One Piece auf Netflix kommt nicht ohne Kontroversen aus. Besonders Änderungen gegenüber der Manga- und Animevorlage stoßen bei den Fans teils auf Ärger. In einem Interview haben die Showrunner nun betont, wie sehr Eiichiro Oda wirklich involviert ist.
Die Live-Action-Adaption von One Piece auf Netflix hat nun zwei Staffeln hinter sich und kam dabei nicht immer nur gut an. Langjährige Fans stören sich vor allem an verschiedenen Änderungen.
Der Schöpfer der Manga-Vorlage, Eiichiro Oda, hatte im Vorfeld von Staffel 2 Sorgen bezüglich mancher Details, etwa wenn es um das Aussehen von Chopper geht. Auch das Erzähltempo veränderte sich von Staffel 1 zu Staffel 2, was Oda ebenfalls begründete.
Wie weit sein Einfluss auf die Adaption insgesamt wirklich ging, haben nun die Macher der Serie verraten.
Eiichiro Oda segnet alles ab
Was sagen die Showrunner? In einem Gespräch mit IGN haben Becky Clements (Tomorrow Studios), Showrunner Joe Tracz und Autor Ian Stokes über die Beteiligung von Eiichiro Oda an der Netflix-Serie gesprochen.
Dabei wurde betont, dass der Mangaka von Anfang an direkt an der Produktion teilnimmt. Er erfahre von Ideen, lese die Drehbücher und schaue Schnittfassungen und Casting-Entscheidungen an. Auch Konzeptzeichnungen würden über seinen Schreibtisch wandern.
Alles, was wir tun, wird immer von Oda-san persönlich genehmigt. Nichts kommt überraschend. Und so sagt er manchmal: „Nein, das muss wieder rein“, und wir sagen: „Aber wir haben kein Geld dafür.“ Und er sagt: „Dann besorgt das Geld.“ Und dann besorgen wir das Geld [lacht].
Ian Stokes
Auch wenn die Showrunner zunächst anderer Meinung waren, würden sie am Ende immer vom Meister selbst mit einer besseren Idee überzeugt werden.
Niemand anderer würde die Figuren und die Welt so gut kennen und verstehen. Joe Tracz hebt hervor: „Es wäre also töricht von uns, diese Weisheit nicht zu schätzen und nicht auf sein Feedback zu hören. Auch wenn er ein Vetorecht hat, stellt sich doch die Frage: Warum sollten wir überhaupt etwas tun wollen, das nicht seinen Absichten entspricht?“
Was sagen die Fans zu den Aussagen? Dass Oda so eng mit den Produzenten und Showrunnern arbeitet, sorgt für Skepsis und Lob gleichermaßen.
Unter einem x.com-Post des Users und One-Piece-Fans newworldartur sammeln sich Kommentare von skeptischen Nutzern, die denken, dass die Aussagen der Showrunner bloß den Ärger der Fans besänftigen soll. Andere sind gegenteiliger Meinung.
- „Eine gewagte These (vielleicht) … Man hat das Gefühl, dass der Satz ‘Oda hat es abgesegnet’ mittlerweile dazu dient, Kritik an der Serie herunterzuspielen“, findet Subatomic Viewer.
- „Oda selbst und sein Team sagen ständig, dass Oda stark involviert ist. Aber einige wahnsinnige Fans wollen es nicht glauben, das ist so lustig. Die Schauspieler von Vivi und Smoker haben in Interviews gesagt, dass jede Besetzung von Oda genehmigt werden muss“, widerspricht miri.
- „Wenn die Menge an Überarbeitungen und Änderungen am Skript so groß ist, dass sie Überraschung auslöst, dann ist es kein Wunder, dass die Show gut ist – es ist Oda, der das Skript schreibt“, sagt HealForMoney.
- „Dass sie dies als Manga-Adaption und nicht als Anime-Adaption behandeln, ist ein riesiger Gewinn“, meint YoubeArLi3.
- „Oda arbeitet so hart für uns“, fasst TB gerührt zusammen.
Klar ist, dass ein so komplexes Thema wie One Piece bei einer Adaption immer für Unstimmigkeiten in der Community sorgen wird. Die Serie kann und wird nicht alle zufriedenstellen, egal wie groß die Beteiligung von Oda ist.
Beruhigt euch die Aussage, dass der Mangaka das letzte Wort bei der Adaption hat? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Der Hauptdarsteller der Serie hat seine liebsten Anime-Figuren gekürt: „Sogar „Ruffy“ aus One Piece auf Netflix ist überzeugt, dass Son-Goku der beste Held der Anime-Geschichte ist
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