Eines der ältesten MMORPGs steckt derzeit in der Krise – Was ist da los?

Das MMORPG Tibia hat mit einer Gold- und EXP-Inflation zu kämpfen. Die nun eingeführten Änderungen gefallen aber nicht jedem und es wird heftige Kritik laut.

Was ist das Problem? Der Zustrom an Gold in die Wirtschaft des 1997 gestarteten MMORPG-Klassikers Tibia geriet in den vergangenen Jahren außer Kontrolle.

Der Zustrom sah in den vergangenen Jahren so aus (in Millionen Gold pro Tag):

  • Januar 2017: 96
  • Januar 2018: 753
  • Januar 2019: 3116
  • Januar 2020: 2867

Das hat zu einer enormen Inflation geführt, welche das Spiel in eine Gold-Krise warf.

Ebenso kam es zu einem extremen Anstieg der Spieler, die schnell Level 1.000 erreichten, weil es in manchen Gebieten einfach zu viele EXP gab. Es wurden etwa für Events neue Gebiete entwickelt, in denen Spieler schnell EXP farmen konnten. Doch das führte dazu, dass niemand mehr die alten Orte besuchen wollte, weswegen man diese anpasste. So entstand ein Teufelskreis, der zu einem immer höheren Zustrom an EXP und Loot führte.

Tibia Screenshot 2

Entwickler reagieren, doch Spieler bleiben sauer

Was haben die Entwickler dagegen unternommen? CipSoft, das Entwicklerstudio hinter dem inzwischen 23 Jahre alten Tibia, hat die Jagdgebiete nun angepasst. Der Nerf führt dazu, dass es in einigen der Gebieten jetzt weniger Gold und EXP gibt. Darüber denkt das Team schon seit zwei Jahren nach, hat aber jetzt erst gehandelt, als die Situation aus dem Ruder geriet.

Wie reagieren die Spieler darauf? Nicht jeder aus der Community findet die Änderungen gut. Es kamen schon Vorwürfe auf, dass dieser Nerf nur eingeführt wurde, um den Verkauf von Tibia-Münzen anzukurbeln, doch das streiten die Entwickler ab. Mache Spieler hätte sich auch gewünscht, dass die Änderungen mit Fokus-Gruppen oder auf einem Test-Server getestet werden, aber das hielten die Entwickler nicht für sinnvoll.

Auch verstehen einige nicht, warum gerade die beliebtesten Jagdgründe generft wurden. Das Team erklärte daraufhin, dass man im Grunde nicht die Gebiete an sich veränderte, sondern die Monster und die kommen eben in vielen Gebieten vor.

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Die Änderungen haben nun aber offenbar besonders schwerwiegende Auswirkungen auf die Spieler, die sich im mittleren Levelbereich finden.

Mandrah, ein Level-500-Spieler, meint: „Ich werde nur hinzufügen, dass die Änderungen die kleinsten Ebenen getroffen haben. Die Stellen, die ich bei Level 200-300 abgelaufen bin, sind jetzt tot.“

Das Problem scheint also etwas tiefgreifender zu sein und im Grunde müssten größere Balancing-Änderungen am gesamten Spiel her. Ob diese kommen, ist die große Frage. Tibia hat jedenfalls ein Geld- und EXP-Problem, das die Entwickler dringend in den Griff bekommen müssen.

8 alte MMORPGs, die immer noch gespielt werden
Quelle(n): https://mmorpg.org.pl/news/zobacz/no-to-juz-wiemy-co-doprowadzilo-do-najwiekszego-kryzysu-w-historii-tibii, https://www.tibia.com/forum/?action=thread&postid=38875059#post38875055
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HUPILA

Die haben sogar schon vor einiger Zeit die Potions vom NPC erhöht. Scheint nichts zu bringen ?

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