Mixer-Streamer bringt Pädo-Spruch über Fortnite – Microsoft bestraft ihn

Der Streamer Harrison „HarrisonJr“ Patrick Stewart hatte 80.000 Follower auf Mixer. Aber nach einem Spruch über das Spiel Fortnite, beendete Microsoft seinen Partner-Vertrag.

Was war das für ein Spruch? Es war ein Tweet, den HarrisonJr mittlerweile gelöscht hat. Der Tweet zeigt ein Bild des Streamers mit einer Sonnenbrille und einem Schnurrbart. Dazu der Satz: „Kommt, und schaut Euch an wie ein registrierter Sexualverbrecher Fortnite mit 10-Jährigen spielt.“

Dann folgte der Link auf seinen Stream.

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Dieser Tweet wurde schnell gelöscht, aber sorgte schon für Ärger. Quelle: Twitter

Gemeint war das wohl als Scherz, dass er mit Schnurrbart und Sonnenbrille so wirkt wie einer, der Jagd auf Kinder macht. Dieser Scherz kam aber überhaupt nicht gut an.

Empörte Reaktion – Permabann wird gefordert

Das war die Reaktion: Dieser „Scherz“ flog dem Streamer sofort um die Ohren. Auf Twitter hieß es rasch, das sei ein Thema, über das man keine Scherze macht. Der Streamer wurde sofort an Mixer gemeldet. Man forderte einen Perma-Bann für ihn.

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Twitter-Nutzer meldeten den Tweet an Mixer und forderten den Perma-Bann. Quelle: Twitter

So reagierte Microsoft: Innerhalb von kurzer Zeit hatte Microsoft schon reagiert und ihm die „Verification“-Badge auf Mixer entzogen. Damit war die Partnerschaft von Microsoft und dem Streamer auf Mixer beendet.

Eine Partnerschaft ist eine wichtige Geschäftsgrundlage für jeden Streamer und ein wirtschaftlicher Faktor.

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Gegenüber „The Hollywood Reporter“ verwies Microsoft auf seine Regeln bei Mixer. Es gibt einen klaren Passus in den Regeln: „Es ist NIEMALS okay, gleichzeitig über Sex und Personen unter 18 Jahren zu reden.“

Man nehme Beschwerden sehr ernst und reagiere sofort darauf. Den Fall habe man sich angeschaut und entschieden, die Partnerschaft mit HarrisonJr zu beenden.

So reagierte der Streamer: Der löschte den Tweet, als die erste Kritik kam, und veröffentlichte eine Entschuldigung bei allen, die er verärgert habe. Es sei als Witz gemeint gewesen, aber er sehe ein, dass man darüber keine Scherze macht.

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Doch diese Entschuldigung löste negative Reaktionen aus. Auf Twitter warfen ihm andere vor, er habe den Tweet bewusst so gestaltet, um zu provozieren. Die Entschuldigung sei unehrlich. Das sei eine gezielte Provokation gewesen, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Nachdem diese erste Entschuldigung verhallte, meldete er sich später noch einmal mit einem Video zu Wort. Die letzten Tage seien hart gewesen, es sei viel auf ihn eingeprasselt. Er habe seine Community und die Plattform Mixer enttäuscht. Er übernimmt die Verantwortung dafür und bedauert es sehr.

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Er sagt, er habe sich einen Schnurrbart rasiert, sah gruselig aus und wollte darüber einen Scherz machen. Er sei kein Sexual-Straftäter, aber habe Witze darüber gemacht und sei damit ein Teil des Problems geworden.

Im Moment ist sein Mixer-Kanal leer, alle Videos sind gelöscht. Es ist zu lesen „I’m sorry.“

Darum ist das bei Fortnite so heikel: Gerade bei Fortnite ist das Thema „Pädophilie“ und Sexualstraftäter so heikel, weil es viele Kinder spielen. Die Eltern haben Sorge, dass sich Sexualstraftäter über den Voice-Chat im Spiel an Kinder ranmachen, ohne dass die Eltern das mitbekommen.

Im September 2018 gab es Untersuchungen des FBIs in den USA, dass Spiele wie Fortnite oder Minecraft von Sexualstraftätern dazu genutzt wurden, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen. Hier wurden 24 Leute in New Jersey festgenommen.

Schon im April 2018 schlugen entsetzte Eltern in England Alarm:

Fortnite: Eltern und Polizei schlagen Pädophilen-Alarm in England
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Alexander Ostmann
7 Monate zuvor

Dummheit schützt vor Strafe nicht?

bl4ckb0l7
7 Monate zuvor

Ich finde es nicht gut, wenn die Worte „Pädophilie“ und „Kindesmissbrauch“ immer so in einen Topf geworfen werden.

Ein Mensch mit pädophilen Neigungen ist jemand, der Kinder vor deren Erreichen der Pubertät sexuell anziehend findet. Das macht noch keinen schlechten Menschen aus jemandem und es gibt genug Pädophile, die stark unter diesem Problem leiden.

Der größte Teil des durchgeführten Kindesmissbrauchs wird nicht von Pädophilen gemacht und nicht jeder, der ein Kind missbraucht oder davon aufgegeilt wird, ist ein Pädophiler!

Jemand, der pädophil ist, hat ein Problem, aber nur jemand, der diese Neigung auch auslebt, ist ein Problem!

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