Diese 4 Dinge nerven euch an MMORPGs besonders

Auf neue AAA-MMORPGs warten viele Spieler, doch die Aussichten für 2019 sind dünn. Wir haben euch gefragt, was euch aktuell am Genre stört und nennen nun die vier häufigsten Antworten.

MMORPGs sind komplex und bieten viele spannende Abenteuer, die man sozial in der Gruppe erlebt. Doch aktuell erscheinen nicht viele Online-Rollenspiele. Ihr habt uns in einer Umfrage einige Dinge genannt, die euch derzeit am Genre nicht so gefallen.

4. Moderne MMORPGs sind zu leicht

  • Menge der Stimmen: 359

Denkt man an die Anfänge des Genres in den 1990er-Jahren zurück, dann haben sich MMORPGs stark verändert. Früher musste man Quest-NPCs suchen und konnte die meisten Missionen nicht alleine schaffen.

Moderne MMORPGs sind vielen Spielern zu leicht.

Heute sieht dies anders aus. Der Markt hat sich für eine breitere Zielgruppe geöffnet. Immerhin leben Online-Rollenspiele von möglichst vielen Spielern. Um aber eine so große Masse anzusprechen, mussten die Spiele zugänglicher werden.

Heute sind NPCs durch Ausrufezeichen markiert. Questmarker oder sogar leuchtende Pfade zeigen an, wohin man gehen muss und selbst alleine stellen viele Gegner und Aufträge kein Problem dar. Vielen Veteranen unter euch fehlt einfach die Herausforderung.

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Oft bleibt nur der Kampf gegen Weltenbosse oder Gruppen-Events, die den Schwierkeitsgrad erhöhen. Das ist häufig zu wenig.

  • Mein-MMO-Leser Steed schreibt: „In letzter Zeit holt mich kein MMORPG mehr ab. PvE-technisch werden die Spiele zum größtmöglichen Teil fürs Solo-Gameplay getrimmt. Dann kommt noch die „Leichtigkeit“ als Krankheit der MMORPGs dazu. Bis zur Endstufe wird vom Spieler so gut wie nichts verlangt.“

3. Keine neuen großen Veröffentlichungen

  • Menge der Stimmen: 516

Die Situation rund um MMORPGs sieht aktuell etwas mau aus. Es wurden schon seit langer Zeit keine westlichen AAA-Online-Rollenspiele mehr angekündigt. Euch fehlt das nächste „World of Warcraft“ und sogar Everquest Next wurde eingestellt.

World of Warcraft - Genesaurier
Dem Markt fehlt es an neuen Spielen

Der Markt ist unter einigen etablierten MMORPGs aufgeteilt. Es erscheinen zwar stetig Updates und Erweiterungen, doch diese bieten oft nur mehr vom selben. In der Umfrage haben sich viele von euch neue Welten gewünscht, die sie erkunden können, einfach das nächste große MMORPG.

Erscheinen dann aber neue MMORPGs, sind es meist Asia-Grinder, die sich alle sehr ähnlich spielen.

  • Jyux erklärt: „Da kommt ja irgendwie nicht Gescheites mehr. Die richtigen MMORPGS sind ausgestorben und die „MMO-Lite“ Games sind an der Macht.“
  • Mein-MMO-Leser Luriup schreibt: “ […] Es kommt einfach sehr, sehr wenig Neues raus,
    und dann mit Inhalten, die ich woanders schon gesehen habe. Es fehlt der Mut der Publisher mal was Großes anzufangen.“

2. Es gibt keine Innovationen im Genre

  • Menge der Stimmen: 815

Es ist nun nicht so, dass gar keine MMORPGs erscheinen. Doch diese bieten zu wenig Innovationen. Das Genre tritt etwas auf der Stelle. Schaut man sich andere Genre an, so entwickeln sich diese weiter. Heute würde wohl niemand mehr ein FIFA aus dem Jahr 2000 spielen wollen.

MMORPGs spielen sich oft gleich, es fehlt an Innovationen.

Selbst Rollenspiele haben sich weiterentwickelt und bieten intensivere und cineastischere Erfahrungen. Laut unserer Umfrage, findet ihr, dass dem Markt der MMORPGs aktuell die großen neuen Spiele fehlen, welche das Genre wirklich voranbringen und eine Evolution einläuten.

Eine Evolution, die Veränderungen mit sich bringt, welche Online-Rollenspiele modern und interessant machen, aber welche den Wurzeln des Genres treu bleiben. MMORPGs müssen laut euch zwar MMORPGs bleiben, aber deutlich moderner werden.

  • Damin erklärt: „Ich warte seit Jahren sehnsüchtig auf neue Impulse und ein AAA-MMORPG mit Abo-Modell. Am liebsten mit einem erwachsenden SciFi-, Steampunk-, Cyberpunk- oder Vampir-Setting. Aber ich gebe langsam die Hoffnung auf. Alle Entwickler gehen schon allein vom Setting in dieselbe Richtung […].“
  • Chris Brunner ist der Meinung: „Es gibt für mich keine Innovation. Jedes MMORPG fühlt sich gleich an und versucht auch kaum, sich von der breiteren Masse abzuheben. Jedes Kampfsystem sieht verdammt ähnlich wie bei 20 anderen MMORPGs aus. Die Geschichte baut fast immer gleich auf. Quest-Design und Gameplay-Mechaniken werden teilweise fast 1:1 nach dem WoW-Vorbild übernommen.“

1. Zu viel Free2Play hat das Genre ruiniert

  • Menge der Stimmen: 992

Free2Play hat sich auf dem Markt durchgesetzt, weil die breite Masse eben gerne etwas kostenlos ausprobiert und bei Gefallen dabei bleibt. Die Einstiegshürde bei Abo-Spielen schreckt viele ab. Die meisten wollen sich nicht langfristig über ein Abo an ein Spiel binden. Dies liegt mit daran, dass sich die Spielgewohnheiten über die Jahre verändert haben.

Neverwinter_PS4
Free2Play ist für viele nur Cashgrab und zerstört das Genre.

Free2Play hat aber für euch den Pay2Win-Beigeschmack. Oft werden in Item-Shops Dinge angeboten, welche das Spielerlebnis einfacher machen und mit denen man schneller vorankommt. Wer zu den besten Spielern eines Servers gehören möchte, der fühlt sich oft dazu „genötigt“, immer mehr Geld auszugeben.

Es herrscht unter euch die Meinung, dass Free2Play-Spiele den Fokus auf die Mikrotransaktionen legen und das eigentliche Spiel hinten ansteht.

  • Varoz meint: „WoW hab ich vor Monaten gekündigt, F2P fass ich nicht mehr an. Egal wie gut es ist, diese enden immer im P2W und werden eh nur um den Shop herum aufgebaut.“
  • DarokPhoenix schreibt: „Bei Free2Play-Titeln implementiert man unter anderem den Faktor „Geld ist Zeit“. Wer möchte nicht schneller sein als andere? Wer möchte nicht schöner aussehen als andere? Egal wie man es dreht, man wird genötigt.“
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