Overwatch-Kommentatorin sagt „Danke“, bekommt Morddrohungen

Mit einem „Danke“ an Mitstreiter kann man nichts falsch machen. Oder doch? Es hagelte Morddrohungen an eine Overwatch-Kommentatorin.

Die meisten Gamer werden Soe Gschwind-Penski (Soembie) zumindest schon einmal gesehen haben, denn sie ist alljährlich auf der BlizzCon als Moderatorin unterwegs. Einige schätzen sie auch für ihre eSports-Analysen im Overwatch-Bereich, ihre Cosplays (etwa von Tracer) oder ihre Zeichnungen.

Am vergangenen Weltfrauentag hat Gschwind-Penski allerdings einen schweren Fehler begangen, der ihr gleich mehrere Morddrohungen und wüste Beleidigungen einbrachte.

Sie hatte sich auf Twitter speziell bei allen Männern bedankt, die zusammen an der Seite der Frauen für Gleichberechtigung kämpfen und sie wie gleichwertige Menschen betrachten, losgelöst von Rasse und Geschlecht – denn darum geht es bei der Gleichberechtigung vornehmlich.

Allerdings sahen das auf Twitter wohl viele Leute anders und bewerteten den Tweet so, dass Gschwind-Penski die Männer in den Vordergrund stellen wollte. In einigen Tweets heißt es, Man unterstellte ihr gar „Frauenfeindlichkeit“ – weil sie sich schlicht bei Mitstreitern für die gleiche Sache bedankte.

„Death Threats“ für die Gleichberechtigung

Schon kurz nach dem ersten Tweet erklärte Soembie dann weiter:

„Ich habe in den vergangenen 20 Minuten Todesdrohungen und hunderte Hassnachrichten bekommen, weil ich Männern dankte, dass sie mich als gleichwertig behandeln an einem Tag, bei dem es um den Kampf für die Gleichberechtigung geht. Hass, weil ich dankbar für die Männer in unseren Leben bin, die an unserer Seite für unsere Rechte kämpfen…“

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen, denn wer jemanden für ein einfaches „Danke“ mit so viel Hass überschüttet, darf sich nicht wundern, wenn die eigenen Forderungen nicht ernst genommen werden.

Oder um es mit den (vielleicht doch weisen) Worten unserer künftigen Staatsministerin für Digitales zu sagen: „Auf Twitter sind ohnehin nur Politiker, Journalisten und Psychopathen unterwegs.“


Gerade in der Overwatch-Szene gibt es momentan viele Probleme – erst kürzlich wurden Spieler wegen Rassismus in der Overwatch League gebannt.

Autor(in)
Quelle(n): buffed.de
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Jona
Jona
1 Jahr zuvor

Das Problem an dem ganzen Gleichberechtigungskabarett ist doch dass wir Männer viel zu wenig jammern. Es gibt zig Bereiche in denen das männliche Geschlecht benachteiligt ist. Z.B. alles rund ums Kind. Da hast du als Mann schlechte Karten. Einfach so. Und kommt mir nicht mit der Einkommensschere. Wenn ich neue Mitarbeiter einstelle zahle ich jedem das Gleiche. Wenn in einer Fabrik ein Mitarbeiter anfängt bekommt jeder den gleichen Kollektivvertrag.

Klar gibt es eine EInkommensschere. Diese ergibt sich aber auf natürlichem Wege durch die Berufswahl. Es arbeiten nun mal wesentlich mehr Frauen in Berufszweigen welche eine niedrigere Entlohnung haben.

Das könnte ich mich auch darüber beschweren dass mein Gehalt geringer ist als das Einkommen von Heidi Klum. Wenn ich so viel verdienen hätte wollen hätte ich wohl Model werden müssen……

Das ganze Thema wird doch nur in der Presse breitgetreten weil man damit ordentlich Umsatz machen kann. Mehr aber auch schon nicht.

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

„Klar gibt es eine EInkommensschere. Diese ergibt sich aber auf
natürlichem Wege durch die Berufswahl. Es arbeiten nun mal wesentlich
mehr Frauen in Berufszweigen welche eine niedrigere Entlohnung haben.“

Das stimmt. Aufgrund der „Berufswahl“ ergibt sich ein Unterschied von knapp 20%. Wenn du die exakt gleichen Berufe nimmst, dann bist du noch immer bei 5,5% Unterschied (zumindest 2016). Ein Unterschied IST da.

„Das könnte ich mich auch darüber beschweren dass mein Gehalt geringer ist als das Einkommen von Heidi Klum.“ – Kannst du, ist aber nicht der springende Punkt. Es geht darum, das gleiche Gehalt zu bekommen wie Männer in exakt der gleichen Position.

Alexander Jahn
Alexander Jahn
1 Jahr zuvor

„“Das könnte ich mich auch darüber beschweren dass mein Gehalt geringer ist als das Einkommen von Heidi Klum.“ – Kannst du, ist aber nicht der springende Punkt.“ – wenn man sich den text durchliest, den er geschrieben hat, dann ist das exakt der springende punkt?! :O

Alitsch
Alitsch
1 Jahr zuvor

Es zu wenig Info für mich um irgend ein Urteil bilden zu können die Welt ist voll mit dummen Menschen.
Meiner Erfahrung nach wenn Menschen (so dumm und lächerlich) reagieren, musste schon eine Vorgeschichte gegeben haben, die Ich nicht kenne .
Ich meine nur im Overwatch gibt es viele mänliche wie weibliche Helden und dabei parallel einige weibliche Helden auch erfolgreich als Pornostars agieren (Tracer/Widowmaker)
eine Spiel könnte nicht bewusst eine Spiegelung der Probleme eine Gesellschaft/Geselschafteinteile in sich aufnehmen und projizieren.

Phinix Silverbullet
Phinix Silverbullet
1 Jahr zuvor

Die Menschen sind so empfindlich geworden, wahnsinn!

Mittlerweile darfst du echt keine Witze mehr über asiatische Schwarze machen die im Rollstuhl sitzen und frauen Kleider tragen…. gucken dich alle nur doof an und rollen mit den Augen!

BigFreeze25
BigFreeze25
1 Jahr zuvor

Ich denke das Problem ist auch einfach, dass alle die solche Hassnachrichten schreiben im Real Life kleine Würste sind, die es sich niemals trauen würden, der betroffenden Person ihre Meinung persönlich ins Gesicht zu sagen. Die schützende Anonymität und das Bewusstsein darüber, dass es keine Strafe für sie geben wird, lässt viele zu Internet-Rambos mutieren.

Phinix Silverbullet
Phinix Silverbullet
1 Jahr zuvor

Das sowieso!
Es ist mittlerweile ein echter Trend geworden…

Arme Welt
Arme Welt
1 Jahr zuvor

Diese ganze Geschichte mit Rassismus, Feminismus usw. Geht mir um ehrlich zu sein mittlerweile zu weit. Das ist einfach nur noch lächerlich. Ja, jeder sollte gleichberechtigt behandelt werden, aber das Leute z.B. direkt auf die Barrikaden gehen, wenn in einem Film oder so zu wenig Farbige mitspielen, finde ich einfach erbärmlich. Genau, wie das was diese Frau gewittert hat und manche Vollidioten da reininterpretieren. Diese Leute bemängeln die Gleichberechtigung in der Welt und verschicken dann Morddrohungen???? Ganz ehrlich, wie geistig beschränkt sind diese Menschen?

Homura
Homura
1 Jahr zuvor

Feminismus ist aus meiner Sicht dazu da um für Gleichberechtigung zu sorgen. Frauen brauchen ihre gleichen Rechte, aber Männer ebenso. Beide Parteien darf man nicht ignorieren oder benachteiligen, auch wenn bei Feminismus eher die Frau im Vordergrund steht.

Die Morddrohungen sind absolut lächerlich, auch wenn es sich spekulieren lässt, ob sie von “Männer-Hassern“ stammen. Dieser ganze Gleichberechtigungsstreit ist auf beiden Seiten traurig, alle haben die gleichen Rechte, egal ob Mann, Frau etc.
Aber neeein, Frau Gschwind-Penski soll ja ihr eigenes Geschlecht hassen. Schließlich hat sie am Weltfrauentag nur ein gutes Wort für die Männer eingelegt. Wie kann sie nur, sie muss eine Frauenhasserin sein, diese Frau! (Könnte glatt von Alice Schwarzer stammen.)

Ich hoffe nur das Frau Gschwind-Penski sich von diesen Idioten nicht unterkriegen lässt! wink

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Es gibt halt Frauen, die sehen erst mal grundsätzlich und ausnahmslos ALLE Männer als ihre Feinde an, selbst jene, die absolut auf deren Seite stehen.
Diese Frauen wollen aber keine Gleichberechtigung. Was diese wollen ist, dass der Spieß umgedreht wird, die Frauen das Sagen haben und zwar alleine und Männer hinter den Herd und der „Willkür“ der Frauen ausgeliefert (so wie es früher ja leider auch für die Frauen war).
Genau diese Frauen sind es, die der Gleichberechtigung und dem Erfolg von Frauen mehr schaden, als es die Männer, denen das nicht passt, je könnten.

Lilith
Lilith
1 Jahr zuvor

Ich nutze kein Twitter Facebook oder So ein Käse und genau so eine Geschichte bestätigt mich das weiterhin zu lassen.

Mein soziales Netzwerk:draußen

Ach und ich danke auch allen Männern dieser Welt, vor allem in den moslemischen, das sie so für die frauenrechte kämpfen und alles ????

Phinix Silverbullet
Phinix Silverbullet
1 Jahr zuvor

„muslimischen“ wenn schon dann bitte richtig! ;D

Lilith
Lilith
1 Jahr zuvor

Handy Korrektur ftw ^^ MUH slemisch. Besser ?

Phinix Silverbullet
Phinix Silverbullet
1 Jahr zuvor

Ich hab direkt den Witz mit „Was ist ein Türke auf einem Fahrrad?“ im Kopf! xD

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Einfach nur traurig zu sehen, wie einige fehlgeleitete Individuen das nach wie vor wichtige Thema der Gleichberechtigung in den Schmutz ziehen und versuchen, daraus einfach nur egoistische Privilegien für sich selber abzuleiten. Dabei scheuen sie sich nicht mal davor, andere mit Morddrohungen zu überziehen. Einfach nur traurig und kontraproduktiv.

Der Sinn dahinter – GLEICHES Recht für ALLE, nicht „Jetzt sind wir mal mit diskriminieren dran!“ – geht dadurch absolut verloren und die Bedeutung der gesamten, facettenreichen Bewegung wird damit zunichte gemacht. Das sind Facetten, die niemand braucht und alle wahren Feministinnen und Feministen sollten, nein… MÜSSEN sich von so etwas distanzieren.

Und wo wir schon beim Thema sind: WAHRE Feministinnen und Feministen wie seinerzeit die Suffragetten würden sich bei so einer peinlichen Zurschaustellung der Unzulänglichkeit im Grabe herumdrehen.

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Und da wundern sich viele warum ich sage man soll die ganzen weiteren Gleichberechtigungsforderungen lassen und damit zufrieden sein, was man erreicht hat.

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Aus meinem Blickwinkel ist es genau der Gegenteilige Beleg, dass bei weitem noch nicht genug getan wurde. Sarah Bosetti hat mal treffend gesagt: Feminismus ist anstengend aber leicht loszuwerden. „Feminismus wird man nicht los, indem man ihn bekämpft. Feminismus wird man los, indem man Sexismus bekämpft.“

https://vimeo.com/226137198

survivalspezi
survivalspezi
1 Jahr zuvor

Puh, schwieriges Thema, denn beide Seiten beklecksen sich nicht mit Ruhm! Meist geht es bei Gleichberechtigung immer nur um die Vorteile, aber nie um die Nachteile. Dinge werde meist nie logisch ausgewertet und die biologischen Unterschiede werden missachtet. Das fällt für mich zur Zeit aber auch unter dem Thema „Political Correctness“… unnötige Dinge werden breit getreten und jede Seite hat eine zu eingeschränkte Sichtweise. Natürlich ist das hier nicht schön und jede Morddrohung sollte zur Anzeige gebracht werden, aber ich kann nun nicht beurteile wie diese Frau sich sonst in ihrer Feministinnen-Bewegung sonst so gibt… mich lässt das sonst kalt. Es soll letztendlich auch Männer geben die von ihren Frauen unterdrückt und geschlagen werden. Das Thema ist das aber wieder zur peinlich für die Medien!

ZeRo CaSh
ZeRo CaSh
1 Jahr zuvor

ich glaube nicht dass man den worten der künftigen staatsministerin gehör schenken sollte, da sie letztens öffentlich gesagt hat anstatt das internetnetz in deutschland auszubauen hätte sie lieber flugtaxis, kein scherz, sie hat gesgat sie würde sich einsetzten flugtaxis möglich zu machen

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Ich finde auf dem Satz wird aber echt hart rumgeritten. Sie bezog sich damit auf das Flugtaxi-Projekt in Dubai, das dort gegenwärtig läuft und weitestgehend von Deutschen entwickelt wurde.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Flugtaxis sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu „Das Fünfte Element!“

https://i.pinimg.com/origin

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Selbst wenn es in dem Kontext wäre, denn du versuchst zu konstruieren, kann ich das Problem nicht erkennen.

Abgesehen davon, dass es ihr Anliegen war, praktische Anwendungen auf zuzeigen für die gute Netze essentiell und von vitaler Bedeutung sind. Zum Beispiel auch autonomes Fahren etc.

Schade das viele nicht in der Lage sind Ihren Ausführungen zu folgen oder es schlicht nicht wollen.

Homura
Homura
1 Jahr zuvor

Selbst dann, ihr Satz über Twitter spricht viel für sich.

Jona
Jona
1 Jahr zuvor

Was hast du gegen Flugtaxis ?

T-Hunter
T-Hunter
1 Jahr zuvor

Mal wieder eines dieser traurigen Beispiele warum die meisten Metoo; Black lives Matter und was es da sonst noch gibt nicht mehr ernst nehmen. Alle sind mit einem guten Ideal gestartet und dann kamen die unberechenbaren „Radikale“ dazu und ziehen den ganzen Laden in den Dreck.

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