Die Generation Z hat teure Uhren als Statussymbol für sich entdeckt. Doch neue Zölle könnten das teure Hobby jetzt unbezahlbar machen. Experten warnen, dass die Zölle Luxusgüter deutlich teurer machen dürften.
Die Generation Z hat Luxusuhren als Statussymbole für sich entdeckt, als neue „soziale Währung“, mit der man in der Öffentlichkeit oder auf TikTok und Instagram protzen kann.
Eine BCG-Umfrage ergab, dass 54 % der Befragten der Generation Z seit 2021 mehr Geld für Luxusuhren ausgeben, und Sotheby’s schätzt, dass fast ein Drittel seiner Uhrenverkäufe im Jahr 2023 an Käufer unter 30 Jahren ging.
Ein Bericht von Watchfinder & Co. hatte die Kaufabsichten junger Menschen untersucht, der Report hat 2.400 Leute befragt, die Methodik ist aber unklar, daher nicht einwandfrei belastbar. Es gibt aber auch weitere Berichte, etwa von YouGov, die auf ähnliche Tendenzen kommen, dass das Interesse an teuren Uhren verhanden ist. Das Magzin Neovisio hatte ebenfalls 1.000 junge Menschen befragt, die erklärten, dass sie den Besitz einer Luxusuhr zumindest für sehr wichtig halten, auch wenn sie keine besitzen.
- Im Jahr 2023 sind laut des Watchfinder-Berichts 41 % der 16- bis 26-Jährigen der Generation Z in den Besitz einer Luxusuhr gekommen, etwa durch eine Schenkung zum Geburtstag, einer Hochzeit oder durch einen privaten Kauf. Als Luxusuhr definiert der Bericht Modelle, die zum Kaufzeitpunkt mehr als 1.300 US-Dollar gekostet haben.
- Personen dieser Altersgruppe, die bereit sind, eine Luxusuhr zu kaufen, gaben an, dass 10.870 US-Dollar der Ausgangspunkt für ihren nächsten Kauf sein würden.
- Uhrenliebhaber der Generation Z erwarben im Jahr 2023 durchschnittlich 2,4 Uhren aus erster Hand und 1,43 gebrauchte Uhren, wobei mehr als die Hälfte für sich selbst gekauft hat.
Daniel Yi, CMO von Bob’s Watches, einem Wiederverkaufsmarktplatz für Uhren, bestätigt ebenfalls, dass dieser Trend zum Kauf einer teuren Uhr sehr real ist, und verweist auf ein deutlich gestiegenes Interesse von Kunden der Generation Z in den letzten Jahren. So erklärt er etwa dem Magazin Kiplinger:
Während frühere Generationen Uhren vielleicht durch Meilensteine oder Familientraditionen entdeckt haben, kommt die Generation Z über Kultur, Mode und sogar soziale Medien zu dieser Kategorie. Sie sind unglaublich empfänglich für Geschichten und legen Wert auf Authentizität, was Luxusuhren – insbesondere Vintage- und gebrauchte Modelle – in hohem Maße bieten.
Hinzukommen, und das sollte man nicht unterschätzen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie zwischen 2021 und 2023. Hier gab es einen großen Hype auf teure Uhren als Investitionsobjekt, das schreibt unter anderem die Deutsche Welle.
Der große Hype mit zu hohen Preisen soll zwar mittlerweile vorüber sein, Händler und Hersteller erklärten aber der Seite dasInvestment.com, dass die Verkaufsbücher dennoch voll gewesen seien.
Doch die neuen US-Zölle unter der Regierung Donald Trumps könnte diese Uhren-Begeisterung schnell beenden.
Zölle machen Luxusgüter teurer, werden jetzt Luxusuhren anderswo gekauft?
Was genau ist das Problem? In der letzten Zollrunde von Präsident Donald Trump wurden auch Zölle von 39 % auf Schweizer Uhren angekündigt. Und das könnte das teure Hobby der Generation Z noch ein ganzes Stück teurer machen. Dabei gilt die USA als wichtiges Zielland für Schweizer Exporte.
Es wird vermutet, dass die Importeure die höheren Preise an die Endkunden abgeben werden. Experten schätzen, dass die Preise zwischen 12 und 14 % steigen könnten. Und viele junge Menschen haben bereits erklärt, dass ihnen die Preissteigerungen dann doch zu hoch sind und es vielleicht doch fürs Erste keine nächste Luxusuhr geben wird (via Fortune.com).
Dennoch: Die Begeisterung für teure Uhren dürften zwar nicht völlig versiegen, aber die Zölle könnte verändern, wie und vor allem wo junge Menschen ihre nächste Luxusuhr erwerben. Entweder auf dem Gebrauchtmarkt oder auf ihrer nächsten Reise durch Europa, um die Zölle zu umgehen.
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