Nutzer lässt ChatGPT das erste Portal ganz alleine durchspielen, muss dafür „nur“ 500 Euro zahlen

Chell Portal Titel

Kann eine KI einen PC-Titel durchspielen? Ja, das geht, aber es dauert und kostet. Das musste jetzt ein Nutzer feststellen, der ChatGPT dazu gebracht hat, das originale Portal durchzuspielen. Immerhin hat das 24 Stunden gedauert und rund 500 Euro gekostet.

Ein Nutzer hat die neuste Version von ChatGPT, GPTA-6 „Astra“, dazu aufgefordert, das originale Portal durchzuspielen. Damit hat die KI zwar keine Spitzenspielzeit erreicht, aber immerhin den Titel durchgespielt und für den Ersteller einige Kosten verursacht.

Am Ende musste der Nutzer cozyblaze für das Experiment 571,18 US-Dollar zahlen. Umgerechnet sind das etwa 500 Euro.

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Der offizielle Trailer zu Portal 2 von Valve

Nutzer bindet ChatGPT mit Toolset an das Spiel

Wie genau hat die KI das Spiel durchgespielt? Der Tester hatte ChatGPT mit einem Toolset und mit dem Spiel verbunden. Der Vorteil daran ist, dass die KI dadurch selbstständig bestimmte Schritte planen, Befehle an das Spiel weitergeben und gleichzeitig neue Daten auslesen oder verarbeiten kann.

Das konfigurierte System mit dem Toolset hielt das Spiel an, während das Modell Screenshots verarbeitete und entschied, was als Nächstes zu tun war. Wenn man so will wurde der actionreiche Puzzle-Plattformer für ChatGPT zu einem rundenbasierten Strategiespiel umfunktioniert:

  • Das Spiel wurde angehalten, sobald das Modell eine Entscheidung treffen musste.
  • Das Modell bekam visuelle Informationen (Screenshots) und zusätzlich die Spieler‑Koordinaten.
  • Auf Basis dieser Eingaben wählte es die nächste Aktion und führte sie über ein verbundenes Tool‑Set aus.
  • Anschließend ging es mit der nächsten „Runde“ weiter.

Einschließlich der Überlegungsphasen lief das gesamte Experiment fast 24 Stunden lang. Der Nutzer hat auf YouTube den gesamten Verlauf auf rund 2 Stunden heruntergekürzt. Das Ergebnis könnt ihr euch direkt auf YouTube ansehen:

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Warum ist das so teuer? KI-Agenten wie ChatGPT verschicken für jede Bild- und Texteingabe eine Anfrage, die sogenannte Token verbrauchen. Am Ende kamen so laut Nutzer 3.336 Token zusammen, die insgesamt 571,18 US-Dollar kosteten.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Nutzer oder Entwickler eine KI ein Spiel durchspielen lassen. Wissenschaftler der UC San Diego haben einen Versuch gestartet, bei dem sie KI-Modelle dazu brachten, das Rollenspiel Dungeons & Dragons zu spielen. Das sollte ihre Langzeitleistung in verschiedenen Aspekten prüfen. Das Experiment klappte mal mehr, mal weniger gut: Forscher lassen große KIs Dungeons & Dragons spielen, um ihre langfristige Leistung zu testen

Quelle(n):
  1. videocardz.com

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