Junge Menschen setzen beim Thema Geld immer häufiger auf Influencer und KI. Denn diese können komplexe Fragen einfacher beantworten als Banken. Experten sagen, dass das auch mit Vertrauen zu tun hat: Junge Menschen vertrauen lieber Gleichaltrigen oder ähnlichen Communitys als großen Banken oder Institutionen.
Die Generation Z gilt als „Digital Native“, also als Personengruppe, die von klein auf mit modernen Technologien wie Computern, dem Internet und Handys aufgewachsen sind.
Und junge Menschen sind gewohnt, Lösungen für Probleme per Knopfdruck zu bekommen. Das gilt auch für komplexere Themen wie Finanzberatung. Da sie damit aufgewachsen sind, erwarten sie, dass Finanzberatung genau so zugänglich ist, wie andere Themen. Und hier stellt KI eine spannende Alternative dar oder zumindest einen Einstieg mit niedriger Hürde.
KI und Influencer sollen Finanzfrage alltagstauglich erklären können
Wofür nutzt Gen Z KI genau? Junge Menschen nutzen KI vor allem als eine Art Einstiegs- und Erklärtool: Sie hilft beim Verstehen von Begriffen, beim Durchspielen von Szenarien und bei ersten Ideen für Budget, Sparen oder Anlegen. Sie wird also eher als digitaler Sparringspartner genutzt als vollwertiger Ersatz für eine menschliche Beratung. So erklärt etwa Shobhit Mathur, Mitbegründer von Ionic Wealth (via Firstpost.com):
Die Generation Z wendet sich nicht von traditionellen Finanzberatern ab, sondern vertraut auf eine leichter zugängliche, zeitsparendere und intuitivere Art, Vermögensdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Der Einsatz von diesen technischen Tools führt aber zu einem neuen Problem: KI mag zwar überzeugend klingen, liefert aber oft ungenaue oder veraltete Informationen. Gerade bei Geldfragen ist das heikel, weil kleine Fehler große Folgen haben können.
Neben KI setzt die Generation Z auch verstärkt auf Influencer auf YouTube, Instagram und Tiktok. Hier sind einige auch deswegen so beliebt, weil sie Finanzen alltagstauglich erklären und nicht trocken oder belehrend wirken wie normale Finanzexperten.
Jeel Gandhi, CEO von Under25, erklärte in einem Gespräch mit FirstPost, dass Vertrauen bei der Generation Z nicht mehr ausschließlich über Banken aufgebaut werde. Stattdessen sei es eine Mischung aus verschiedenen Aspekten:
Wenn man verstehen will, woher die Generation Z ihre Finanzberatung bezieht, muss man sich ihre Definition von Vertrauen ansehen. Für diese Generation wird Vertrauen nicht mehr nur durch traditionelle Institutionen aufgebaut, sondern durch eine Mischung aus Gleichaltrigen, Influencern, Communities und zunehmend auch durch KI-gestützte Tools.
Grundsätzlich steht die Generation Z aber künstlicher Intelligenz deutlich ablehnender gegenüber als noch vor ein paar Jahren. Denn vor allem Ängste vor dem Job-Verlust durch KI oder andere Tools machen jungen Menschen zu schaffen. Dennoch reicht das nicht, um sich endgültig von KI loszusagen: Die Generation Z schimpft über KI, doch das reicht noch nicht für eine wichtige Entscheidung
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Kommentare
Klar, wer kann dir besser was von Finanzen erzählen als Steuerhinterzieher, Leute die Schleichwerbung praktizieren,…
Allein schon wieviel die machen wenn sie Aktien bewerben, welche sie vorher gekauft haben.
Der Begriff pump and dump kommt übrigens nicht aus dem Krypto Bereich sondern aus dem Aktienbereich…
Generell würde ich empfehlen sich selbst mal Gedanken zu machen zu diesen Themen, dann kommt man nachhaltig weiter.
Influencer sind für mich moderne Manipulatoren, die nur ihren eigenen Profit im Auge haben.
Vor allem, wenn das super-tolle Finanz-Tipp-Video dann eine mehr oder weniger gekennzeichnete Werbung für die magische App ist, die alles besser machen soll 😀