MMORPG startete mit 42.000 Spielern auf Steam – Jetzt schließt es, weil sein 22 Jahre alter Vorgänger zu stark ist

MMORPG startete mit 42.000 Spielern auf Steam – Jetzt schließt es, weil sein 22 Jahre alter Vorgänger zu stark ist

Das MMORPG MapleStory ist in Südkorea das, was hier WoW ist. Aber im Gegensatz zu WoW gab es „MapleStory 2“, das kam sogar in den Westen und war ein Hit auf Steam. Doch 2025 schließt Nexon die letzten Server zum MMORPG im Heimatland Südkorea.

So lief es für MapleStory 2 auf Steam: Das MMORPG MapleStory 2 erschien 2016 in Südkorea und schaffte es im Oktober 2018 sogar bis in den Westen.

Das Spiel erschien in einer kostenlosen Version auf Steam und löste sogar einen Hype aus. Im Oktober 2018 erreichte das Spiel in der Spitze 42.467 Spieler. Wir haben das „damals größte MMORPG auf Steam“ vorgestellt.

Doch die Freude hielt nicht lange. Bereits im Februar 2019 waren bei MapleStory maximal noch 2.300 Leute online. Schließlich pendelte sich die Spielerzahl ab dem Oktober 2019 im Maximum auf nur noch 1.000 Spieler ein. Bereits 2020 war Schluss und das Spiel zog sich von Steam zurück.

MapleStory ist ein extrem erfolgreiches MMORPG in Südkorea:

MMORPG MapleStory 2 schließt nun auch in Südkorea

Wie ging es in Asien weiter? Auch in Asien konnte MapleStory nicht die Erwartungen erfüllen: Die chinesische Version von MapleStory 2 schloss in China im Jahr 2022.

Jetzt gehen sogar im Heimatland selbst die Lichter aus, MapleStory2 wird am 29. Mai vom Netz gehen und dann gibt es gar keine Version mehr (via mmorpg.org).

MapleStory ist nach 22 Jahren noch ein Riesen-Hit in Südkorea

Was war das Problem? MapleStory 1 aus dem Jahr 2003 ist mehr als 20 Jahre nach Release aktuell immer noch extrem beliebt.

Offenbar konnte MapleStory 2 es nie schaffen, den Vorgänger abzulösen, auch wenn es zu einigen Skandalen kam.

Im Gegensatz zu MapleStory 1 setzte Teil 2 auf ein Third-Person-Movement und einen Look, der an Minecraft erinnert. Genau wie MapleStory 1 zeigte auch Teil 2 einen Hang zu Mikrotransaktionen.

MapleStory 2 war für den Westen zu grindy, zu geizig, zu gierig nach Daten

Warum ist das MMORPG im Westen gescheitert? In deutschsprachigen Reviews auf Steam wurde kritisiert, dass sich MapleStory 2 umfassende Rechte gönnt, um mit zig Webseiten in Verbindung zu treten und Daten abzugreifen. Mit dem Recht auf Privatsphäre, wie es deutsche Nutzer pflegen, war das nicht kompatibel.

Andere kritisierten eine extrem niedrige Drop-Rate. Man musste schon extrem viel Zeit investieren, um die Ziele zu erreichen, die man sich im MMORPG gesetzt hatte.

Sogar Spieler mit 1.000 Stunden in MapleStory 2 fanden Gründe, ein schlechtes Review zu verfassen. Man ärgerte sich etwa über Entwickler Nexon und das unfaire und frustrierende Progression-System im Spiel. An MapleStory 1 gibt es zwar ähnliche Kritik, aber in das MMORPG hat man dann schon so viel Zeit investiert, dass man davon nicht mehr wegkommt.

Wir haben im Mai 2024 über einen Streamer berichtet, der in MapleStory etwas Großartiges geschafft, dann aber die Stundes seines Triumphs nutzte, um offene Kritik an Entwickler Nexon zu üben: Twitch-Streamer erklärt, wie er sich nach Boss-Move im MMORPG fühlt: „Läuft mies für mich“

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MathError

Mir hat MS2 wirklich gut gefallen. MS1 ist mir wirklich einfach zu “alt” kann damit nichts anfangen. MS2 hatte wirklich das Problem dass kaum nennenswerter Endcontent vorhanden war, wenn man mal bis dahin kam, gabs nicht mehr viel zu tun.

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