Dem Twitch-Streamer MontanaBlack wird vorgeworfen, einem YouTuber Geld angeboten zu haben, damit dieser ein Video nicht veröffentlicht. Der Medienanwalt Christian Solmecke hat sich den Fall in seinem YouTube-Video angeschaut und gibt seine Einschätzung dazul ab.
Was wird MontanaBlack vorgeworfen? Der YouTuber ABK veröffentlichte vor ein paar Tagen ein YouTube-Video, in dem er behauptete, MontanaBlack hätte dem YouTuber KuchenTV Geld angeboten, damit dieser ein kritisches Video zu ihm nicht hochlade. Das soll ungefähr vor zwei Jahren geschehen sein.
Als Beweis blendet ABK heutzutage eine Sprachnachricht von MontanaBlack ein, in der der Twitch-Streamer den Sachverhalt so beschreibt. ABK nennt es Schweigegeld
(Quelle: YouTube ab 05:06).
Laut der Sprachnachricht habe KuchenTV das Geld – das bar ausgehändigt werden sollte – fast angenommen. Einen Tag vor der Übergabe habe er allerdings einen Rückzieher gemacht und sein Kritik-Video an MontanaBlack doch hochgeladen.
ABK erhob seinerzeit bereits diesen Vorwurf, sagte da aber, dass er keine Beweise mehr dafür hätte, seine Aussage zu untermauern. Der YouTuber wollte laut eigener Aussage zunächst die Reaktionen der Betroffenen testen, ob diese von alleine etwas sagen würden.
Nur wegen einer Sache hätte es Probleme geben können
Was sagt Christian Solmecke dazu? In einem YouTube-Video bewertet der Medienanwalt Christian Solmecke die Situation aus juristischer Sicht. Laut Solmecke ist es in Deutschland nicht illegal, jemandem Geld zu zahlen, damit ein Video offline bleibt. Er ordnet die Situation weiter ein:
- Eine Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB) schließe Solmecke aus, da KuchenTV nicht in einer Zwangslage oder in der schwächeren Position gegenüber MontanaBlack sei.
- Es handele sich laut Solmecke nicht um eine Bestechung (§ 334 StGB), da dieser Paragraph nur für Amtsträger, beispielsweise Beamte oder Soldaten, greife.
- Auch der Paragraph der Nötigung (§ 240 StGB) treffe nicht zu, weil MontanaBlack nicht mit Gewalt o. Ä. gedroht hätte, sondern angeblich versuchte, die Sache durch Verhandlungen und Geld zu regeln.
Das Einzige, was problematisch hätte sein können, sind Steuern, meint Solmecke. Ab einem Betrag von 20.000 Euro muss eine Schenkungssteuer gezahlt werden. In diesem Fall von dem Beschenkten, also KuchenTV. Hätte KuchenTV theoretisch das Geld in bar angenommen und nicht versteuert, so hätte er Steuerhinterziehung (§ 370 StGB) begangen.
„Ding zwischen mir und Monte“
Was sagen die Betroffenen? KuchenTV hat sich zu der Situation bereits geäußert:
Mir wird vorgeworfen, dass ich nicht jede private Information, die von anderen angesprochen wird, direkt ins Internet haue – wtf. Das war ein Ding zwischen mir und Monte und wir haben geklärt, dass es privat bleibt, auch wenn ich abgelehnt habe. Dazu hat Monte zu der Zeit, als ABK das angesprochen hat, dafür gesorgt, dass ich auf der Plattform überhaupt wieder eine Zukunft habe, warum soll ich dann eine private Sache zwischen uns random raushauen?
– KuchenTV auf X
MontanaBlack hat noch nichts zu der Thematik gesagt, weder auf den sozialen Plattformen, noch live im Twitch-Stream. Falls sich das ändert, updaten wir den Artikel selbstverständlich.
Es ist bekannt, dass MontanaBlack durch Twitch und YouTube einiges an Geld angesammelt hat und vermögend ist. Sein Geld gibt er gerne auch für besondere Sammelstücke aus. Eines stellte sich jedoch leider als Fälschung heraus: MontanaBlack prahlt seit fast 10 Jahren mit einem Sammlerstück, stellt jetzt fest: Er hat Tausende Euro verschwendet
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