Da kauft man sich endlich das Traumauto und darf nur dabei zusehen, wie es jahrelang beim Zoll steht. Genau das passierte Bill Gates mit einem seltenen Porsche. 13 Jahre und rund 133.000 US-Dollar später durfte er endlich ans Steuer und half dabei, das betreffende Gesetz zu ändern.
Warum durfte Bill Gates seinen Porsche nicht fahren? Gates kaufte 1988 einen seltenen Porsche 959. Doch genau dieser Porsche hatte in den USA ein Problem: Er erfüllte nicht die dort notwendigen Vorgaben für Sicherheit und Emissionen.
Porsche hatte nur wenige hundert Exemplare gebaut und wollte laut Motorpasión nicht mehrere davon für die nötigen Crashtests opfern. Als Gates seinen Porsche importieren wollte, wurde das Auto daher vom Zoll festgehalten und kam ihn zusätzlich zum Kaufpreis teuer zu stehen.
Wie kostete Gates ein Auto 133.000 US-Dollar, das er nicht fahren durfte? Insgesamt 4.745 Tage soll der Microsoft-Gründer auf seinen Porsche gewartet haben. Für die Lagerung wurden laut Forbes täglich 28 US-Dollar fällig. Nach 13 Jahren hatten sich so rund 133.000 US-Dollar an Gebühren angesammelt.
Zugegeben: Für Bill Gates war diese Summe wohl verkraftbar. Seinen Porsche wollte er jedenfalls nicht so einfach aufgeben. Gemeinsam mit anderen Autofans setzte er sich dafür ein, dass seltene und historisch oder technologisch bedeutende Fahrzeuge auch ohne die vollständige US-Zertifizierung importiert werden konnten.
Die Gesetzesänderung brachte Gates das Happy End
Wie bekam Bill Gates seinen Porsche doch noch? 1999 wurde schließlich eine Ausnahmeregelung geschaffen, die als „Show or Display“ bekannt wurde.
Damit konnten bestimmte seltene Fahrzeuge unter Auflagen in die USA importiert werden, obwohl sie die regulären Voraussetzungen für eine Zulassung nicht erfüllten. Auch der Porsche 959 konnte von dieser Regelung profitieren.
2001 hatte die Geschichte für Gates schließlich ein Happy End: Er bekam seinen Porsche. Sein Einsatz half dabei, die Regeln so zu verändern, dass später weitere seltene Autos ihren Weg auf amerikanische Straßen finden konnten.
Der Porsche war für seine Zeit übrigens außergewöhnlich: Rund 450 PS, Allradantrieb und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h machten ihn zu einem der schnellsten Serienautos seiner Zeit.
Was haltet ihr von der Geschichte? Könnt ihr verstehen, dass Gates 13 Jahre lang an seinem Porsche festhielt, oder hättet ihr das Auto längst aufgegeben? Schreibt es uns in die Kommentare!
Bill Gates ist übrigens nicht der einzige Millionär mit einer kuriosen Geschichte rund um ein Luxusauto. Ein ehemaliger Profisportler ließ seinen Ferrari zehn Jahre lang in einer Münchner Garage stehen, weil er schlicht vergessen hatte, wo er ihn geparkt hatte. Mehr dazu lest ihr hier auf MeinMMO: Ein 700.000 Dollar teurer Ferrari stand 10 Jahre in einer Münchner Garage: Sein Besitzer wusste nicht mehr, wo er geparkt hatte
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