Der erste Blick am Morgen, der letzte am Abend: Das Handy ist ständiger Alltagsbegleiter. Gen Z ist mit Smartphone, Social Media und ständiger Erreichbarkeit groß geworden. Davon möchte sie sich jetzt aber bewusst lösen. Ausgerechnet auf TikTok lernen die Digital Natives jetzt, bewusster mit ihrer Zeit im Netz umzugehen.
Beim Titelbild handelt es sich um ein Symboldbild von Daria Nepriakhina auf Unsplash.
Warum will Gen Z weniger online sein? Einfach gesagt: Gen Z hat keine Lust mehr auf Daueronline. Laut YPulse nimmt die Müdigkeit gegenüber sozialen Medien zu. Gleichzeitig suchen junge Menschen mittlerweile verstärkt nach Offline-Erlebnissen.
Der Wunsch, wieder mehr „echte“ Dinge zu erleben, steigt. Konzerte, Escape Rooms, Workshops, bei denen man gemeinsam etwas herstellt, aber auch kleinere lokale Treffen möchte Gen Z wieder bewusster wahrnehmen.
Es geht dabei aber nicht zwingend darum, das Handy komplett aus dem Alltag zu verbannen. Vielmehr soll die Technik weniger bestimmen, wie die eigene Zeit genutzt wird. Dem Doomscrolling wird somit der Kampf angesagt.
Gen Z packt ihre analoge Tasche mit Büchern und Malsachen
Wie hilft TikTok Gen Z dabei, weniger online zu sein? Ideen, wie das Leben weniger digital genutzt werden kann, holt sich Gen Z über Social Media.
Auf TikTok zeigen Nutzer, wie sie 2026 „analoger“ leben. So wurden dort etwa die „Analog Bags“ zum Trend. In diesen Taschen landen Bücher, Häkelzeug oder Malsachen, die unterwegs eine Alternative zum Griff nach dem Handy bieten sollen.
Einzelne Videos sammeln Zehntausende Likes. Die App wird damit gewissermaßen zum Ausgangspunkt dafür, TikTok doch wieder auszuschalten.
Will Gen Z also zurück in eine Zeit ohne Smartphones? Nicht so ganz. The Atlantic verweist jedoch auf eine Umfrage, laut der 60 Prozent der Gen Z gerne in eine Zeit zurückkehren würden, bevor alle Menschen rund um die Uhr „connected“ waren.
Das kann bei Daueronline-Druck passieren: Wie selbstverständlich ständige Updates mittlerweile sein können, zeigt ein kurioser Fall aus Südtirol. Als ein Wander-Influencer für rund 18 Stunden nichts mehr von sich hören ließ, machten sich seine Fans große Sorgen. Sie alarmierten sogar die Bergrettung. Dabei hatte der Mann lediglich keinen Empfang und bewusst eine Pause eingelegt, wie MeinMMO berichtete.
Gen Z verabschiedet sich aber nicht vom Handy. Stattdessen versucht sie, Dinge aus der Zeit vor dem Dauer-Online-Sein zurückzuholen, während Smartphone, TikTok und Co. aber weiterhin zum Alltag gehen.
Wie sieht es bei euch aus? Versucht ihr ebenfalls, euch eure Zeit am Smartphone gut einzuteilen? Oder könnt ihr mit dem Trend zum „analogen“ Leben wenig anfangen? Schreibt es uns in die Kommentare!
Der Wunsch nach weniger Bildschirmzeit zeigt sich bei Gen Z auch bei der Wahl ihrer Hobbys. Auch Beschäftigungen, die lange eher mit Oma und Opa verbunden wurden, werden immer beliebter. Warum sie Vogelbeobachtung für manche dabei sogar wie ein Videospiel anfühlt, erfahrt ihr hier auf MeinMMO: Gen Z entdeckt die Hobbys von Oma für sich und sagt: „Fühlt sich an wie ein Videospiel im echten Leben“
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