Ein Hersteller verkauft jetzt Gaming-PCs ohne Grafikkarten

Der britische System-Bauer “Fierce PC” hat eine Reihe Gaming-PCs vorgestellt. In den Geräten steckt moderne Hardware, doch das Wichtigste fehlt: Grafikkarten sind in den Computern nicht verbaut. Zum Beispiel eine GeForce RTX 3080, RTX 3090 oder eine Radeon RX 6700 XT müssen die Käufer bereits besitzen.

Ihr habt bereits eine begehrte RTX 3080 oder RX 6700 XT bekommen und euch fehlt nur noch der passende PC? Dann solltet ihr euch die neue Gaming-Serie eines britischen Herstellers ansehen.

Denn der System-Bauer “Fierce PC” aus Großbritannien bietet aktuell eine neue Serie von Gaming-PCs an (via overclock3d.net). Diese bieten modernen Arbeitsspeicher, einen schnellen Prozessor und ein gutes Mainbaord, doch die wichtigste Komponente für Gamer fehlt: Eine Grafikkarte ist nicht verbaut.

Das mutet in der aktuellen Situation mit mangelnden Grafikkarten erst etwas merkwürdig an. Denn für viele Personen sind Komplett-PCs derzeit eine halbwegs gute Möglichkeit, doch an eine Karte der neuen Generation zu kommen.

Dennoch sind System-Bauer von der Knappheit ebenso betroffen wie Privatpersonen. Gaming-PCs ohne GPU wirken wie eine Notlösung. Daneben verkauft der System-Bauer weiterhin Gaming-PCs mit Grafikkarte. Die Nexus-Serie “No GPU Range” könnt ihr im Shop außerdem noch weiter konfigurieren.

Hersteller richtet sich an Käufer mit starker Grafikkarte

Was sind das für Gaming-PCs? Hersteller “Fierce PC” nennt die neue Serie von Gaming-PCs bewusst “No GPU Range.” Diese Computer richten sich an Gamer, die bereits eine Grafikkarte ihr Eigen nennen und das erklären sie auch.:

Wir stellen Euch eine Reihe von Systemen vor, in die Ihr Eure eigene Grafikkarte einbauen könnt. Diese Systemreihe wird nicht mit einer Grafikkarte ausgeliefert und lässt sich ohne Grafikkarte nicht hochfahren. Wir bitten unsere Kunden, dies bei einer Bestellung aus dieser Reihe zu berücksichtigen

Fierce PC, via PCGamer.com

Im teuersten Build, dem “Nexus Elite”, bekommt ihr für rund 900 britische Pfund (etwa 1054 Euro) folgendes geboten:

  • Fierce PC Lumina Lightboard ARGB Gaming PC Case
  • Intel Core i7 10700 Octo-Core CPU
  • ASUS TUF B460-PLUS Motherboard
  • 16 GB Corsair Vengeance LPX 3000MHz DDR4 Memory (2 x 8GB)
  • 250 GB Seagate BarraCuda 120 Solid State Drive
  • 1TB Seagate BarraCuda Hard Drive

16 GB Arbeitsspeicher ist dabei das Minimum, was Gamer heute in ihrem System verbauen sollten. Das ASUS TUF B460-PLUS ist ebenfalls eher in der gehobenen Einstiegsklasse zu verorten. Bei der SSD setzt “Fierce PC” auf etwas langsamere Vertreter des Herstellers Seagate.

Wer eine schnellere SSD von Samsung oder eine zusätzliche M.2-SSD möchte, muss bereits 40 – 60 Pfund dazu zahlen. Dafür ist im Preis ein Prozessor mit verbauter Wasserkühlung enthalten. “Fierce PC” verbaut insgesamt solide Komponenten, ihr bekommt aber keine Highend-Technik im Grund-System.

An wen richten sich die PCs? Mit der Reihe geht der Hersteller auf Kunden zu, die bereits eine starke Grafikkarte besitzen und ein neues System dafür suchen. Auch für Spieler, die gezielt auf ihre Chance warten, eine der derzeit nur schwer verfügbaren Grafikkarten zu bekommen und gleich bereit sein wollen, sind die PCs grundsätzlich geeignet, wenn sie den Aufwand scheuen selbst zu bauen.

Wo kann man die Geräte kaufen? Kaufen kann man die Geräte direkt beim Hersteller (via Fiercepc.co.uk). Der versendet seine „fertigen“ PCs von Großbritannien auch nach Deutschland. Hier kommen aber möglicherweise noch Importgebühren und vor allem Transportkosten dazu.

So sehen die Grundkonfigurationen des Herstellers aus.

Schlechte Verfügbarkeit bei Grafikkarten dauert noch an

Bis es wieder genügend Grafikkarten gibt, könnte es aufgrund des aktuellen Mangels an Halbleitern durchaus noch eine Weile dauern. Denn die Halbleiter werden in vielen wichtigen elektronischen Geräten gebraucht.

Dazu gehören neben Autos, Kühlschränken oder Smartphones eben auch Konsolen und Grafikkarten. Die schlechte Verfügbarkeit wird zusätzlich noch durch die anhaltende Corona-Krise verstärkt. Die wenigen verfügbaren Geräte werden aktuell von Händlern und Scalpern und Resellern für teures Geld verkauft.

Deswegen lässt selbst der mögliche Start der RTX 3080 Ti im Mai 2021 viele Spieler ziemlich kalt, da die aktuellen Grafikkarten bereits kaum verfügbar sind. Die Ti-Version der RTX 3080 soll deutlich schneller als die normale RTX 3080 sein, bietet aber weniger Grafikspeicher.

Doch aktuell wünschen sich viele Spieler nur, überhaupt eine Grafikkarte zu einem halbwegs vernünftigen Preis zu bekommen.

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lrxg

Oh man, wer hat den so ein Angebot für eine gute Idee gehalten. Wer eine TOP Grafikkarte hat, wird sich auch die restlichen Komponenten selbst raussuchen – für ein optimiertes System.

Aber wer weis, vllt wollen die die Scalper trollen *scherz*.

Michael S.

Was ein Schwachsinn! Low Budget Hardware überteuert als gaming highend build anbieten… wen wollen die denn verarschen? Und Ihr gebt Ihnen noch gehör. Omg
Als IT- Admin finde ich das schon sehr mies, grenzt ja bereits an arglistige Täuschung sowas als highend zu klassifizieren.

Wurstbr0t

Wer sich so eine GPU kauft, der holt sich kein teures Pre-Build System sondern baut selber, von daher ist das Angebot Müll.

Scaver

Sinnloses Angebot. Wer eine entsprechend starke Grafikkarte hat, hat auch entsprechende restliche Hardware. Gerade bei den genannten Topmodellen schraubt die sich niemand in ein Jahre altes System rein.

Und die Preise sind entweder ein schlechter Witz oder Unverschämtheit.

Shin Malphur

Das sind aber echt miese Deals…und wenn man schon schrauben muss, dann kann man auch gleich alle Teile selbst bestellen…

Reznikov

Nur 16 GB RAM und eine 250 GB SSD im 1000+ EUR System ist auch dürftig.

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Reznikov
Marcus

Da habe ich mir kürzlich aber ein besseres Gaming-Grund-System ohne Grafikkarte
zusammengestellt, nur um mal zu sehen, wie es aktuell mit den Kosten aussieht.
Und ich kam auf ca. 850 € mit 1GB SSD, 2TB HDD und sogar ein DVD-Rom-
Brenner. Mit einem Ryzen 7 3700X und Asus Rog Strix B450F Mainboard.
Corsair RM750 Netzteil, 16GB DDR4 RAM (2x 8GB), Sharkoon VG4-W Gehäuse
(blau), Cooler Master Hyper 212 Kühler.
Wie gesagt, kommt auf ca. 850 € ohne Graka.

Scaver

1GB SSD? Tippfehler?
Naja und DVD-Rom-Brenner braucht nun echt niemand mehr.
Und 16GB würde ich bei so einem Setup (CPU und zu erwarten GPU) nicht mehr nehmen. Da sollte man schon zu 32GB greifen.

Marcus

Jop, Tippfehler, ich meine natürlich 1TB 😀
Ich brauche den DVD-Brenner öfters. Z.Bsp. um mir Musik-CDs fürs
Auto zu brennen. Ab und zu auch um Backups zu brennen oder
für Kollegen/Freunde bootbare Tool-CDs zu erstellen oder Video-DVDs.

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Marcus
Marcus

Ähm, Du brauchst nur die Graka in Slot stecken, die Verriegelung arretieren
und am hinteren Blech eine einzige Schraube festdrehen und dann nur noch
das/die Stromkabel in die Graka stecken. Wo ist da der Aufwandt ?

Zuletzt bearbeitet vor 23 Tagen von Marcus
Scaver

Naja wer das hinbekommt, bekommt den Rest auch hin und kann damit direkt mehrere hunderte Euro sparen.

Und glaube mir, ich kenne mehr Leute die es schaffen würden, beim Einbau einer GraKa das System vollständig zu zerstören (die Hardware), als jene die das Ding lauffähig bekommen würden. Gut, die meisten würden am Ende scheitern ohne Schäden, aber hinbekommen würden es die meisten die ich kenne trotzdem niemals.

Für jene die wissen wie das geht, ist das ne Kleinigkeit, für den Rest ne fast unlösbare Aufgabe. Und ich spreche da aus jahrelanger Erfahrung wo eben ICH derjenige bin, der das machen darf, nachdem ich immer der war, der die Kohlen aus dem Feuer holen durfte.

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