ESO verliert wohl die Hälfte aller Mitarbeiter, muss Pläne ändern

ESO Entwickler WoW

Für das MMORPG The Elder Scrolls Online gibt es düstere Neuigkeiten. Das Entwickler-Team verliert zahlreiche Mitarbeiter.

The Elder Scrolls Online (ESO) gehört zu einem der wenigen, großen MMORPGs, die man häufig in einem Satz mit Genre-Riesen wie World of Warcraft vergleicht. Es ging 2014 an den Start und lief seither solide, mit einer treuen Community. Doch die angekündigten Entlassungen bei Microsoft treffen die Zenimax Online Studios, die Entwickler von ESO, wohl besonders hart.

Die Hälfte der Belegschaft soll entlassen worden sein. Die Zukunft des MMORPGs hängt in der Schwebe. Das ist die Konsequenz aus den zuvor angekündigten 3.200 Entlassungen, die man bei Microsoft plant und nun durchzieht.

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The Elder Scrolls Online: Saisons des Wurmkults – Teil 1 – Veröffentlichungstrailer

Woher stammen die Behauptungen? Die Aussagen gehen auf das Magazin Kotaku zurück. Die behaupten in ihrem Artikel, mit mehreren aktuellen und nun gekündigten Mitarbeitern der Zenimax Online Studios gesprochen zu haben.

Was sagen die Mitarbeiter? Laut Kotaku haben mehrere Mitarbeiter gesagt, dass die Streichungen der Stellen bei den Zenimax Online Studios „brutal“ seien. Laut mehreren Aussagen wäre davon wohl „quasi die Hälfte des Teams“ betroffen. Das wäre eine massive Anzahl von Mitarbeitern, und es steht außer Frage, dass bei einer solchen Reduktion die Arbeit nicht mehr im gleichen Tempo wie bisher verrichtet werden kann.

Dass das Studio stark betroffen ist, lässt sich derweil auch an anderer Stelle erkennen. Knapp zwei Dutzend Mitarbeiter haben bereits auf der Karriere-Plattform LinkedIn angegeben, dass sie wieder einen Job suchen. Auch auf anderen sozialen Medien liest man vermehrt davon.

Wie geht es mit ESO weiter? Viele Fans haben natürlich Sorge, dass es mit ESO nun zu Ende geht. Immerhin erschienen regelmäßig Erweiterungen und Patches in einer Frequenz, die nun sicher nicht mehr eingehalten werden kann. Das bestätigt auch Community Manager Jessica Folsom im ESO-Forum, dass die bisherige Roadmap „überarbeitet“ werden muss:

Während wir uns für den Launch von Saison 1 in dieser Woche vorbereiten, wollten wir noch einmal unser Engagement für The Elder Scrolls Online bestätigen. (…)

Wenn wir auf die Zeit nach Saison 1 schauen, werden sich die Roadmaps verändern, die wir zuvor geteilt haben. Wir wollen uns die Zeit nehmen, die Arbeit vor uns genau abzuschätzen und dann einen aktualisierten Zeitplan veröffentlichen. Wir würden liebend gerne heute schon konkrete Einzelheiten verraten, aber einen Schritt zurück zu machen und unsere Pläne zu fokussieren wird dafür sorgen, dass wir am Ende eine klare Timeline haben. (…)

Damit ist zumindest klar: Der Rest des Teams wird auch weiterhin an ESO arbeiten und will das Spiel mit neuen Inhalten versorgen. Doch es dürfte auch offensichtlich sein, dass man die aktuelle Kadenz an Inhalten, das Tempo oder die Vielfalt an Features nicht im bisherigen Maße aufrechterhalten kann.
Warum es so schwer ist, heute noch ein gutes MMORPG zu machen, haben uns 6 legendäre Entwickler verraten.

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