Hearthstone: Blizzards führende Köpfe reden über das Meta – Was heißt Meta eigentlich?

In einem Video reden die führenden Köpfe hinter Blizzards kostenlosem Kartenspiel Hearthstone über das Meta-Game.

Stein, Schere, Papier mit ein paar tausend Variablen

„Meta“ ist einer der am häufigsten genutzten Begriffe, wenn man den Diskussionen um Hearthstone folgt. Dabei ist gar nicht so leicht zu verstehen, was die Cracks damit eigentlich sagen wollen.

Mit „Meta“ meint man beim Hearthstone „Die Decks, die gerade am häufigsten gespielt werden.“ Also das, was gerade „in“ ist.

Und gespielt werden die besten Decks, die Karten, die den größten Erfolg versprechen. Ist ja logisch. Doch gibt’s letztlich bei funktionierenden Spielen keine wirklich „besten“ Karten, sonst wäre das Spiel langweilig und schnell „gelöst“. Sondern Karten sind nur so stark wie die gegnerischen Karten es zulassen. Dadurch entsteht ein ewiger Kreislauf, denn das Deck, was gerade „in“ ist, wird von dem Deck abgelöst, das besonders effektiv gegen genau jenes Deck ist.

Beispiel: Wenn Schere das aktuelle Meta-Game in „Stein, Schere, Papier“ dominiert, dann ist das nächste aktuelle Meta-Game Stein und das danach Papier.

So ähnlich, nur wesentlich komplizierter läuft es bei Blizzards Kartenspiel Hearthstone ab, wobei die nicht nur drei Möglichkeiten haben, sondern Myriaden von Karten-Kombinationen. Und deshalb ist es viel schwerer, herauszubekommen, was das nächste Meta-Game sein wird als bei Stein-Schere-Papier. Sogar Blizzard ist häufig davon überrascht, was sich letztlich durchsetzt.

Hearthstone Hunter

Die Geschichte des Meta-Games in Hearthstone

In einem Video gehen jetzt Ben Brode, Eric Dodds, und Mike Donais auf die Geschichte des Metas in Hearthstone ein. Dabei haben sie selbst als Entwickler viel gelernt, auch darüber welche Spiel-Mechaniken so furchtbar frustrierend für die Gegner waren, dass man sie aus dem Spiel haben wollte:

  • Der Early Beta Schurke hatte noch eine andere Heldenfähigkeit als heute. Sie verstärkte, wenn er schon eine Waffe hatte, diese permant um einen Angriffspunkt. Dazu kam noch, das „Vergiften“ nicht wie heute nur +3 Angriffspunkte auf die Waffe gibt, sondern den Schaden der Waffe verdoppelte. Ein absolut unfaire Spielmechanik – das Meta musste sich also dringend ändern.
  • Der Early Freeze Mage hingegen hatte so viele Möglichkeiten, die Diener des Gegners aus dem Spiel zu nehmen, dass es einfach nervig war, gegen ihn zu spielen. Auch das musste sich ändert. Aus der Phase hat man bis heute noch eine Abneigung gegen zu viele Fähigkeiten zurückbehalten, die Diener lahmlegen.
  • Der „Lasst die Hunde los“-Nerf traf dann den Hunter. Hier war man wohl selbst bei Blizzard überrascht, was Hunter mit dieser Karte wirklich anstellen konnten, die mehrfach geändert wurde – und auch jüngst wieder das Ziel eines zumindest indirekten Nerfs war.

Mit Naxxramas habe man nun beobachten können, wie sich das ganze bestehende Meta auflöst und neu zusammensetzt. Es seien so viele irre Deck-Ideen unterwegs. Das sei auch für sie bei Blizzard eine aufregende Zeit gewesen.

Hearthstone

Wer findet den nächsten Mad-Range-Hunter, den Miracle-Rogue oder das Zoo?

Dabei ist man bei Blizzard von den Entwicklungen oft genauso überrascht wie die Spieler. Deshalb glaubt Blizzard auch nicht dran, dass das Meta-Game in Hearthstone wirklich ihnen gehört und sie darauf Einfluss haben. Es gehört den Spielern und verändert sich auch völlig ohne Einfluss-Nahme der Hearthstone-Macher: „Wer weiß schon, wer den nächsten Mad-Range-Hunter, das nächste Zoo-Deck oder den Miracle-Rogue finden wird? Könntet Ihr ja sein!“, heißt es zum Abschluss des unterhaltsamen Videos.

Update: Das Video existiert leider nicht mehr.

Autor(in)
Quelle(n): Hearthpwn
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