Ein neues Survival-Spiel mit Piraten lockte mit einer Demo auf Steam bereits mehr als 22.000 Spieler an. Viele von ihnen sind hellauf begeistert. MeinMMO-Autor Ody hat die Demo ebenfalls gespielt, fühlte sich dabei jedoch eher wie Tom Hanks aus Cast Away als wie Jack Sparrow.
Windrose ist ein neues Survival-Spiel, das zur Blütezeit der Piraten spielt. Darin schlüpfen wir in die Rolle eines säbelrasselnden Seeräubers, der sich alleine oder im Koop mit Freunden durch eine Open World hindurchkämpft – zu Land und zur See.
Windrose scheint vieles zu bieten, was sich Piratenfans von Skull and Bones erhofft hatten: Landgänge und Seeschlachten mit richtigen Entermanövern, wo ihr an Bord eures Schiffes kämpft, zum Beispiel. Nur kommen hier noch klassische Survival-Elemente hinzu.
Auf Steam gibt’s eine Demo zu Windrose, die bereits große Wellen geschlagen hat: Am Sonntag waren 22.396 Spieler gleichzeitig im Game (laut steamdb.info). Die meisten von ihnen sind bereits zufrieden – 93 % der 3.468 Reviews fallen positiv aus (Stand 23. Februar, 10:59 Uhr). Da schmerzt es umso mehr, dass mich das Piratenabenteuer noch nicht gepackt hat.
Hier seht ihr einen Trailer zu Windrose:
Kurz geentert und auf einer verlassenen Insel zurückgelassen
Nachdem wir uns im Charaktereditor unseren eigenen Piraten gebastelt und einen Spielstand erstellt haben, geht’s ab ins Geschehen: Wir wachen unter Deck unseres eigenen Schiffes auf, das gerade von anderen Piraten angegriffen wird.
Auf unserem Weg nach oben schlagen wir uns erst mal durch die feindliche Crew. Die „Soulslite“-Kämpfe, wie die Entwickler sie nennen, wollten bei mir dabei nicht so recht zünden. Das könnte auch daran liegen, dass sich das Kampf-Tutorial darauf beschränkt, welche Tasten ihr drücken solltet. Einige Mechaniken wie die kleinen Schildsymbole unter dem Lebensbalken werden gar nicht erst richtig erklärt.
An Deck angekommen fällt uns ein seltsam leuchtendes Artefakt in die Hände. Bevor wir uns das genauer ansehen können, werden wir vom feindlichen Kapitän niedergeschossen. Dabei verschmilzt das Artefakt mit unserer Figur, wir werden über Bord geworfen und stranden so auf einer kleinen, verlassenen Insel.
Was in den ersten Trailern und Screenshots nach etwas ganz Frischem aussah, ist in den ersten Minuten der Demo ein eher dröges Survival-Spiel: Wir sammeln Steine, Holz und andere Ressourcen vom Boden auf. Für Nahrung jagen wir die anderen Bewohner unserer kleinen Insel – Dodos und Wildschweine.

Was ist schon ein Pirat ohne sein Schiff?
Die Umgebung sieht zwar schön nach Karibik aus und wir sind wie ein Pirat angezogen, doch das Gefühl, einen Piraten zu spielen, verflog bei mir ziemlich schnell. Ich habe die ersten Minuten mit exakt denselben Dingen verbracht, die ich bereits in zig anderen Survival-Spielen getan habe.
Ich wollte als Pirat übers Meer segeln, selbst wenn es zu Beginn nur in einer kleinen Schaluppe ist. Stattdessen fühlte ich mich wie die Figur von Tom Hanks aus Cast Away, oder Jack Sparrow ohne seine Black Pearl.
Nach rund einer halben Stunde habe ich beim ersten Anspielen schon wieder das Interesse verloren. Gut möglich, dass es gerade erst richtig gut werden würde und ich der Demo noch eine Chance gebe – auch, weil ich mit meiner Kritik wohl ziemlich alleine dastehe.
Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass uns Windrose direkt mit dem einsteigen lässt, was es besonders macht – also Schiffen und dem Gefühl, ein richtiger Pirat zu sein. Dafür müssen die Survival-Aspekte nicht rausfliegen, aber die als allererstes zu zeigen, tut dem Spiel nun mal nicht unbedingt einen Gefallen.
Habt ihr die Demo zu Windrose bereits gespielt und seid derselben oder anderer Meinung? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Momentan sieht es zumindest den Reviews nach so aus, als hätten wir einen neuen Anwärter für unsere Liste der 31 besten Survival-Games 2025 für PS5, Steam und Xbox
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So, habe es nun starten können das Demo.
Conan Exiles Flashbacks, nur das man am Anfang nichts vom Schiff mitbekommt und nur am Strand aufwacht und die “Conan Exiles Magie” Vibes bisher
Auch der Kampf ist irgendwie aus Conan. Dort konnte man auch mit STRG Ausweichen und so.. Hmm. Mal schauen wie es weitergeht
Ich versteh den Hype auch nicht. Survival Elemente sind quasi nicht vorhanden (Hunger, Durst, Wettereffekte).
Das Crafting und der Basenbau ist oberflächlich (zB Upgrade von Stationen).
Wenn der Schiffsbau ähnlich ist, ist das kein Highlight.
Questmarker helfen leider auch null bei der Immersion.
Der Schiffskampf könnte aber gut sein.
Für 20h-50h mit Freunden kann es vllt Spaß machen.
Ich lese/höre es jetzt zum ersten mal davon.
Auf Steam hat es schon über 1.000.000+ Whishlist Einträge. Aber das bedeutet nichts festes.
Also nach nur 30 Minuten würde ich das Spiel erst gar nicht bewerten, zumal das eigentliche Highlight (Schiffbau) noch gar nicht erspielt wurde.
Auch der Start/die Einführung: Mich überrascht das nicht bzw. was hättest du denn erwartet, als mit den crafting-Basics zu beginnen? Da kommt man nicht drum herum – und ist mittlerweile in jedem Survival auf ähnliche/identische Art und Weise gestaltet.
Also: nach 30 Minuten so die Kritik zu äußern ist doch etwas arg überzogen.
Genau das ist ja die Sache: Es wirkt halt erstmal wie jedes andere Survival-Spiel, was es eigentlich nicht sein soll.
Ich denke es wäre besser, man startet direkt mit den Besonderheiten – Piratensachen, Schiffen, was man eben in anderen Survival-Games nicht hat – anstatt mit etwas, was (meiner Meinung nach) komplett generisch ist.
Hätte ich das Spiel am Steuer einer kleinen Schaluppe angefangen, mir selbst die erste Insel gesucht, irgendwie sowas; dann hätte ich nicht das Gefühl gehabt, ich muss mich zuerst durch ein durchschnittliches Survival-Spiel durchkämpfen.
Aber vielen Dank für deinen Kommentar, werde ihn mir durch den Kopf gehen lassen
Ich verstehe deine Argumentation und fände so einen Einstieg auch sehr erfrischend. Aber ich muss sagen, dass ich dann so ziemlich jedes neuere Spiel nach einer halben Stunde deinstallieren würde, weil in der ersten Stunde meist nur die Basics des Genres gezeigt werden, die ich auch so in zig anderen Titeln der letzten 30 Jahre schon gesehen habe. Da hätt ich so Titel wie Baldurs Gate 3, Witcher 3, Elden Ring oder God of War sofort nach 30 Minuten wieder von der Platte geworfen.
Ich würde dir zustimmen – wenn es um ein Spiel ginge. Das ist aber eine Demo, die speziell zum Steam Next Fest erscheint, zu dem Tausende von Demos spielbar sind. Da ist der Witz ja eigentlich, in eine Vielzahl unterschiedlicher Spiele reinzuschnuppern.
Wenn eine Demo dann mehr als 30 Minuten braucht, um zum eigentlichen Inhalt zu kommen, ist es einfach keine gute Art, sein Spiel zu präsentieren.
Darüber hinaus wird im Artikel ja darauf verwiesen, dass es insgesamt sehr gut ankommt, nur unserem Autor hat es halt nicht getaugt 🙂