Fortnite: Größter Streamer auf Twitch flucht nicht mehr – Fans ärgert das

Fortnite-Star Ninja ist der größte Streamer auf Twitch. Nun hat er aufgehört zu fluchen. Er will kinderfreundlich werden. Doch einige Fans sehen das kritisch. Sie werfen ihm vor, sich zu verkaufen.

Ninja sagt ganz böse Wörter. Erst im März war Ninja in einen „Mini-Skandal“ verwickelt. Da hatte er in einem improvisierten Rap das Wort „Nigga“ verwendet. Auch sonst gibt es Videos, in denen der beliebte Streamer in einen Schimpfwort-gespickten Ton verfällt. Vor allem über die doppelte Schrotflinte in Fortnite konnte er sich schon mal furchtbar aufregen. Aber irgendwie gehört das für viele zur Kultur auf Twitch dazu. Das wird als „authentisch“ angesehen.

Ninja will wie Spongebob sein

Aber das ist nun vorbei. Seit einigen Wochen fällt auf, dass der größte Streamer auf Twitch auf seine Sprache achtet. Er flucht nicht mehr. In einem Interview sagte er, er wolle jetzt wie Spongebob Schwammkopf sein. Die Erwachsenen könnten noch dreckige Witze heraushören, aber für Kinder wäre alles in Ordnung.

Brief der Eltern sorgt für Umdenken. Ninja sagt, ein Brief eines Elternteils habe ihn erreicht und zum Umdenken bewegt. Zwar sei das Fluchen im Gaming durchaus verbreitet, aber er wolle nicht, dass Kinder rumlaufen, „Fuck“ rufen und fluchen. In Zukunft gibt Ninja bei seinen Streams eine Alters-Empfehlung an;

  • Wenn Ninja solo spielt, wird die Altersempfehlung in der Regel „kindgerecht sein.“
  • Wenn Ninja mit anderen unterwegs ist, ist die Alters-Empfehlung höher. Denn so mancher Promi, mit dem Ninja streamt, verhält sich nicht gerade kindgerecht. Ninja will aber auf die Zusammenarbeit mit denen auch nicht verzichten.

Bruder als Vorbild. Von seinem Bruder habe er sich die Fähigkeit abgeschaut, den Schalter bei der Sprache umzulegen. Der sei Lehrer und könne je nach Situation auf Schimpfwörter verzichten oder sie verwenden.

Manche Fans schimpfen: „Sellout“

Zu kommerziell. Nicht jeder sieht das positiv, wie die US-Seite Kotaku weiß. Bei den Fans gibt es einige, die das als „Verrat“ ansehen. Das sei zu kommerziell und Mainstream. Ninja verkaufe und verstelle sich. Ein Nutzer sagt: „Es ist nicht der Job von Ninja, die Kinder zu erziehen. Das sollen die Eltern machen. Das ist 100% ein Cash-Move von Ninja.“

Frau hinter Ninja erklärt, warum das passiert. Als Kopf hinter Ninjas Stream gilt seine Ehefrau und Managerin, Jessica. Die erklärt, Ninja hätte viele Zuschauer zwischen 7 und 13 Jahren dazu bekommen. Ninja fühle sich moralisch verpflichtet, es für diese jungen Ohren etwas ruhiger angehen zu lassen. Sie versichert aber, dass es ab und an auch Situationen geben werde, in denen er wieder aufdreht. Sie sei stolz auf Ninja.

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Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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