Zugang zu dem System.

Was kostet ein PokéStop? Wer vielleicht selbst ein Unternehmen hat und über einen Kauf nachdenkt, muss pro Tag einen Dollar bereithalten. So viel kostet nämlich der PokéStop vor der Geschäftstür.

Wer eine Arena haben will, der muss pro Tag schon 2 Dollar bezahlen. Dafür hat man dort dann aber auch regelmäßig Raids.

Pokémon GO Enton Titel PokéStop

Das haben die Spieler davon: Natürlich muss man erstmal sehen, wie viele Unternehmen tatsächlich ein solches Angebot annehmen werden, doch es könnte für euch mehr PokéStops und Arenen bedeuten.

Dies dürfte eine Win-Win-Situation für alle sein. Die Unternehmen machen Werbung und als Spieler hat man neue Orte zum Entdecken. Dies dürfte ein weiterer Schritt zu mehr Stops sein, nachdem man dank Niantic Wayfarer auch selbst PokéStops einreichen kann.

Habt ihr schon einige Einall-Steine? Wir sagen euch, welche Entwicklungen ihr machen solltet:

Pokémon GO: Mit diesen Entwicklungen nutzt ihr den Einall-Stein effektiv
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Tim ESE
Tim ESE
2 Monate zuvor

Als Unternehmer ist das nicht viel im Werbebereich – bei einem Caffe z.B. . Selbst wenn dies nur eine kleine Gruppe anspricht – kommt halt immer drauf an was angeboten wird. Aber was glaubst du wieviele Ausgaben man im Unternehmensbereich hat? Das sind einige! Da ist der Preis wirklich sogar noch okay.

Oliver Scheer
Oliver Scheer
2 Monate zuvor

Ich denke es kommt hier auf die Art der Unternehmung an. Verweil-Geschäfte wie Cafés, Restaurants etc. haben natürlich was davon, wenn die Leute länger bleiben, sich noch ein Getränk bestellen und Lockmodule laufen lassen (wegen den Lockmodulen kommen in solchen Fällen eigentlich nur Pokestops in Frage). Auf der anderen Seite musst du als Unternehmer wiederum bewerten, ob der positive Effekt (mehr Kunden / mehr Umsatz) überwiegt oder durch mögliche negative Effekte (Stammkunden bzw. andere Kunden könnten sich nicht mehr wohlfühlen und wegbleiben, wenn plötzlich viele Leute da rumsitzen und nix mehr mitkriegen außer ihren Smartphones) wieder aufgehoben wird. Fraglich ist für mich außerdem, ob ein Pokestop neue Kunden anlockt oder nur die Kunden, die ohnehin da sind, zum Verweilen bewegt. Wenn ich persönlich Pokemon mit Modulen farmen will, suche ich mir in der Regel Orte, wo viele Pokestops auf einem Haufen sind. Da wäre ein einzelner Pokestop in einem Café mit Sicherheit nicht meine erste Wahl.

In anderen Unternehmungen, z. B. Handy-Shops, macht es dagegen eher Sinn, eine Arena zu schalten, weil man so immer wieder regelmäßig die gleichen Spieler anlockt, die nicht verweilen sollen, sondern meine Angebote zur Kenntnis nehmen sollen. Geht dann mal irgendwo ein Handy, Kabel etc. kaputt, weiß natürlich jeder sofort „Hey, an der Arena Handy-Shop kann ich mir direkt ein neues Kabel/Handy/Powerbank kaufen“.

Ich bin mal gespannt, wie das angenommen wird in Deutschland. Meine persönliche Einschätzung ist: Das wird kaum jemanden interessieren, da die Zahl der Spieler sinkt und wahrscheinlich nur die wenigsten Unternehmen überhaupt erfahren werden, dass so was möglich ist. Größere Ketten werden das vielleicht mitbekommen und prüfen, aber Tante Emmas Buch- oder Blumenladen, die Dönerbude oder Pizzeria um die Ecke und sontige kleinere Läden werden wahrscheinlich heute schon nicht mal wissen, was PoGo ist wink Und an den Stellen, wo viele Spieler unterwegs sind, gibt es auch heute schon jede Menge Pokestops, da würde einer mehr oder weniger keinen Unterschied machen …

Was in jedem Fall sicher ist: Selbst wenn nur ein einzelner Laden das Feature nutzen wird, hat Niantic wieder einen Weg gefunden, irgendwem Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass die dafür einen Finger krumm machen müssen. Wenn die das wenigstens in sinnvolle QoL Verbesserungen stecken würden, wäre das ja noch okay, aber wahrscheinlicher ist, dass das wieder für sinnlose Features wie neue AR-Ansichten o. ä. verwendet wird -.-

Spannende Frage übrigens: Wenn ich für mein Café einen Pokestop kaufe, habe ich einen Vertrag, der Niantic dazu verpflichtet, diesen Pokestop zu schalten (gehe ich jedenfalls von aus). Was würde passieren, wenn mein direkter Nachbar als Privatperson sich dadurch belästigt fühlt und die Versetzung beantragt? Dann würde der Pokestop 40 Meter verlegt werden, was mir dann gar nichts mehr bringt. Und ich frage mich, was ich dann mit Werbematerial machen soll, das ich ggf. dafür gedruckt hätte. Ob Niantic hierfür dann auch die Kosten übernimmt, wenn die den Stop entfernen oder verlegen? Bin mal gespannt, ob Nianic so weit gedacht hat …

Sebastian Seiffert
Sebastian Seiffert
2 Monate zuvor

Kann mit kaum vorstellen, dass das bei uns in Deutschland wirklich im größeren Maße genutzt wird, dafür sehen wahrscheinlich viele Unternehmer Pokemon Go nicht als lukrative Werbemaßnahme an.
Zudem sind 300 € für einen Stop bzw. 600 € für eine Arena ist schon echt happig…

Koronus
Koronus
2 Monate zuvor

Wieso 300? 365€ wäre es pro Jahr da es nur einen und nicht zehn Euro pro Tag ist.

Sebastian Seiffert
Sebastian Seiffert
2 Monate zuvor

Ich hab’s mal ungefähr vom Dollar umgerechnet… Wenn es 1 € / Tag ist dann sind es natürlich 365 €. Macht die Sache aber auch nicht besser grin

kriZzPi
kriZzPi
2 Monate zuvor

Naja mit 300 Euro irgendwo wo Werbung machen wird schon schwer grin deswegen ist der Preis nutzen ja gar nicht so schlecht

Sebastian Seiffert
Sebastian Seiffert
2 Monate zuvor

Theoretisch schon, aber man spricht schon nur eine sehr begrenzte Zielgruppe an. Für Einzelunternehmer sehe ich da nicht viel Potenzial.
Bei Ketten oder Fillialen von Großunternehmen wie Telekom, McDonalds etc. wäre es vielleicht sinnvoll.

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