Neuer Spieler ist in Dungeons & Dragons so fies, dass seine eigene Gruppe ihn schon in der ersten Session ausschaltet, dabei wollten sie das gar nicht

Neuer Spieler ist in Dungeons & Dragons so fies, dass seine eigene Gruppe ihn schon in der ersten Session ausschaltet, dabei wollten sie das gar nicht

Ein neuer Spieler stößt seiner Gruppe in Dungeons & Dragons sauer auf. Das kostet seinem Charakter schon in der ersten Runde das Leben, auch wenn es seinen Mitspielern leid tut.

In was für einen Charakter schlüpft der Spieler? User msNSFW69 erzählt in seinem Thread auf Reddit von der dramatischen Geschichte seiner Gruppe in Dungeons & Dragons. Ein neuer Spieler war ihrer Gruppe beigetreten und brachte einen Drow Schurken mit, den er spielen wollte.

Während ihrer Quest versuchten sie ein Dorf vor dämonischer Korruption zu retten. Dabei fanden sie einen herrenlosen Beutel mit Gold. Wie oft für einen Schurken typisch wollte der Spieler dann das Gold für sich behalten und nicht mit der Gruppe oder dem Dorf teilen.

Eigentlich keine untypische Situation für Gruppen, die Dungeons & Dragons spielen. Doch für diesen Spieler nahm damit das Unglück seinen Lauf und kostete seinem Charakter das Leben und brachte seinen Mitstreitern einen Haufen Schuldgefühle ein.

„Ich wusste nicht, dass wir nicht tödlich angreifen könnten, wenn wir wollten“

Was passierte dann? In seiner Gruppe befanden sich auch der Thread-Ersteller als ritterlicher Kämpfer und ein Paladin. Da beide vor allem für das Gute einstanden, warnten sie den Drow mehrfach, das Gold herauszugeben, andernfalls gäbe es Konsequenzen.

Es kam dann, wie es kommen musste und die beiden griffen ihn an, in dem Glauben, dass sie ihm eine Lektion erteilen und der Heiler ihm wieder auf die Beine half. Leider erzielte der Paladin bereits mit dem ersten Angriff einen kritischen Treffer und der Schurke ging bewusstlos zu Boden.

Da der Kämpfer im bereits im Voraus gesagt hatte, dass er auch angreifen würde, bestand der Spielleiter darauf, dass er die Attacke auch ausführte – und damit dafür sorgte, dass der Spieler zwei seiner drei Todes-Rettungswürfe automatisch scheiterten.

Der Heiler konnte nicht mehr reagieren, da der Spielleiter im Anschluss den rundenbasierten Kampf eröffnete und der Schurke damit auch bei seinem verbleibenden Rettungswurf versagte. Sein Charakter starb noch in seiner ersten Session mit der Gruppe.

Sofort überkamen seine Mitspieler starke Gewissensbisse und sie entschuldigten sich für das Malheur. „Da ich auch neu bei DND bin, wusste ich nicht, dass wir nicht tödlich angreifen könnten, wenn wir wollten, sonst hätten wir es getan.“, erklärt Kämpfer msNSFW69 in seinem Thread.

Im Spiel gestanden die beiden Charaktere ihre Tat an ihrem Kameraden der Abenteurer-Gilde, woraufhin sie ins Gefängnis kamen. Der Drow-Spieler selbst nahm es ihnen nicht krumm, da er ohnehin noch andere Ideen für Charaktere hatte und da er seinen Schurken ohnehin nicht mal eine ganze Runde gespielt hatte, hänge er sowieso nicht an ihm.

Was sagt die Community dazu? In den Kommentaren finden sich etliche Stimmen, die ihr Mitgefühl sowohl für den Spieler, als auch für die beiden Täter äußern und ähnliches erlebt haben. Einige sehen die Schuld aber eher beim Spielleiter (DM) der Runde, da er die unerfahrenen Spieler über die Möglichkeiten und Konsequenzen aus ihrer Sicht hätte aufklären sollen, andere geben Tipps, wie man es besser lösen kann:

  • Lazy_DK_ schreibt: „Klingt so, als wäre dein DM auch nicht besonders erfahren. Der DM hätte dir die Option „nicht tödlich“ anbieten müssen, und er scheint ein bisschen blutrünstig zu sein, wenn er dich zwingt, ebenfalls anzugreifen. So sehr es auch ‘das ist, was mein Charakter tun würde’ ist, es schien weder besonders spaßig noch gut für die Geschichte zu sein.“
  • redrosebeetle schlägt vor: „Ich verbiete ausdrücklich den Diebstahl zwischen den Spielern, es sei denn, alle Spieler stimmen dem Objekt für Objekt zu. Dies ist ein Teamspiel und es macht keinen Spaß, ständig auf der Hut zu sein.“
  • TheRealRedParadox gibt zu denken: „Aus diesem Grund ist PVP ohne Zustimmung an den meisten Tischen verboten. Tut mir leid, aber ja, Kumpel, PvP sollte von beiden Parteien vereinbart werden, und dein DM hat das auch irgendwie vermasselt.“

Dass Charaktere manchmal auch früh sterben, kommt in Dungeons & Dragons häufiger mal vor. Es gibt aber auch das andere Extrem, bei dem Spielleiter die Charaktere ihrer Spieler quasi unsterblich machen müssen: DM gesteht, dass er einen Spieler in Dungeons & Dragons unglaublich stark macht, da er es sonst nicht mit ihm aushält.

Deine Meinung? Diskutiere mit uns!
12
Gefällt mir!
Kommentar-Regeln von MeinMMO
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
Jalidon

Erinnert mich an eine alte Dsa runde. Wollt mal was anderes spielen und entschied mich für einen Elfenmagier der von einem Borbaranier aufgezogen worden. Da das Abentuer was wir spielten etwas hochstuffig war und ich keine Lust hatte mein Char hoch zustuffen. Musste er sehr schnell einige Dämonen Pakte eingehen das flog bei unseren rechtschaftlicheb Praios Krieger ziemlich schnell auf und endete in einen Gruppen Kampf wo mein Elf starb… Lustig war es denoch.

Yoma

Die Aussage des Spielleiters war falsch, der Spieler hätte jederzeit den Angriff abbrechen können, grad da der andere bereits zu Boden gegangen war, ist die Entscheidung des Spielers.

Irgendwas da zu verbieten find ich unsinnig. Jeder soll sich so verhalten wie er denkt sich verhalten zu müssen. Den anderen Spielern stehts ja frei darauf wiederum zu reagieren.

Passwort vergessen

Bitte gib Deinen Benutzernamen oder Deine Email-Adresse ein. Du erhälst einen Link, um ein neues Passwort per Email zu erstellen.

2
0
Sag uns Deine Meinungx