Dataminer finden oft Informationen zu Spielen, die eigentlich noch gar nicht veröffentlicht werden sollten. Viele Entwickler kämpfen dagegen und zumindest Path of Exile hat – oder hatte – eine effektive, wenn auch teure Methode dazu.
Chris Wilson ist ein Co-Gründer und ehemaliger Managing Director von Grinding Gear Games, dem Studio hinter dem Action-RPG-Hit Path of Exile. Seit 2025 hat er sein eigenes Studio, Light Pattern, das an einem aktuell unangekündigten Projekt arbeitet.
In einem Video auf YouTube, wo Wilson oft aus dem Nähkästchen eines Devs plaudert, geht der Ex-Chef von Path of Exile auf Dataminer ein und wie man denen die Arbeit erschweren kann. Der Kampf, sagt er selbst, habe ihm viele graue Haare beschert (darum neuerdings der Bart, zur Verdeutlichung). Wilson gibt dabei zu:
Einige Entwickler, wie ich in der Vergangenheit, haben Köder-Assets hinzugefügt, damit Spieler nicht wissen, was sie glauben sollen. Aber das ist ein verschwenderischer Prozess. Allerdings gut zum Trollen.
Chris Wilson auf YouTube, ab Minute 6:58
Gerade bei Path of Exile, aber auch bei anderen Spielen, hatten Spieler schon länger und häufig die Vermutung, dass genau das passiert. Nun haben sie die Bestätigung.
Dataminer ruinieren das Spielgefühl, aber nicht alles daran ist schlecht
Insbesondere der Punkt, dass Spieler nicht wissen, was sie glauben sollen, sticht hier hervor. Im Video geht Wilson auf die Vor- und Nachteile von Datamining ein und erklärt: Wenn Dataminer Informationen aus den Spieldaten auslesen, fehle diesen meist der Kontext.
Man könne etwa ein neues Item finden, wisse aber nicht, wo es zu bekommen oder wie selten es ist. Gefundene Inhalte seien zudem teilweise gar nicht für das Live-Spiel gedacht, sondern nur für Tests oder für zukünftige Updates. Spieler könnten so aber eine falsche Erwartung haben und enttäuscht werden.
Dennoch, so Wilson, habe Datamining auch positive Aspekte, etwa für Spieler, die möglichst effizient spielen wollen und auf diese Weise sämtliche benötigte Daten auf einen Schlag bekommen – oder um Entwickler an ihre Versprechen zu erinnern.
Schaut ihr euch die Infos von Dataminern an oder gebt ihr gar nichts darauf? Was haltet ihr von der Idee von „Köder-Assets?“ Würdet ihr eure Spieler genauso trollen? Schreibt einen Kommentar!
Chris Wilson gibt gerne tiefe Einblicke in die Arbeit eines Spiele-Entwicklers und kommentiert, was gerade so im Gaming passiert – ist aber auch kritisch gegenüber seiner eigenen Arbeit. So hat er schon recht früh ein Problem an Path of Exile erkannt: Path of Exile war wirklich zu hart – Entwickler gibt zu: „Wir haben komplett versagt“
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