Captain America hatte viele Jahre lang einen jugendlichen Sidekick, der plötzlich das Zeitliche segnen musste. Erst 41 Jahre später durfte er wieder auferstehen, bekam jedoch einen neuen Anstrich wurde zum Attentäter. Als solcher ist er auch in den Filmen des MCU zu sehen.
Um welchen Held geht es? Bucky Barnes ist eine Figur von Marvel, die ihren ersten Auftritt in „Captain America Comics #1“ aus dem Jahr 1941 feierte. Damals war er ein 15-jähriger Waisenjunge, der herausfand, dass Steve Rogers Captain America ist.
Die beiden freundeten sich an und Bucky wurde zum jugendlichen Sidekick. Er galt als fröhlich und aufgeweckt, und war vor allem für jüngere Leser eine Identifikationsfigur. Passend dazu agierte er moralisch gut und entsprach den Werten eines klassischen Helden.
1964 kam dann der Schock: Im Comic „Avengers #4“ kam Bucky ums Leben. In einer Rückblende wird erzählt, wie Bucky bei der Explosion einer Bombe in einem Flugzeugt stirbt.
Der Grund für die Entscheidung? Stan Lee, der schon damals federführend bei Marvel arbeitete, war einfach kein Freund von jugendlichen Sidekicks.
Teenager sind ein Klotz am Bein
Warum mochte Lee die Figur nicht? Es war wohl nicht spezifisch Bucky Barnes, der der Comic-Legende ein Dorn im Auge war. Lee mochte das Konzept eines jugendlichen Sidekicks insgesamt nicht besonders. Bereits 1974 erklärte er im Buch „The Origins of Marvel Comics“, dass es in seinen Augen wenig Sinn ergäbe:
Eines meiner vielen Ärgernisse war schon immer der junge Teenager-Sidekick des durchschnittlichen Superhelden. Noch einmal: Wenn ich selbst ein Superheld wäre, würde ich mich auf keinen Fall mit einem sommersprossigen Teenager anfreunden. Zumindest würden die Leute anfangen zu tratschen.
Stan Lee via Slash Film
Abgesehen vom Altersunterschied könnte ein Jugendlicher schlicht hinderlich sein, wenn es um das Überkommen großer Herausforderungen wie das Bekämpfen mächtiger Gegner geht. Gegenüber Movieweb erzählte Lee im Jahr 2005, dass er Teenager-Sidekicks lange Zeit akzeptiert habe:
Mein Verlag bestand darauf, dass ich einen Teenager in die Serie aufnehme, weil sie immer der Meinung waren, dass Teenager die Bücher nicht lesen würden, wenn nicht ein Teenager in der Geschichte vorkommt; was Unsinn ist, aber ich wollte mich nicht mit ihnen streiten.
Stan Lee
1964 änderte sich das und Bucky Barnes musste daran glauben. Anders als viele weitere Charaktere wurde er nicht einige Ausgaben oder Jahre später wiederbelebt. Die Figur blieb vorerst tot, bis ins Jahr 2005.
Wie sah die Rückkehr von Bucky aus? 2004 bzw. 2005 erschien „Captain America (Vol. 5) #1“ & 2
und der Charakter kehrte in einer Neuinterpretation zurück. In dieser Version überlebte Bucky die Explosion im Flugzeug, was sich theoretisch nicht mit der alten Fassung der Geschichte beißt, da seine Leiche damals nicht gefunden wurde.
Er wird schwer verletzt von Streitkräften der UdSSR gefunden, erhält einen kybernetischen Arm und auch gleich noch eine Gehirnwäsche. Anstatt ein fröhlicher Teenager zu sein, kehrt er etwas älter und als tödlicher Attentäter zurück.
Im MCU wird die Figur von Sebastian Stan gespielt und feierte ihren ersten Auftritt im Film Captain America: The First Avenger. Dort ist Bucky ein guter Freund von Steve Rogers. Was haltet ihr von der Figur und Teenager-Sidekicks generell? Seid ihr ihnen ebenfalls eher abgeneigt? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Die Marvel-Legende wird weiterhin in Ehren gehalten: Einer der wichtigsten Marvel-Filme der letzten 10 Jahre ehrt Stan Lee mit einer besonderen Szene, die leicht zu übersehen ist
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