Grund 4: Die Fallstricke des Bezahlmodells
Wir hatten in unserem Artikel zu den Stärken von Honor of Kings: World hervorgehoben, dass sich das Free2Play-Bezahlmodell handzahmer gibt als bei anderen Online-Spielen aus Asien. Der Hauptgrund dafür: Pay2Progress-Mechaniken gibt es kaum, die meisten kostenpflichtigen Inhalte betreffen Cosmetics oder die Champions (ähnlich wie bei MOBAs).
Einzig dass sich im kostenpflichtigen Pfad vom Battlepass einige Aufwertungsmaterialien verirrt haben, erleichtert den Charakterfortschritt direkt.
Aion 2 besitzt im Heimatmarkt 2 essenzielle Abos, 2 Battlepässe, eine Echtgeld-Währung, die mit dem Auktionshaus verknüpft ist, und einen Ingame-Shop. So hart ist Honor of Kings: World nicht monetarisiert.
Es hilft aber, dass der Fokus von Honor of Kings: World auf dem kooperativen PvE liegt und die Ausrüstung in fast allen PvP-Modi auf einen Nenner gebracht wird. Einzig in einem PvP-Modus kämpft man mit seiner tatsächlichen Ausrüstungsstärke. Doch ist dieser unserem bisherigen Eindruck nach völlig optional.
Das Abo, das es in Honor of Kings: World gibt, betrifft indes nur Leute, die regelmäßig Geld in die Premium-Währung investieren möchten. Extra Boni oder anderweitige Vorteile gibt es durch das Abo nicht. Ein Aion 2 ist im direkten Vergleich sehr viel problematischer.
Einzig das zufallsbasierte Gacha-System von Honor of Kings: World ist uns aktuell ein Dorn im Auge. Es gibt zwar einen Pechvogel-Schutz, doch hat man mit etwas Pech eine Menge Geld ausgegeben, bis dieser Schutz greift. Der Faktor Zufall sollte bei der Monetarisierung nie eine Rolle spielen.
Darüber hinaus finden wir es immer doof, wenn man sich besonders toll aussehende Klamotten nur kaufen, aber nicht erspielen kann. Das wirkt sich sofort negativ auf das Belohnungsgefühl erspielbarer Inhalte aus und verschiebt die Prioritäten der Designer weg von normalen Spielern hin zu Echtgeld-Investoren.
Bei der finalen Bewertung des Bezahlmodells wird am Ende viel davon abhängen, in welcher Form zukünftig neue Champions/Klassen ins Spiel gebracht werden. Beim Playtest konnte man sich fast alle Champions erspielen und einige davon alternativ auch kaufen. Die große Ausnahme ist der Champion aus dem Battlepass, den man (fürs Erste?!) nur bekommt, wenn man den kostenpflichtigen Pfad weit genug gelevelt hat. Spätestens dann, wenn man für die mächtigste Klassen-Kombination im Ranglisten-PvP zwingend Echtgeld ausgeben muss, ist auch das Modell von HoK:W problematisch.
Mit Blick auf die potenziellen Stärken und Schwächen von Honor of Kings: World: Könnte das MOBA-Spinoff ein Spiel für euch sein? Schaut ihr zum Start der westlichen Version rein oder wisst ihr schon jetzt, dass das nichts für euch ist? Verratet es uns gern in den Kommentaren! Wir hatten euch übrigens in einer Umfrage gefragt, was euch bei MMOs wichtig ist. Hier das Ergebnis: Was ist der MeinMMO-Community an MMOs am wichtigsten? Der letzte Platz überrascht uns kein bisschen
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