Kinder an ein Hobby wie Dungeons & Dragons heranzuführen, ist der Traum vieler Fans, aber nicht ganz einfach. Ein Dungeon Master hat aber genau das nun geschafft – in einem eigentlich lustigen Oneshot, der sich als überraschend emotional entpuppt hat.
Damit ihr nicht direkt das Jugendamt einschaltet: Die ganze Sache klingt schlimmer, als sie wirklich ist, und sie hat ein Happy End. Zudem ist, wenn man den Kommentaren auf Reddit glauben kann, die Tochter nicht die Einzige, die bei der Story Tränen in den Augen hatte.
Zur Story: Ein Familienvater wollte mit seiner Frau und achtjährigen Tochter D&D spielen. Als Abenteuer haben sie sich den Oneshot „The Wild Sheep Chase“ (kostenlos verfügbar bei Winghorn Press in englischer Sprache) ausgesucht, ein Abenteuer für Charaktere auf Stufe 4-5 und geeignet für Kinder. Ich versuche, die Handlung so wenig wie möglich zu spoilern.
Die Tochter hat sich für ihren ersten Charakter einen Zauberer der Wilden Magie ausgesucht, eine Klasse, die bekannt ist für absolutes Chaos – was genau ihre Argumentation war, heißt es. Während des Abenteuers sind jedoch Tränen geflossen:
- Zum ersten Mal, als die Tochter einen Affen mit einem Zauber erledigt hat, der sich im Nachhinein als verzauberter Mensch entpuppt. O-Ton laut Reddit: „Ich wollte nicht so gut würfeln!“
- Zum zweiten Mal aus Erleichterung, als Mama einschreitet, um den versehentlich getöteten Menschen mit Wiederbeleben ins Leben zurückzuholen – etwas, von dem die Tochter nicht wusste, dass ihre Mutter das kann.
- Zum dritten Mal, als das Duo es schafft, den Gegenspieler des Abenteuers zu überzeugen, nicht mehr böse sein zu müssen, und für alle ein gutes Ende erreicht.
„Musste meine Würfel für eine Sekunde anstarren, um mich zu sammeln“
Für den DM war das Abenteuer das beste, das er je geleitet hat, wie er selbst sagt:
Acht Jahre alt. Ihr Instinkt war, den Bösewicht nicht zu töten. Sondern ihn zu retten. Ich musste meine Würfel für eine Sekunde anstarren, um mich zu sammeln.
Niemand ist gestorben […] Perfekter Oneshot. Ich weiß, dass diese Wholesome-Posts hier öfter auftauchen, aber ich verstehe es jetzt. Bestes Spiel, das ich je geleitet habe.
Die Story bewegt auch Spieler in der Community und rührt einige zu Tränen („Jemand hat ‘Wasser erschaffen’ in meine Augen gezaubert!“) und bringt – wie D&D-Spieler eben sind – trockene Kommentare wie „Was ich da heraushöre, ist, dass ich mehr Kinder am Tisch brauche, um die mörderischen erwachsenen Spieler auszugleichen“, hervor.
Habt ihr schon mit euren Kindern D&D gespielt? Welches Abenteuer oder welches andere Regelwerk könnt ihr empfehlen? Schreibt uns einen Kommentar!
D&D mit der Familie hat mit Sicherheit Vor- und Nachteile, da Tabletops durchaus zu Spannung führen können und man beim Spielen etwas über seine Mitspieler erfahren kann, was man vorher nicht wusste – und vielleicht nicht wissen will oder nie vermutet hätte: Eine Oma erweist sich in ihrem ersten Abenteuer in Dungeons & Dragons als härtestes Mitglied, schockt die Familie
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