Als New World im September 2021 erschien, zog es riesige Spielermassen an. Der anfängliche Hype flaute aber schnell wieder ab. Jetzt hat ein großes Update dem MMORPG neues Leben eingehaucht. Auch MeinMMO-Autorin Nicole hat einen Blick reingeworfen – und seitdem spielt sie versehentlich nichts anderes mehr.
Die Ankündigung von New World mit seiner offenen Welt, dem düsteren Fantasy-Setting und der schicken Grafik hat mich damals sofort gepackt. Ich hatte richtig Lust, das MMORPG auszuprobieren.
Andere Vertreter des Genres konnten mich einfach nie so richtig abholen: World of Warcraft war mir optisch zu altbacken, The Elder Scrolls Online sah zwar besser aus, hat mich aber nicht lange gefesselt. Mein Highlight dort war das Angeln, und das sagt vermutlich schon alles über meine Verbindung zu TESO.
Im September 2021 war es dann endlich so weit: New World feierte seinen Launch, über 913.000 Spielerinnen und Spieler starteten in das MMORPG (laut SteamDB), und auch ich bin irgendwann im Spiel angekommen, nachdem ich einige Stunden Minuten in der Charaktererstellung verbracht hatte.
Elendig lange Laufwege, lahmer Content, gähn
Planlos irrte ich durch die offene Welt, erledigte Quests, sammelte Ressourcen und lief … nun, ich lief sehr viel. Denn: Damals gab es keine Reittiere. Ich brachte es zwar auf etwa 155 Spielstunden, aber wir beide, New World und ich, hatten keine Zukunft.
Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Und von diesen 155 Stunden habe ich vermutlich gut 55 Stunden auf den endlosen Wegen der Map verbracht, in der Hoffnung auf einen kleinen Geschwindigkeits-Boost.
Auch der Content hat mich irgendwann schlichtweg gelangweilt. Zwar gibt es verschiedene Gebiete, die ansteigende Schwierigkeitsstufen besitzen – inklusive Quests, kleinen und großen Storylines und neuen Ressourcen. Aber der ewige Loop aus aufleveln, questen, neues Gebiet, wieder aufleveln und questen wurde schnell eintönig.
Und obendrauf diese Laufwege. Zu jeder Quest gehörte also viel Planung. Soll ich jetzt wirklich diesen weiten Weg auf mich nehmen, um in dieses Gebiet zu laufen? Was könnte ich unterwegs noch erledigen, damit es sich mehr lohnt? Und wofür mache ich das alles überhaupt? Irgendwann war die Luft raus. Vielen anderen ging es ähnlich und die Spielerzahlen von New World sanken rapide ab.
Die Ankündigung von Season 10 in New World stimmte mich dann aber doch ziemlich neugierig:
Viele Änderungen, Season 10 und ein Pferd brachten mich zurück
Was passierte dann? Tja, manchmal gibt es eben doch eine zweite Chance. Und „Schuld“ daran ist übrigens mein Kollege Karsten, der mit seiner Liste mit 5 MMORPGs, die ihr 2025 auch dann spielen könnt, wenn ihr nur wenig Zeit habt meine Neugier geweckt hat.
Kurz darauf las ich von dem großen Update zu Season 10, und alleine das neue Gebiet mit Werwölfen, Vampiren und schaurigen Regionen, die thematisch sehr gut zu Halloween passen, machte mich neugierig. Dass es mittlerweile außerdem endlich Reittiere gibt, hatte ich bereits aufgeschnappt.
Ich startete also neu, bastelte mir einen frischen Charakter, wählte dieses Mal die Okkultistin als Archetyp, mit einem Feuerstab als Primärwaffe und … war schon wieder ziemlich überfordert.


Die Map wirkt lebendiger als je zuvor
Der Unterschied zu damals ist jedoch, dass es etliche Spielerinnen und Spieler gibt, die richtig viel Ahnung von den Mechaniken, den Orten, Quests und dem Crafting haben. Im globalen Chat bekommt man auf fast jede Frage eine Antwort und Kompanien suchen regelmäßig neue Mitglieder. Einzelne Spieler bieten Unterstützung per Direktnachricht an. Man merkt: Die Spieler wissen Bescheid und helfen gerne, besonders Neulingen und Rückkehrern.
In den Städten ist super viel los, überall stehen Leute, die Instrumente spielen. Und auch die Events in der offenen Welt sind gut besucht. Dadurch wirkt die Welt generell sehr lebendig und bunt. Und ich habe richtig Lust, mich treiben zu lassen.
Im Spiel klickte ich mich aber zunächst durch das Menü. Plötzlich gab es hier einen ganz neuen Bereich mit dem Namen „Saison“. Zum Start von New World gab es noch keine Saisons, die kamen erst im März 2023, also rund eineinhalb Jahre später (via New World Wiki). Das heißt konkret: Alle drei Monate gibt es neuen Content, Belohnungen und Aufgaben.
Es gibt somit endlich einiges zu erledigen und obendrauf Loot, den ich mir verdienen kann, wenn ich aktiv und viel spiele. Und das auch, wenn ich keine Lust auf PvP- oder Gruppen-Inhalte habe. Genau das, was ich mir in so einem Spiel wünsche.
Was New World übrigens schon von Anfang an richtig gemacht hat, ist das Sounddesign. Egal, ob im Kampf oder beim Holzhacken: Alles klingt satt, authentisch und einfach gut. Das belohnende Geräusch beim Abschluss von Quests sorgt zusätzlich für einen Dopamin-Boost.
Auch die Musik ist ein Highlight. Sie begleitet atmosphärisch durch Aeternum, ohne aufdringlich zu wirken. Ich habe etliche Stunden damit verbracht, einfach nur durch die Landschaft zu ziehen, Ressourcen zu sammeln und der Musik zu lauschen. Insgesamt habe ich in 5 Tagen rund 45 Stunden gespielt. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es dieses Mal nicht dabei bleiben wird.
Der beste Zeitpunkt für New World ist jetzt
Wenn es euch wie mir geht und ihr das Spiel damals aus den Augen verloren habt: Gebt ihm eine zweite Chance. Wenn ihr New World ohnehin schon besitzt, steht nur noch ein Download zwischen euch und einem frischen Abenteuer in Aeternum. Die Welt sieht mit ihren unterschiedlichen Regionen nicht nur wunderschön aus, sie fühlt sich inzwischen auch lebendiger an als je zuvor.
Den DLC, der sonst rund 30 Euro kostete, gibt es mittlerweile zum Hauptspiel dazu – und damit auch die Mounts. Ihr seid also nicht (mehr) von den schlimmen Laufwegen geplagt, sondern könnt die Map entspannt auf einem Reittier erkunden. Neben frischem, saisonalem Content gibt es aktuell auch ein Halloween-Event. Bis zum 17. November habt ihr noch Zeit, euch schaurige Belohnungen zu erspielen.
New World macht derzeit vieles richtig. Die Spielerzahlen steigen, es gibt Warteschlangen auf den Servern, und die Community diskutiert positiv über neue Inhalte. MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz analysiert die plötzliche Wiedergeburt des MMORPGs von Amazon Games: New World schafft nach schwierigen Jahren die Trendwende und begeistert seine Community – Der Grund ist ganz simpel
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Gibt es immer noch diesen Waffenwechsel um gute dps zu machen?
Na Klar.
Ok danke
Je nachdem, wie lange es bei dir her ist: Es gibt nur noch 2 Waffen ^^ Und es gibt jetzt Artefakte, wo die 2. Waffe die Haupt-Waffe verstärkt.
Bei meinem Meta-Tank-Build z. B: nutze ich fast nur 1 Waffe (zumindest bei den Bossen) und die 2. Waffe ist nur für ihren Zusatz-Effekt gut :)…
Gibt ein paar Builds, die ähnlich strukturiert sind und trotzdem Meta, sowohl PvP, als auch PvE.
Die gründe warum ich schon nach ein paar Stunden aufgehört habe:
Die Animationen des Avatars sind so hölzern das es fast schon peinlich ist. Das movement und der Kampf fühlt sich eckig und klapprig an, das einem jede Lust vergeht, man hat das Gefühl man stolpert mit einer billigen Marionette durch die Welt. Ist das besser geworden?
Ich glaube ich weiß was du beim Kämpfen meinst. Bei dem Run spiele ich einen Feuerstab und komme damit besser zurecht. Nahkampf ist aber in keinem Spiel meins, muss ich gestehen 😀 Setze immer eher auf Fernkampf.
Hast du das richtige Game gespielt? Oo
Das gute und smoothe Kampfsystem ist eine der bekannten Stärken von NW. Und vor ca. 1 Jahr haben sie da ja nochmal einiges optimiert, als auch die Sprung-Animation stark überarbeitet wurde (wobei einige den alten vermissen^^).
Ach so, klar! Dann hab ich wohl New World Classic: Marionetten-Edition erwischt.
Wenn das, was du ‘smooth’ nennst, schon das Highlight sein soll – Respekt. Ich hab selten erlebt, dass ein Holzbein so selbstbewusst präsentiert wird.
Und die überarbeitete Sprunganimation? Sieht jetzt immerhin so aus, als würde der Char beim Absprung kurz überlegen, ob er den Sturz überlebt.
Spaß beiseite – die Foren sind voll von Leuten, die das genauso empfinden.
Aber hey, wenn’s dir gefällt, alles gut. Jeder hat ja seine Schmerzgrenze woanders.
Allgemeine Frage an die Runde: Bin auch interessiert, aber mich haben ein paar Dinge damals mit meinem Kollegen vergrault:
Gibt es immernoch das Steuersystem für die Häuser? (Fand ich scheußlich)
Sind die Quest immernoch zwangsunterbrochen, weil die nächste 5 Level weiter erst beginnt? (Das hat uns damals gebrochen, weil der weng bis dahin schon so zäh war)
Ist das Kampfsystem jetzt besser? (Fand ich ziemlich holzig, die Animationen teils dumm und viel zu wenige Mechaniken um langfristig Spass zu machen)
Sind mehr Events und NPCs in der Welt? (Wenn mal kein Spieler da war, war die Welt leer und wenn da mal n NPC war, stand der dumm rum)
Haben die endlich eine Schwimmanimation programmiert? (Sagt mir was zur liebe zum eigenen Spiel aus, wenn man sowas einfach mal nicht reinnimmt obwohl es Flüsse und Seen gibt)
Alles kann ich nicht beantworten, aber schwimmen kann man inzwischen und das Kampfsystem ist noch genau so wie zum Release. Hier und da gab es Anpassungen an den aktiven/passiven Talenten, aber im Grunde ist es noch so wie damals.
Aufbauend auf dem Kommentar von Geroniax:
Du meinst die Grundsteuer? Ja, die gibts immernoch. Die kannst du aber nahezu komplett ignorieren, weil die so gering ausfällt, dass du das, was dein Haus ein Steuern kostet 5 Minuten nach dem Spielstart schon wieder drin hast.
Du findest so viele Quests und steigst so schnell im Level auf, dass es keinen Leerlauf mehr gibt.
Das Kampfsystem ist noch fast das gleiche. Wenn es dir damals keinen Spaß gemacht hat, weil dir die Animationen nicht gefallen haben und du es nicht komplex genug fandest, wird es heute vermutlich nicht anders sein.
Die NPC stehen jetzt genauso dumm rum, wie vor einigen Jahren. Die sind zwar auch mittlerweile stärker in der Pampa verteilt, aber sie machen halt weiterhin nichts außer Quests verteilen.
Du hast zwar schon ein paar Antworten, aber nochmal^^: