Neues MMORPG startete vor einem Jahr auf Steam – Das hat sich seitdem getan

Am 20. Dezember 2019 startete das MMORPG Inferna in den Early Access auf Steam. Damals haben wir von MeinMMO über die starke Kritik berichtet, die das Spiel einstecken musste. Doch wie sieht es ein Jahr später aus?

Was ist das für ein Spiel? Inferna ist ein Free2Play-Fantasy-MMORPG, das aufgrund seiner Optik und Inhalte oft als „Metin 3“ bezeichnet wurde. Es befindet sich seit 2016 in der Entwicklung und wird von einem Indie-Studio mit nur 3 Mitarbeitern umgesetzt.

Inferna bietet euch:

  • Zwei spielbare Fraktionen, Caratas und Jerro
  • Die vier Klassen Krieger, Zauberer, Assassine, Halb-Dämon
  • Eine offene Spielwelt
  • Reit- und Haustiere
  • Erste Dungeons
  • Ein Verzauberungssystem für Ausrüstung
  • Eine Lokalisierung auf Deutsch, aber auch 10 weitere Sprachen

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Wie startete das MMORPG? Kurz nach dem Release auf Steam hagelte es Kritik. Besonders technische Probleme, unfertige Animationen, das schwache Kampfsystem und das langweilige Quest-Design wurden kritisiert.

Rund 40 Stunden nach dem Release hatte das Spiel 150 Reviews, von denen lediglich 42% positiv waren.

Insgesamt hat Inferna inzwischen 1.662 Bewertungen auf Steam bekommen. Davon sind 62 % positiv. Auffällig ist, dass die Bewertungen gerade in den letzten 30 Tagen mit 77% größtenteils positiv ausfallen. Wir schauen, was sich verändert hat.

Neue Karten, Gilden und Anpassungen am Kampfsystem

Das ist neu in Inferna: Seit seinem Release hat Inferna nahezu alle 2 Wochen ein Update bekommen. Die haben das Spiel um etliche Inhalte erweitert, auch wenn nicht alles umgesetzt wurde, was ursprünglich in der Roadmap geplant war:

  • Inferna bietet 20 Karten, 4 Dungeons und über 200 verschiedene Kreaturen
  • Es wurde ein Gilden-System samt eigener Skills und Missionen eingeführt
  • Es gibt neue Möglichkeiten zur Charakter-Anpassung. Wer noch einen alten Charakter hat, kann diesen beim ersten Einloggen sogar noch optisch verändern
  • Die Animationen im Kampf sind deutlich flüssiger geworden und zudem gibt es nun Tab-Targeting-Funktionen
  • Das UI wurde etwas angepasst, wirkt jedoch immer noch altbacken
  • Es gibt eine accountweite Truhe für Spieler, die gerne mehrere Charaktere nutzen

Neben diesen größeren Änderungen gab es zahlreiche neue Items, Skins, Hotfixes und Balance-Anpassungen. Zudem finden regelmäßig Events, darunter Feierlichkeiten zu Halloween oder Weihnachten, aber auch kurze Bonus-Events für eine Woche oder ein Wochenende.

Was fehlt aus der Roadmap? Schon zu Release waren wir von der umfangreichen Roadmap überrascht. Die versprach etliche Neuerungen, darunter Berufe, Versionen für iOS, Android und Konsolen, sowie Housing.

Genau die aufgezählten Punkte wurden bisher jedoch nicht umgesetzt.

Trotzdem spürt man beim Spielen einen großen Fortschritt im Vergleich zur Release-Version 2019. Nur das eintönige Quest-Design scheint sich zumindest im Startgebiet nicht verändert zu haben.

Inferna Ende 2020 – Lohnt es sich?

Das kommt ganz auf die eigenen Bedürfnisse an. Denn Inferna ist kein Grafik-Wunder und erfindet MMORPGs bei Weitem nicht neu. Wer jedoch auf alte Klassiker wie Metin 2 oder Knights Online steht und kein Problem mit Grinding und schwachem Quest-Design hat, der könnte bei Inferna ein neues Zuhause finden.

Das sagen auch die letzten Reviews auf Steam:

  • Meralath schreibt: „Metin 2 Remastered. Ich habe viel Metin 2 früher gespielt. Und ich meine wirklich viel, glaubt mir. Also dieses Spiel hat mein Interesse geweckt und hat es geschafft mich zu überraschen. Es ist immer noch grob und unfertig und ich bin sicher, dass sie regelmäßig aktualisieren und verbessern Tag für Tag. Ich hab große Hoffnungen“.
  • Arcania – Zero mag das Spiel, kritisiert jedoch die Animationen: „Man kann seinen eigenen Charakter einfach nicht mögen. Er läuft wie eine Gurke und schlägt wie eine Gurke. Die Fähigkeiten sehen einfach nicht gut aus. Es fühlt sich einfach nicht „wuchtig“ oder mächtig an. Die Umgebung, die Monster, Loot, Waffen, Quests, NPCS + das gesamte Umwelterlebnis sind 1A! Ihr solltet über komplett neue Animation für den Charakter nachdenken.“
  • Oolith gibt dem MMORPG eine negative Review und erklärt auch wieso: „Jeder der dieses Spiel anfängt sollte sich damit abfinden, dass es so gut wie keine Story und Quests gibt. Das vorderste Ziel in diesem Spiel ist looten und leveln. Die Grafik ist für ein „FreeToPlay“ Titel ganz okay. Die Steuerung ist etwas hakelig, nach 8 Stunden hab ich mich aber dran gewöhnt. […] Man hat das typische Gameplay, grindet ein paar Mobs zusammen und sprengt sie mit AoE auseinander. Also wenn man Fan von grindlastigen Spielen ist, könnte man das hier schon spielen.“

Was ist noch ein Problem? Das größte Problem von Inferna dürfte derzeit jedoch die Population sein. Laut Steamcharts kommt das MMORPG derzeit auf durchschnittlich 30 gleichzeitige Spieler. Im Peak waren in den letzten 30 Tagen 80 Nutzer gleichzeitig online. Das ist selbst für die noch überschaubare Welt von Inferna wenig.

Die Zahlen könnten jedoch beim offiziellen Release wieder nach oben gehen.

Inferna Spielerzahlen Steam
Die Spielerzahlen von Inferna auf Steam.

Wann erscheint Inferna? Einen offiziellen Release-Zeitraum gibt es noch nicht. Derzeit deutet nichts daraufhin, dass der Early Access schnell verlassen wird.

Bis zum vollständigen Release des MMORPGs soll sich noch viel ändern, darunter Vertonungen der Quests, die Möglichkeit zu heiraten, neue Maps und einige Dinge, die von der Roadmap 2020 liegengeblieben sind.

Weitere interessante MMORPGs in der Entwicklung findet ihr hier:

Die 8 aussichtsreichsten neuen MMOs und MMORPGs für 2020 und 2021

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Kevin

85% des Spieles ist aus dem Esset Store. Es werden Mounts die für 5€ fertig eingekauft wurden für 25€ das Stück weiter verkauft. Nun werden diese Pets auch noch leicht farblich verändert und als „limited“ mounts bezeichnet. Der Support ist auch als absolut mangelhaft zu bewerten. Wenn das nicht zeigt wie die Entwickler zu ihrem Spiel stehen dann weiß ich es auch nicht. Die Spielerzahlen sprechen für sich. Lasst die Finger von dem Schmutz es ist eure Zeit nicht wert.

butalive

Wirkte von Anfang an Altbacken, hakelig und inhaltsarm. Kaum Quests, Story, andere Mitspieler, Kämpfe und Gegner (in 3er Gruppen) wirkten einfach und fade, viele Inhalte waren nicht spielbar, alles extrem vereinfacht. Ich fands dennoch ok. Mit den erstne Dungeons war dann aber Schluss, weil die Steuerung so dermaßen schlecht ist dass man nicht ansatzweise gescheit spielen kann. Da gibt es viele interessante Old School Projekte wie Sage of Lucima und weitere, obwohl ich mir da auch keine illusionen mache, dass sie jemals rauskommen oder eine annehmbare Zahl an Spielern ansprechen. Das gilt ja sogar für den Primus der Old School Games Crowfall. Einfach nur enttäuscht.

Old School in neuer Grafik, mit neuen Systemen, das Beste aus allen Welten, das wäre mal was!!!

Leyaa

Also gerade so Dinge wie übersetzung in unterschiedliche Sprachen oder Port auf mobile Geräte und Konsolen halte ich für ein Team aus 3 Leuten (und in dem aktuellen Stadium des Spiels) für überflüssig bzw. verfrüht. Lieber sollte man sich meiner Meinung nach auf eine Spielversion konzentrieren und diese so rund wie möglich machen.

Lokalisation und Portierung sind Sachen, die warten können. Path of Exile z.B. hatte lange Zeit auch nur eine englische Version.

Ansonsten klingt es ganz nett, aber nichts was mich unbedingt ansprechen würde. Die Klassenauswahl sieht nach üblicher Genrekost aus (als Indiestudio will man sich da auch sicherlich nicht übernehmen), aber wenn man das Game auf der HP als storydriven bewirbt, erwarte schon etwas mehr als den 08/15-Questeinheitsbrei. Aber wer weiss, vielleicht kommt das ja alles noch.

Apo

80 Spieler im Schnitt? 😂
Keine weiteren Fragen euer Ehren.

Peacebob

Hmm naja… es gab schon spiele die noch weniger Spieler hatte und Erfolgreich wurden… Warframe zum Beispiel.

Apo

Wenn man Steamcharts glauben darf hatte Warframe nie unter 8.000 Spieler…das ist immerhin noch das hundertfache 😅

Nudelz

Soweit ich das beurteilen kann sind die Jungs noch gut dabei. Die genannten wichtigen Eckpunkte werden nach Fertigstellung zeigen ob das Spiel eine Zukunft hat oder eben nach Launch aufgegeben wird. Auf jeder Fall super Projekt. Hatte schon extrem viel Spaß damit!

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