Neues Spiel auf Steam wollte das Beste aus MMORPGs bieten, aber ohne die Nachteile, legt erstmal typischen MMO-Start hin

Neues Spiel auf Steam wollte das Beste aus MMORPGs bieten, aber ohne die Nachteile, legt erstmal typischen MMO-Start hin

Mit Fellowship ist auf Steam ein neues Koop-Spiel gestartet, das Dungeons wie aus einem MMORPG bieten wollte, aber ohne die Nachteile, die das Genre bietet. Der Start lief jedoch schon mal MMO-typisch schlecht.

Was ist das für ein Spiel? Fellowship ist ein Koop-Dungeon-Crawler und bezeichnet sich selbst als Multiplayer Online Dungeon Adventure (kurz MODA). Mit bis zu 4 Spielern pro Gruppe darf man ganz wie in einem MMORPG gegen Bosse und Monster in Dungeons kämpfen.

Die funktionieren so, wie man es aus dem Genre gewohnt ist und geben auch Loot und Erfahrungspunkte, mit denen sich der eigene Charakter verbessern lässt. Worauf das MODA verzichtet, ist jedoch die typische Levelphase genauso wie tägliche Aufgaben oder langes Vorgeplänkel.

Ziel der Entwickler ist, die Spieler ohne Umwege Dungeon für Dungeon bekämpfen zu lassen und dabei durch wachsende Schwierigkeitsgrade immer eine Herausforderung zu bieten. Doch auf einen typischen Start wie in einem MMO verzichtet Fellowship nicht.

Hier könnt ihr den Trailer zum Spiel sehen:

Release-Probleme trotz Beta-Test

Wie lief der Release? Am 16. Oktober 2025 startete Fellowship in den Early Access auf Steam. Für aktuell 22,05 € statt 24,50 € kann man das MODA kaufen und spielen, außerdem gibt es noch kosmetische DLCs, wenn man die Entwickler unterstützen möchte.

Der Release lief jedoch wirklich schlecht. Schon kurz nach dem Start waren die Server überladen und Spieler durften nur noch den Ladebildschirm betrachten (via Reddit). Über Stunden versuchten die Entwickler die Probleme zu beheben, doch erst in den Morgenstunden, als die Spielerlast deutlich abgenommen hatte, gelang es ihnen, die Situation zu stabilisieren.

Die Spieler wurden, mit jeder Stunde Warten, jedoch ungeduldiger und ließen ihrem Frust auf verschiedenen Plattformen freien Lauf. So erklärten die Entwickler, dass man auf Discord weitreichende Moderationstools gebraucht hat, um die wütende Meute im Zaum zu halten.

Auch auf Steam haben viele Spieler das MODA zwischenzeitlich mit einer negativen Rezension bewertet und vom Kauf abgeraten. Dort steht Fellowship derzeit nur bei einer Wertung von „Ausgeglichen“ und 64 % positiven Bewertungen. Doch es ist nicht das erste Mal, dass es zu solchen Problemen kommt. Auch in der Beta kam dieses Thema bereits auf.

Wie lief die Beta ab? Bereits zum Start der Beta hatten die Entwickler ganz ähnliche Probleme. Der Spieleransturm auf die Server brachte diese zum Abstürzen und lange Wartezeiten waren die Folge. Das führte dazu, dass der Community-Manager des Spiels auf Twitch live gehen musste, um die Fans zu beruhigen.

Dabei erklärte er auch, dass der Beta-Test genau dafür das sei, die Server und die Infrastruktur allgemein zu testen, bevor der Release losgeht. Doch die Entwickler konnten trotz ihrer Erfahrungen aus dem Test nicht verhindern, wie der Release ablief.

Während auf Reddit neuere Posts nach der langen Wartezeit von gutem Gameplay sprechen, sind viele Spieler nach dem Release enttäuscht von der Situation.

Ob sich Fellowship mit guten Inhalten auf Steam wieder zu einer besseren Bewertung zurückkämpfen kann, bleibt abzuwarten. Mit über 20.000 Spielern zum Spielstart (via SteamDB) gibt es aber genügend, die sich für das MODA interessieren. Auch MeinMMO Autor Cedric Holmeier fand das Koop-Spiel im Test mit den Entwicklern gut: Wenn ihr das Endgame in MMORPGs liebt, bietet euch ein Spiel auf Steam massig davon, aber es gibt einen Haken

Quelle(n): massivelyop.com, Steam, SteamDB
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Fushiguro

ist halt ein early access titel, wer da perfektion erwartet ist selbst schuld xD

Visterface

Man möchte meinen nach über 30 Jahren Internet könnte man das mit den Servern mal hinbekommen. Wird da das Rad immer neu erfunden oder gibt es wirklich keinen Anbieter oder eine Möglichkeit das nach Bedarf skalieren zu lassen?

Tonkra

Weil sich ALLE tausende Spieler zu einer Stich-Uhrzeit *gleichzeitig* einloggen.. kommt einer DDOS-Attacke gleich und entspricht nicht der normalen Arbeitslast, wo sich Spieler zu den unterschiedlichsten Wochentagen, Stunden und Minuten einloggen.

Ich finds daher eher erschreckender, dass bei vielen MMORPG Spielern dies bezüglich keinerlei Lernkurve besteht.. jeder Release eines halbwegs bekannten MMORPGs immer das gleiche Geflenne.. täglich grüßt das Murmeltier..

Und es ist auch IMMER so, dass nach einem Release mindestens 30%-40% des Heuschreckenschwarms wieder weiterzieht .. stellt man also zu Release so viele Server auf, haste dann nach 2 Wochen halbvolle Server.. was sich negativ auf das Spielgefühl aktiver Spieler auswirkt. Und Server zu mergen ist kein Idealzustand (Charakter- und Gildennamen etc)

LOGIK

Zuletzt bearbeitet vor 5 Monaten von
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