LoL: Coach gilt als brilliant, aber wird gefeuert, weil er privat flamte

Der LoL-Coach Jack „Kayys“ Kayser war als US-Amerikaner für das europäische LoL-Team Origen tätig. Doch er hat sich bei seinem privaten Spielen in der League of Legends so daneben benommen, dass Riot ihn temporär von der LEC sperrte. Das führte dazu, dass sein Team ihn rauswarf.

Das ist Kayys: Jack „Kayys“ Kayer ist normalerweise niemand, der im Rampenlicht steht, der aber hinter den Kulissen die Fäden zieht. Kayys gilt als einer der besten Analysten in der LoL-Szene. Er analysiert Gegner auf deren Schwächen und gibt dann seinen Teams wertvolle Informationen, wie die im nächsten Match gewinnen können. Er ist so eine Art Scout.

Tatsächlich halten ihn einige Experten für einen der „klügsten Köpfe in LoL“ und glauben, er war zentral für den Erfolg seiner früheren Teams wie Team Liquid verantwortlich, indem er sie optimal auf ihre Gegner einstellte.

Der US-Amerikaner war  für das europäische Top-Team Fnatic tätig und 2019 bei der extrem erfolgreichen US-Mannschaft Team Liquid angestellt. Doch dort quittierte er unter seltsamen Umständen plötzlich seinen Job.

Es zog ihn erneut nach Europa, wo er für Origen als „Strategic Coach“ arbeitete. Das Team gehört mittlerweile zur Astrails-Group. Der deutsche Botlaner Elias „Upset“ Lipp gilt als Star des Teams. In der letzten Saison wurden sie Dritte.

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Der „Tilt“ könnte den Coach befallen haben.

Coach wird nach routinemäßiger Kontrolle für 3 Wochen gesperrt

Deshalb bekam er Ärger: Wie Riot Games auf ihrer Seite mitteilt, haben sie Jack „Kayys“ Kayer am 2. Juni für 3 Wochen gesperrt. Bei einer routinemäßigen Untersuchung sei aufgefallen, dass Kayser ein derart negatives Verhalten in LoL aufgewiesen hätte, dass man einschreiten musste. Er hätte eine „diskriminierende Sprache“ gegen andere Spieler verwendet.

Dafür hätte man keine Toleranz, das sei inakzeptabel.

Obwohl Kayer vorher nicht verwarnt wurde, waren die Vergehen so schwer, dass man einschreiten musste und ihn von allen Riot-Wettbewerben für 3 Wochen ausschließt.

So reagiert das Team: Sein Team Origen hat ihn einen Tag nach dem Riot-Bann gekündigt. Man hat sich bei ihm bedankt, aber auch gesagt: „Man hätte keine weiteren Kommentare zu dieser persönlichen Angelegenheit.“

Coach sagt, er hat Fehler gemacht, betont: Ich bin kein Rassist

So reagiert der Gefeuerte: Er spricht von einer „unglücklichen Situation“ und gesteht ein, er habe einige Fehler begangen. Er möchte aber herausstellen, dass er keinerlei „rassistisch diskriminierenden Äußerungen“ getätigt habe, das sei nicht seine Art.

Twitch-Streamer benimmt sich so toxisch, wie man sich LoL vorstellt – Und alle feiern es

So wird das diskutiert: Es ist nicht klar, für welche Aussagen im Spiel Kayys genau gebannt wurde, aber auf reddit diskutiert man, dass der sich auf Twitter nicht gerade wie ein Musterbürger verhalten hat und impulsiv auftrat. Einige seiner Ansichten in Interviews waren wohl kontrovers.

Daher scheint es jetzt nicht verwunderlich, dass er für toxisches Verhalten gebannt wurde.

Zwar nötigen die Resultate von Kayys und seine Fähigkeiten einigen Respekt ab, aber ihm scheint sein Temperament in die Quere gekommen zu sein. Vor allem einige Äußerungen in der Vergangenheit, US-Teams seien stärker als EU-Teams, werden ihm auf reddit noch krumm genommen.

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TF Blade gilt als exzellenter Spieler, wenn nur der Tilt nicht wäre.

Gerade League of Legends scheint unter dem Problem zu leiden, dass Spieler im Chat die Kontrolle verlieren und so hart flamen, dass sie gebannt werden. Das gilt auch und gerade für Spieler, die LoL professionell betreiben.

So schafft es einer der beliebtesten Twitch-Streamer zu LoL TF Blade immer wieder, zwar einen beeindruckenden Weltrekord zu verfolgen, sich dann aber so reinzusteigern, dass er ausrastet und dafür gebannt wird.

Quelle(n): Riot (Bann KAyys), LoL Reddit, Dexerto, dotesports (Team Liquid Kündigung)
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Johannes Jupiter
1 Monat zuvor

„Gerade League of Legends scheint unter dem Problem zu leiden, dass Spieler im Chat die Kontrolle verlieren und so hart flamen, dass sie gebannt werden.“

Ok, ok, aber habt ihr mal gesehen wie krass die Randoms im eigenen Team spielen??

Seither
1 Monat zuvor

Schwierige Sache.
An sich heiße ich es nicht gut, wenn einem das Verhalten im Privatleben den Job kosten kann, denn das Private sagt nicht zwangsweise etwas darüber aus, wie man seinen Job macht. Selbst wer privat eine ablehnende Haltung gegenüber bestimmten Menschen äußert, kann diese Menschen auch im Zuge seines Jobs fair und menschlich behandeln.
Ich verstehe, dass hierbei der Ruf der Mannschaft zu einem gewissen Grad gefährdet sein kann und es zumindest in der Hinsicht einfacher und vielleicht auch besser ist, ihn rauszuschmeißen, aber ob das angemessen oder gar für den Erfolg der Mannschaft in Spielen gut ist …

Deleane
1 Monat zuvor

wir sind alles nur menschen, auch mal mit schlechten tagen, aber dennoch ist von ihm etwas mehr professionalität zu verlangen, gerade als coach….

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