Overwatch: D.Va – das personifizierte Symbol für Frauenrechte in Games

Die Overwatch-Heldin D.va bleibt in Südkorea ein Symbol für Frauenrechte. Gerade Spielerinnen haben dort einen sehr schweren Stand.

Wir haben schon vor Kurzem darüber berichtet, dass D.Va und Ihr Hase ein wichtiges Symbol bei dem „Women’s March“ waren. Doch die Bewegung geht noch weiter. Die Gruppe „For D.va“, auch bekannt als „National D.va Association“ in Südkorea nutzt die Overwatch-Heldin als Maskotchen. Die Gruppe begann eigentlich als Protest gegen die Präsidentin von Südkorea, Park Guen-hye, die Kritik immer wieder damit abmildern wollte, dass sie „ja nur eine Frau sei“, während sie tief in verschiedene Korruptionsskandale verwickelt war.

overwatch team dva

Doch auch nach der Suspendierung der Präsidentin existiert „For D.va“ weiter, um die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Gamingszene voranzutreiben – mit D.va als Symbol.

Kotaku stand mit einem der Mitglieder in Kontakt, hat viele Fragen rund um die Bewegung und das Frauenbild in der nationalen und internationalen Gamingszene gestellt.

„Wir wollen nur, dass die Leute Frauen wie gleichberechtigte menschliche Wesen in der Gamingszene behandeln, sodass wir nicht immer beleidigt oder sexuell belästigt werden, wenn wir Spiele spielen.“

Besonders in Südkorea, dem Land, das so viele gute Spieler hervorgebracht hat, ist die Diskriminierung von Frauen in dem Bereich besonders hoch.

Overwatch DVa Bubblegum

Wir berichteten über den Fall der jungen Spielerin Geguri, die so gut mit Zarya umgehen konnte, dass man ihr massenhaft Cheaten und Hacken vorgeworfen hat. Selbst nachdem Blizzard sie davon frei sprach, nahm der Druck weiter zu. Letztlich sah sie sich gezwungen, öffentlich zu zeigen, was sie drauf hat. Das gelang ihr, wenngleich sie am Ende vor Last und Druck am Weinen war.

„Es ist schon fast Routine, dass weibliche Spieler oft im Chat belästigt werden, besonders mit sexuellen Beleidigungen wie „Schlampe“ oder „Hure“. Der Gedanke ist in Korea weit verbreitet, dass Frauen Spiele gar nicht spielen können und, wenn sie einen hohen Rang haben, diesen durch Hacks bekommen haben oder weil sie mit den Männern geflirtet haben.“

Overwatch Dva Underpants

Wie männliche Spieler mit D.va im Spiel umgehen, verrate auch viel darüber, wie sie über Frauen denken. „Als Beispiel, D.vas Skin für das Jahr des Hahns – ein traditionelles Hanbok-Design – bringt viele Männer dazu, D.va immer unter den Rock zu schauen, als Demütigungstaktik gegen ihre Gegner.“


Ebenfalls gerade in Overwatch: Der nächste Held Doomfist schleicht sich an – jemand klaut seinen Handschuh!

Quelle(n): kotaku.com
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Orchal

Das mit dem unter den Rock schauen, sie hat ja sogar ne mittellange Shorts drunter lohnt sich nicht mal D:

Corbenian

Finde ich gut, dass sich D.Va als Personifizierung der weiblichen Gamer etabliert und so auch Symbol für Gleichberechtigung wird (nur auf Frauenrechte zu setzen führt leider auch zu Benachteiligung von Männern, daher bevorzuge ich Gleichberechtigung. Man will ja nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben, oder?).

Man kann sich allerdings auch Dinge einbilden, bzw. gewollt auf seine Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Ethnie, etc. schieben… man muss sich halt nur empören wollen, oder es einfach ignorieren.

>>[…] den Fall der jungen Spielerin Geguri, die so gut mit Zarya umgehen konnte,
dass man ihr massenhaft Cheaten und Hacken vorgeworfen hat. […]<<

Das liegt nicht am Geschlecht. Ich bin nicht weiblich 😉 und wurde auch schon öfters geflamed, dass ich doch cheate, wenn ich einfach mal einen Lauf hatte. Es interessiert bloß niemanden, wenn ich jetzt mich beschwere, dass ich als Mann beleidigt werde – ist nicht eignetlich genau DAS Diskriminierung?

>>Es ist schon fast Routine, dass weibliche Spieler oft im Chat
belästigt werden, besonders mit sexuellen Beleidigungen wie „Schlampe“
oder „Hure“.<<

Herje. Und als Typ wird man oft genug als “Schlappschwanz”, “Feigling”, “Hurensohn”, etc. pp. beschimpft – ist das besser? Die Internetgemeinde ist halt eine asoziale Gemeinde… ist leider so. Die scheinbare Anonymität bringt nicht unbedingt das Beste zum Vorschein. In der Realität sind es die vermummten “Demonstranten”, im Internet sind es Trolle. Nimmt man ihnen die Anonymität, sind es meistens kümmerliche Kreaturen, die vieles zu kompensieren haben.

>> Wie männliche Spieler mit D.va im Spiel umgehen, verrate auch viel darüber, wie sie über Frauen denken. „Als Beispiel, D.vas Skin für das Jahr des Hahns – ein traditionelles Hanbok-Design – bringt viele Männer dazu, D.va immer unter den Rock zu schauen, als Demütigungstaktik gegen ihre Gegner.“ <<

Unter den Rock einer virtuellen Figur schauen, ist Diskriminierung von Frauen? Aber auf den eingeölten Oberkörper von diversen “Helden” zu gaffen ist wieder okay? Herje, lass doch einige unters Röckchen einer Spielfigur (!) schauen. Genji rennt mit seinen zusammengepressten Cyborg-Bullentestosteron-Arschbacken nonstop durch die Pampa… von Männerdiskriminerung sprach da noch niemand.

Nicht falsch verstehen. Aber manchmal werden Süppchen gerne sehr heiß gekocht, damit man einfach mal in die Presse kommt. Hat diverse Vorteile, als Profigamer, bekannter zu sein 😉

Gleichberechtigung ist unverzichtlich für eine friedliche Gesellschaft. Umso fragwürdiger, wenn solche Thematiken für diverseste Ziele instrumentalisiert werden…

Seal

Bei diesem Thema sollte man sich etwas von unserer westlichen Denkweise entfernen. Hierzulande, wie auch in vielen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten ist Gaming abseits von Casual längst auch von Frauen mitgestaltet.

Das sieht aber in Korea noch etwas anders aus. Es ist eine ziemlich Jungs-Domäne und hier werden explizit Frauen niedergemacht die entsprechende SKills vorweisen können (Von denen ich und andere Herren der Schöpfung nur Träumen) getreu dem Motto “Das kann die nicht können, sie hat keinen Penis”. Das ist der UNterschied. Grade D.Va als Koreanischer Char wird mit dem neuen SKin auch ganz bewusst “gedemütigt”. Dieses “unter den Rock schauen” ist in Korea, auch in japan eine ziemlich seltsam dominante und assoziale Sitte. Hier geht es nicht darum feuchte Jungenträume zu befriedigen oder um Spaß sondenr um Machtverhalten.

In unseren heimischen Gefilden würde ich dir sonst in den Punkten zustimmen.

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