Blizzard erklärt, wie man Overwatch jetzt 40 % weniger toxisch gemacht hat

Blizzard führte in Overwatch das Anerkennungs-Feature ein. Das ist eine Möglichkeit, mit der Spieler für Ihr gutes Verhalten von anderen Spielern belohnt werden können. Wie Blizzard sagt, macht sich das System stark in der Stimmung der Community bemerkbar.

Um dieses Feature geht es: Im Sommer 2018 bereicherte Blizzard seinen Helden-Shooter Overwatch um das Endorsement-Feature. Das ist eine Funktion, mit der man die Leistung anderer Spieler anerkennen kann.

Die Idee hinter der Funktion ist, dass die Community ermutigt wird, sich nett zu verhalten. Denn die Funktion belohnt Spieler mit Erfahrungspunkten und Lootboxen. Man kann andere für ihre gute Einstellung, Shot-Calling oder Teamwork anerkennen. Andersrum auch andere für negatives Verhalten melden.

Man will gutes Verhalten belohnen, statt den Fokus auf die Strafe für toxisches Verhalten zu legen. Schon kurz nach Einführung des Features gab Blizzard positive Rückmeldung. So viel besser wurde Overwatch bereits kurze Zeit nach Aktivierung der Funktion.

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Overwatch sagt: Seid nett zueinander

Das sind die neuen Zahlen: Seit dem Einbau des Endorsement-Features habe sich das schlechte Verhalten in der Community stark reduziert. Natasha Miller ist Research Scientist bei Blizzard und beschäftigt sich mit dem Verhalten der Spieler.

Während der Game Developers Conference erklärte sie in einem Talk, dass das toxische Verhalten nun in 40 % weniger Overwatch-Matches auftritt, seit es im letzten Jahr aktiviert wurde. Zwischen 50 % und 70 % der Spieler sollen das Anerkennungs-System nutzen und andere Spieler am Ende eines Matches bewerten. (via Variety)

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Spieler in Overwatch sind wieder glücklich und bekommen sogar Geschenke

Was zählt als toxisches Verhalten? Das sind alle negativen Sachen, die das Match stören. „Dinge wie Spieler, die absichtlich Matches verlieren, das Schreiben oder Sagen von schrecklichen Dingen im Chat oder durchs Mikrofon oder das AFK-Gehen während eines Spiels“, erklärt Miller.

Warum funktioniert das System so gut? Miller erklärte, dass toxisches Verhalten oft deshalb entsteht, weil es in Online-Games keine gesellschaftlichen Konsequenzen gebe.

In Online-Communitys gibt es normalerweise keine Konsequenzen für schlechtes Verhalten und keine Belohnungen für Star-Spieler“, fügt sie hinzu. „Wir wollten der Community ihr eigenes Belohnungssystem geben.“

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„Es ist ein Unterschied zwischen physischen und Online-Communitys“, sagte sie. „Wenn du ständig zu spät kommst und bei der Arbeit nur das absolute Minimum machst, wirst du nicht befördert. Du musst dann zusehen, wie jemand anderes, der diese Arbeit macht, die Gehaltserhöhung bekommt.

Das Anerkennungssystem gibt Spielern die Möglichkeit, in Rängen aufzusteigen, wenn sie nett sind. Die Ränge sind dynamisch und verändern sich je nach Bewertung. Dafür wird man mit Lootboxen in Overwatch belohnt. Außerdem kann man mit dem Suche-Nach-Gruppe-Feature Spieler finden, die sich in Overwatch gut verhalten.

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