Firmen stecken Milliarden in KI: ein fataler Fehler kostet sie wohl langfristig den Erfolg

Firmen stecken Milliarden in KI: ein fataler Fehler kostet sie wohl langfristig den Erfolg

Viele Unternehmen investieren derzeit massiv in Künstliche Intelligenz, sparen aber gleichzeitig an ihren Mitarbeitern und deren Weiterbildung. Eine HR-Expertin warnt: Genau diese Strategie könnte langfristig scheitern.

Vor welchen Fehlern warnt die Expertin? In einem Kommentar im US-Wirtschaftsmagazin Fortune warnte kürzlich die Expertin Wendi Safstrom vor fatalen Fehlinvestitionen im KI-Bereich. Wendi Safstrom ist Präsidentin der SHRM Foundation – einer der weltweit größten Organisationen für Personalentwicklung.

Die SHRM Foundation gehört zur Society for Human Resource Management, die global Millionen HR-Profis vertritt. Safstrom beschäftigt sich also täglich mit der Frage, wie sich Arbeit durch Technologie verändert und welche Rolle Menschen dabei spielen.

Konkret geht es Safstrom im Kommentar um das Missverhältnis zwischen reinen Investitionen in KI-Tools und den Kompetenzen der Mitarbeitenden von Unternehmen.

Was genau passiert gerade in Unternehmen? Viele Unternehmen investieren derzeit Milliarden in KI, um effizienter zu werden und Kosten zu senken. Gleichzeitig wird jedoch an einer entscheidenden Stelle gespart: bei Weiterbildung, Training und Mitarbeiterentwicklung (Wall Street Journal).

Laut den im Fortune-Kommentar genannten Zahlen nutzen bereits rund drei Viertel aller sogenannten Knowledge Worker KI im Job. Doch etwa 60 Prozent haben dafür keine formale Schulung erhalten (Work Trend Index).

Knowledge Worker, zu Deutsch Wissensarbeiter, sind Fachkräfte, die durch ihr Fachwissen, ihr kritisches Denken und ihre sozialen Kompetenzen einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen. Der Fokus liegt dabei oft auf Analyse- und Problemlösungstätigkeiten (via IBM & Jacobin).

Künstliche Intelligenz wird die Zukunft der Arbeit prägen. Der Mensch wird sie vorantreiben. Die Unternehmen, die sich durchsetzen werden, sind diejenigen, die Investitionen in die Belegschaft nicht als Posten betrachten, an dem gespart werden kann, sondern als Teil ihrer Strategie.

Wendi Safstrom, Fortune

Während KI-Ausgaben stark steigen, wachsen laut Safstrom Trainingsbudgets nur minimal. Teilweise sinkt sogar die durchschnittliche Lernzeit pro Mitarbeiter.

Hauptsache KI

Warum sieht die Expertin darin ein großes Risiko? Safstrom warnt, dass diese Strategie kurzfristig funktionieren könne, langfristig aber klare Nachteile hervorrufen würde.

Denn KI bringe nur dann echte Produktivitätsgewinne, wenn Mitarbeitende sie richtig einsetzen könnten. Forschungsergebnisse zeigen, dass Aufgaben 25 % schneller und mit 40 % höherer Qualität erledigt werden, die Produktivität um 60 % steigt und bis zu 36 % mehr Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten bleibt (The Harvard Crimson).

Doch diese Verbesserungen träten langfristig nur ein, wenn Mitarbeiter entsprechend im Umgang mit KI geschult würden, so die Expertin.

Hinzu kommt ein wirtschaftlicher Faktor: Laut Daten, auf die sich der Kommentar bezieht, kosten unmotivierte und gestresste Arbeitnehmer die globale Wirtschaft jedes Jahr rund 9 Billionen Dollar (Gallup).

Wenn man sich das anschaut, wird schnell klar: Im KI-Zeitalter entscheidet nicht nur die Technik, sondern vor allem, wer sie am Ende auch sinnvoll nutzt. Welche Jobs dabei wirklich unter Druck geraten und welche nicht, ist nicht immer eindeutig: Ein Experte verrät, was im KI-Zeitalter das größte Risiko für euren Job ist

Quelle(n): Titelbild via YouTube
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Yoma

Das HR das sagt ist verständlich. Aber Investitionen in KI sind denke ich billiger und nachhaltiger. Das kann man schlecht finden, aber so siehts wohl leider aus. Wieviel Tätigkeiten KI zumindestens derzeit ersetzen kann, finde ich aber auch etwas überschätzt.

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