Microsoft, EA, Epic und Activision Blizzard stoppen Verkauf in Russland – New World sagt: „Njet“

Microsoft, EA, Epic und Activision Blizzard stoppen Verkauf in Russland – New World sagt: „Njet“

Vier der größten Gaming-Entwickler der Welt haben ihre Verkäufe in Russland gestoppt: Epic Games (Fortnite), Activision Blizzard (WoW, Call of Duty), EA (Battlefield 2042, FIFA 22) und Microsoft (Halo). Das von Amazon entwickelt MMORPG New World kündigt an, die Entwicklung einer russischen Version zu stoppen.

Das war die Forderung der Ukraine: Am 2. März  hatte der ukrainische Minister für digitale Transformation, Myhailo Fedorov, einen offenen Brief an „Xbox“ und „PlayStation“ veröffentlicht und alle Gaming-Entwickler und E-Sports-Plattform aufgefordert, russische und weißrussische Accounts vorübergehend zu blockieren. Dazu forderte er auf, alle Events in Russland und Weißrussland abzusagen (via twitter).

Man sei sich sicher, dass solche Aktionen die Bürger von Russland dazu bewegen könnten, von der „beschämenden militärischen Aggression“ zu lassen. Es hieß, dass 2022 moderne Technik vielleicht die beste Antwort auf Panzer und Raketenangriffe seien.

Microsoft hilft der Ukraine im Cyber-Krieg gegen russische Attacken

Das sagt Microsoft: Microsoft hat in einem Blogpost ein Statement gegen die russische Invasion der Ukraine erlassen. Der Präsident Brad Smith schreibt:

Wie der Rest der Welt sind wir erschrocken, traurig und verärgert über die Bilder und die News, die über den Krieg in der Ukraine kommen. Wir verurteilen die ungesetzliche, nicht provozierte und nicht gerechtfertigte Invasion durch Russland.

Brad Smith

Microsoft wird:

  • den Verkauf und die Dienste in Russland stoppen und sich dabei mit den Sanktionen der USA, Großbritannien und der EU verbinden
  • die Cybersicherheitssysteme der Ukraine unterstützen. Man habe schon mehr als 20 Maßnahmen eingeleitet, um die IT der ukrainischen Regierung und des Finanzsektors vor „zerstörerischen und disruptiven“ Maßnahmen zu schützen.

Microsoft sagt: Es seien die schlimmsten Malware-Angriffe seit 2017. Erschreckend seien vor allem die Angriffe gegen digitale zivile Dienste im Bereich der humanitären Hilfe und im Energie-Sektor. Sie weckten große Bedenken, ob nicht die Genfer Konvention verletzt werden würde.

Escape from Tarkov: 230.000 sehen bewegendes Video, wie ein Twitch-Streamer vorm Krieg flieht

Das sagt EA:

In einem Statement gibt Electronic Arts bekannt (via ea.com):

Unsere Spiele und unsere Inhalte werden nicht der länger im russischen Storefront bei Origin oder der EA App erhältlich sein, das betrifft auch die Ingame-Shops. Wir arbeiten mit unseren Plattform-Partnern zusammen, um unsere Titel aus deren Stores zu entfernen und den Verkauf von neuen Ingame-Inhalten in der Region zu stoppen.

EA

Schon vorher hatte EA angekündigt, russische Teams aus den aktuellen Spielen der FIFA und NHL-Reihe zu entfernen.

EA sagt ferner, man sei erschrocken von dem Konflikt, der sich in der Ukraine entfaltet und stehe in Solidarität mit den Menschen der Ukraine. Man sei vor allem um die Partner und Kollegen in der Region besorgt und bemüht sich darum, zu verstehen, wie man den Menschen in der Ukraine noch mehr helfen kann, über die schon laufenden Programme hinaus.

Im November 2021 hatte EA eine Anspielung auf die Besetzung der Krim aus Battlefield 2042 entfernt.

Unsere Expertise auf MeinMMO bezieht sich auf Gaming. Wer sich näher über den Konflikt von Russland mit der Ukraine beschäftigen will, dem empfehlen wir, sich auf offiziellen Seiten oder bei Nachrichtenmagazinen zu informieren:

– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)

Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.

Epic Games stoppt Verkäufe, will Kommunikations-Kanal offen halten

Das sagt Epic Games: Über Twitter teilt der Fortnite-Entwickler und Tech-Konzern Epic Games mit:

Epic stoppt das Geschäft mit Russland in unseren Games als Antwort auf die Invasion der Ukraine. Wir werden nicht den Zugang stoppen, aus denselben Gründen, weshalb auch andere Kommunikations-Tools online bleiben: Die freie Welt sollte alle Linien des Dialogs offen halten.

Epic Games
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Activision Blizzard stockt Spenden der Angestellten in die Ukraine auf

Das sagt Activision Blizzard: Daniel Alegre veröffentlicht ein Statement, das er auch mit dem Team geteilt hat.

Über die Woche haben wir die News aus der Ukraine und die humanitäre Krise gesehen, die sich dort immer schlimmer entfaltet. Unsere Firma verpflichtet sich, denen zu helfen, die von der schrecklichen Gewalt betroffen sind, und jede Hilfe zu leisten, die möglich ist.

Daniel Alegre, President und COO Activision Blizzard

Blizzard kündigt an:

  • den Verkauf neuer Spiele in Russland auszusetzen, solange der Konflikt läuft.
  • sich mit höchster Priorität um die Sicherheit der Angestellten und deren Familie zu kümmern
  • die Spenden der Angestellten im Verhältnis 2:1 aufzustocken. Die Grenze für solche aufgestockten Spenden erhöht man von 1.000$ auf 10.000$ – man habe schon 300.000 $ auf diesem Weg gespendet.

Außerdem applaudiert man den „unfassbaren Bemühungen“ der Kollegen in Polen, da hätte schon viele ukrainischen Flüchtenden geholfen und anderen, die in Not sind.

In der Vergangenheit hatte Activision Blizzard auf die Gesetzeslage in Russland Rücksicht genommen und bestimmte Inhalte in ihren Spielen nicht nach Russland gebracht.

Das sagt New World: Vom Vizepräisdent von Amazon Games heißt, man habe Plane gehabt, eine russische Lokalisierung von New World anzustreben, habe diese Pläne aber jetzt gestoppt.

Schon vor einigen Tagen hatten zahlreiche andere Studios und Gaming-Firmen angekündigt, ihre Geschäfts-Aktivitäten in Russland einzuschränken, darunter Bungie (Destiny 2) und CD Projekt Red (Cýberpunk 2077, GOG.com).

Das weißrussische Studio Wargaming hat sich ebenfalls klar zum Krieg in der Ukraine positioniert:

Studio hinter World of Tanks feuert Creative Director, nachdem er den Ukraine-Krieg unterstützte

Quelle(n): pcgamer (Activision Blizzard Epic), gamespot (New World)
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