Ein Nutzer versteckte Malware in Steam-Spielen und prellte damit Nutzer um fast 200.000 Euro. Jetzt wurde er geschnappt, weil er online Essen bestellt hatte. Denn das FBI konnte diese Bestellungen zu seiner Wohnadresse zurückverfolgen.
Vor einigen Monaten suchte das FBI im Rahmen einer Ermittlung nach potenziellen Opfern, die Spiele über Steam heruntergeladen haben, die mit Malware versehen waren.
Mittlerweile haben Bundesbeamte der US-Behörde einen 21-Jährigen festgenommen und werfen ihm Verschwörung zum Erlangen von Informationen über den Computer zum Zwecke des privaten finanziellen Gewinns vor. Denn er soll jahrelang Malware in Videospielen versteckt und damit Steam-Nutzer bestohlen haben. Das berichtete das englischsprachige Magazin TomsHardware.com.
Malware in 8 Steam-Spielen, seine Essensbestellungen lassen ihn auffliegen
Was hat er gemacht? Der Betrüger soll Malware in 8 Steam-Spielen versteckt und auf diese Weise etwa 8.000 Geräte infiziert und zwischen Mai 2024 und Februar 2026 mindestens 220.000 US-Dollar aus etwa 80 Kryptowährungs-Wallets gestohlen haben. Umgerechnet sind das etwa 190.000 Euro. Konkret soll es um folgende Spiele gehen:
- BlockBlasters
- Chemia
- Dashverse/DashFPS,
- Lampy
- Lunara
- PirateFi
- Tokenova
Wie fand man den Betrüger? Die Ermittler konnten den Betrug aufdecken, indem sie gestohlene Bitcoins zu mehr als 150 Geschenkkarten zurückverfolgten, von denen die meisten bei Uber Eats ausgegeben wurden.
Die Zahlungen aus der Bitcoin-Wallet des Betrugs gingen an Bitrefill, einen Geschenkkartendienst, bei dem die über 150 Karten gekauft wurden, so die Ermittler. Eine Vorladung an Uber ermöglichte es, die Geschenkkarten einem Konto zuzuordnen, von dem aus Lieferungen zu zwei Adressen gingen, die man dem Betrüger zuordnen konnte.
Hier nahm das FBI dann den möglichen Betrüger fest und man konnte Beweise in Form von Kryptowallets sicherstellen. Bei einer Verurteilung drohen dem Täter bis zu 10 Jahre Haft.
Valve hat ein Spiel gelöscht, welches Gaming-PCs mit Malware infiziert hat. Die Verantwortlichen hatten eine Nachricht an betroffene Nutzer verschickt. Laut Nutzerdaten dürften jedoch nicht viele Spieler betroffen sein. Mehr dazu lest ihr direkt auf MeinMMO: Ein Spiel auf Steam hat Gaming-PCs mit Malware verseucht: Das könnt ihr tun, falls ihr betroffen gewesen seid
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