Das Opfer eines Spielers in Dungeons & Dragons rettete nicht nur eine Mitspielerin, sondern zeigte der gesamten Community, wie magisch eine gemeinsame Kampagne für eine Freundesgruppe werden kann. Obwohl er einen soliden Preis zahlen musste, sei die Entscheidung schließlich doch leichter gefallen als erwartet.
Wieso musste der Spieler etwas aufgeben? Darüber sprach der DM und Redditnutzer smrvl in einem Redditpost, der über die Jahre knapp 18.000 D&D-Fans erreichte und inspirierte.
Während eines Level-11-Kampfes, der sich bereits über 2 Sessions erstreckte, starb die geschwächte Magierin seiner D&D-Gruppe durch den Todesstrahl eines Betrachters, auf Englisch als Beholder bekannt.
Aufgrund von Regeln innerhalb der Kampagne und den daraus resultierenden mangelnden Optionen von Wiederbelebung schien es das endgültige Ende der Magierin zu sein … und dementsprechend für den zutiefst liebgewonnenen Charakter ihrer Spielerin.
Der DM berichtet, dass es die erste Kampagne der Spielerin war, die sich von einer Anfängerin über die Zeit zum Herz und zur Seele der Gruppe entwickelte, wie er beteuerte.
Eine Person, die bei den spielenden Freunden hoch angesehen war. Und genau aus diesem Grund konnte ein anderer Spieler, der Hexenmeister der Gruppe, das nicht weiter mitansehen.
Spieler erkennt, was wichtiger ist als eine coole Charakterstory
Wie reagierte der Hexenmeister auf den Tod? Wie der DM berichtet, handelte es sich bei dem Hexenmeister um einen Spieler, der die zwei eingegangenen Pakte seines Charakters im Rollenspiel durch und durch auskostete.
Da er einen Pakt mit einem Unhold, aber auch mit einem celestischen Wesen eingegangen ist, besaß er zwei verschiedene Seiten. Ähnlich wie bei einer Jekyll-und-Hyde-Situation, die sogar unterschiedliche Attributspunkte, Fähigkeiten und mehr eigene Besonderheiten beinhaltete. Der DM betont, wie sehr er es geliebt hat, von „gut“ auf „böse“ zu wechseln, und den Kontrast mit Leidenschaft auszuspielen.
Als die Magierin fiel, wusste der Hexenmeister, dass er etwas tun musste. So berichtet er unter dem originalen Post seines DMs persönlich: „Zu hören, wie die Person im echten Leben mit den Tränen kämpfte, hat mich umgehauen.“
Seine Mitspieler seien im Laufe der Jahre für ihn sowie seinen Charakter wie eine Familie geworden und als diese Familie derartig bedroht wurde, stand für ihn fest: „Die Entscheidung fiel mir leicht: entweder ein Teil von mir oder alles von ihr.“
Wozu hat sich der Spieler letztendlich entschieden? Da die Gruppe online spielte, konnte der Hexenmeister dem DM privat schreiben, ohne dass die anderen es mitbekommen würden. Und schließlich fanden sie einen gemeinsamen Plan, der aufgrund eines verfehlten Religion-Checks deutlich mehr Zuversicht verlangte als tatsächliche Gewissheit, dass es klappt.
Über die nächsten Runden schaffte der Hexenmeister es bis zu der gefallenen Magierin und begann, seinen celestialen Patron aufzurufen. Die Dunkelheit und das Licht der Paktmagien kämpften (mit Würfen, man versteht) und letzteres gewann mit einer 26 gegen die 2 der düsteren Macht.
Die Magierin durfte nach Meisterungen eigener Herausforderungen zurück ins Leben treten und der Hexenmeister verlor seine Verbindung zum Pakt des Unholds. Den bösen Hexenmeister gab es nicht mehr, nur noch den guten – und zwar in der Form eines Engels.
„Das war ehrlich gesagt die selbstloseste Tat in D&D, die ich je von einem Spieler im echten Leben gesehen habe“, betont der DM, „Der Hexenmeister hat etwas aufgegeben, das er wirklich liebte, um ein Gruppenmitglied zurückzuholen – aus Liebe zu ihr und zum Spiel. Und ich werde verdammt noch mal dafür sorgen, dass sich sein neuer Weg als lohnenswertes Opfer erweist.“
Wie findet ihr die Aktion des Hexenmeisters und das Opfer, das er dafür eingegangen ist? Würdet ihr auch so viel eures eigenen Charakters aufgeben, um einen Freund zu retten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Betrachter in Dungeons & Dragons, das Wesen, das die Magierin getötet hat, können durchaus fiese Gegner darstellen. Eines dieser Monster ist sogar so mächtig, dass es nicht nur namentlich bekannt ist – man hat ihm sogar ein ganzes Regelbuch für D&D gewidmet: Dungeons & Dragons: Die 10 mächtige Bösewichte, die ihr kennen solltet
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