Monster Hunter trifft auf Elden Ring: Ich konnte als eine der ersten Personen aus Deutschland Nodusfall zocken – so gut wird es 

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Auf der Opening Night Live wurde während der gamescom 2026 ein neues Spiel von HoYoverse angekündigt, das so gar nicht zu den vorherigen Titeln passt. MeinMMO-Redakteurin Jasmin konnte sich als eine von wenigen Pressevertretern aus Deutschland das Spiel genauer anschauen und berichtet von ihren Eindrücken. 

Als HoYoverse ihr neues Spiel Nodusfall auf der Opening Night Live präsentierte, sind mir, wie vermutlich vielen von euch, die Augen ausgefallen. Das Studio verbinde ich nämlich eher mit Titeln im Anime-Look wie Genshin Impact oder Honkai Nexus Anima, dem ich einiges abgewinnen konnte. 

Als dann die ersten epischen Drachen über den Bildschirm flogen, war ich zunächst skeptisch, da der Richtungswechsel bei ihrem neuen Koop-Game schon sehr krass ist. Während der gamescom 2026 konnte ich mich selbst vom Spiel überzeugen und kann euch jetzt verraten, ob dieser Richtungswechsel geklappt hat. 

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Das neue Hoyoverse-Spiel Nodusfall im düsteren Trailer

Nodusfall setzt auf epische Sagen, auch aus Deutschland

In Nodusfall tritt man in einem Team aus vier Spielern gegen allerlei Bossgegner aus diversen Mythologien an. In unserem Fall mussten wir als Vierer-Squad gegen drei unterschiedliche Feinde antreten. 

Zu Beginn konnte sich jeder Spieler eine von vier Klassen aussuchen. Ich habe mich dabei für eine Bogenschützin entschieden. Dabei bin ich tatsächlich einfach nur nach der Optik des Charakters gegangen und nach dem Fakt, dass es sich um eine Fernkämpferin handelt, schlicht, weil ich lieber aus der Ferne angreife. 

Unser erster Gegner war ein Säbelzahntiger mit Hörnern und Flügeln, den wir schnell wegkloppten. Darauf folgten der Maldrake und sein Drachenreiter, die von dem deutschen Nibelungenlied inspiriert wurden. Danach stiegen wir in die chinesische Mythologie mit dem Qiongqi ein. 

All diese Gegner hatten ihre eigenen Bewegungsmuster. Der Drache schoss beispielsweise flächendeckende Flammenangriffe über das Feld, während sein Ritter einen Spieler in den Fokus nahm und mit seiner Lanze angriff. Der Qiongqi dagegen setzte voll auf Flächenangriffe und versuchte, so viele Spieler wie möglich zu erwischen. 

Für den Kampf standen rund fünf Angriffe zur Verfügung, die sich mit der Zeit immer wieder aufluden. Jede Klasse hatte dabei ihre eigenen Angriffe. Ich kann leider nicht beurteilen, wie sich die anderen Klassen spielten, da ich während des Spieldurchgangs bei meiner Bogenschützin blieb. Ich hatte jedoch das Gefühl, immer aus sicherer Entfernung angreifen zu können, es sei denn, der Gegner nahm mich plötzlich in den Fokus. 

Einen dieser Angriffe konnte man sich selbst aussuchen. Ich wollte ein wenig unterstützend spielen und entschied mich deshalb für einen Skill, bei dem man seine Kameraden heilte und umgefallene Spieler sofort wiederbelebte. 

Besonders ansehnlich sind dabei die Spezialangriffe, die pro Bosskampf rund zweimal zum Einsatz kamen. Meine Figur verwandelte sich dabei auf einmal in ein Überwesen mit schwarzen Flügeln, das dunkle Angriffe auf den Gegner schleuderte. Andere Klassen wiederum konnten sich in ein mythisches Wesen verwandeln oder anderweitig angreifen. 

Insgesamt wirken die Kämpfe total bildgewaltig. Die Optik aus dem Trailer kommt auch in den Kämpfen gut rüber und die Landschaft ist ebenso episch wie die Bosse. Ich habe mich wie die Heldin in einer Endzeitwelt gefühlt, die es mit überkrassen Gegnern aus der Mythologie aufnehmen muss. 

Die Kämpfe haben mich insgesamt an eine Mischung aus Elden Ring und Monster Hunter erinnert. Hatten wir nämlich einem Monster einen Lebensbalken abgezogen, konnte es vorkommen, dass es den Ort wechselte und wir hinterher teleportieren mussten. Der Elden-Ring-Vergleich ist der Optik geschuldet, denn es sieht genau so episch aus wie in der düsteren Welt des From-Software-Titels.

Mein Squad war der erste, der alle drei Bosse bewältigte

Um die Gegner zu besiegen, musste man als Team zusammenarbeiten. Ab und zu war es nämlich möglich, den Gegner zu exekutieren, was den Boss einen beträchtlichen Betrag seines Lebensbalkens kostete. Dazu mussten sich mehrere Spieler um den betäubten Gegner versammeln, kurzzeitig aufhören anzugreifen und dabei dieselbe Taste drücken, um diesen Gruppenangriff auszuführen. 

Leider verpassten wir diesen Moment manches Mal, weil eines unserer Teammitglieder sich entschied, einfach weiter draufzukloppen, weshalb uns etwas Schaden entging. 

Trotzdem packten wir es von acht 4er-Teams als Erste, alle 3 Bosse zu besiegen. Und das hätte eigentlich so nicht sein dürfen, weshalb hier auch meine Kritik liegt.  

Abseits der Exekutionen haben wir uns nämlich kein einziges Mal abgesprochen, weshalb mir die Kämpfe insgesamt viel zu leicht vorkamen. Der Hauptgrund dafür war die Tatsache, dass man nach seinem eigenen Tod direkt am Lagerfeuer nebenan wiederbelebt wurde. 

Der Lebensbalken des Monsters blieb dabei immer auf derselben Stelle stehen. Getötet zu werden, war also gar keine wirkliche Strafe. Es kostete einen einfach nur einige Sekunden, in denen man sich wiederbeleben und wieder zum Gegner hinrennen musste. 

Das Ganze ist deshalb so kurios, weil wir lächerlich oft gestorben sind. Ein weiterer Kritikpunkt ist nämlich, dass das Spiel einem gar nicht so wirklich signalisiert, wenn man kurz vor dem Ableben ist. Es gibt keine rot leuchtenden Lebensanzeiger oder andere Warn-Elemente, die einem die niedrigen Lebenspunkte signalisieren. 

So kam es in einem Kampf bestimmt drei- bis viermal vor, dass ich mich wunderte, plötzlich am Boden zu liegen. Die anderen Teammitglieder können einen dann wiederbeleben, aber manchmal war es einfach schneller, den Wiederbeleben-Knopf zu drücken und sich dann vom benachbarten Lagerfeuer aus erneut in den Kampf zu stürzen. 

So oder so hat sich Nodusfall komplett anders angefühlt als die bisherigen Spiele von HoYoverse. Wenn die Kritikpunkte angegangen werden und zeitig mehr Inhalte zum Spiel dazu kommen, sehe ich darin ein vielversprechendes Spiel für Gelegenheitsgamer, die auf ein neues Monster Hunter im Fantasy-Gewand warten.

Im Gegensatz zu Genshin Impact und den anderen Vertretern von HoYoverse soll es keine Gacha-Elemente geben. Ihr müsst die Charaktere also nicht über Banner pullen. Jedoch wird es trotzdem Dinge geben, für die ihr Echtgeld ausgeben könnt. Weitere Informationen zum Game findet ihr im folgenden Artikel auf MeinMMO: „Genshin Impact“-Macher eifern mit ihrem neuen Online-RPG Elden Ring nach, mit Fokus auf Koop, aber ohne Gacha

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